Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Wirt­schafts­re­gi­on Bam­berg-Forch­heim GmbH zm The­ma “Arbeit­ge­ber­mar­ke”

Die Gro­ßen machens vor, die Klei­nen kön­nen dar­aus ler­nen

Prof. Dr. B. Ivens (Lehrstuhl Marketing, Uni Bamberg), S. Hoier (Loesch Verpackungstechnik GmbH), I. Hillebrandt (Lehrstuhl für Marketing, Uni Bamberg), P. Zeizinger (Siemens Healthcare), M. Volk (WiR GmbH), S. Wagner (WiR GmbH)

Prof. Dr. B. Ivens (Lehr­stuhl Mar­ke­ting, Uni Bam­berg), S. Hoier (Loesch Ver­packungs­tech­nik GmbH), I. Hil­lebrandt (Lehr­stuhl für Mar­ke­ting, Uni Bam­berg), P. Zeiz­in­ger (Sie­mens Health­ca­re), M. Volk (WiR GmbH), S. Wag­ner (WiR GmbH)

Die Arbeit­ge­ber­mar­ke, als Bestand­teil des Mar­ke­ting-Mix im Wett­be­werb um die besten Fach- und Füh­rungs­kräf­te, wird in Zukunft immer mehr an Bedeu­tung gewin­nen. Gera­de noch unbe­kann­te Fir­men sind auf ein gutes Per­so­nal­mar­ke­ting ange­wie­sen, um qua­li­fi­zier­tes sowie moti­vier­tes Per­so­nal anzu­spre­chen, zu gewin­nen und an das Unter­neh­men lang­fri­stig zu bin­den. Um die­ses The­ma zu ver­tie­fen, lud die Wirt­schafts­re­gi­on Bam­berg-Forch­heim GmbH (kurz WiR) ver­gan­ge­ne Woche zur Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung ein. Zahl­rei­che Unter­neh­mens­ver­tre­ter kamen zusam­men um sich über die­ses The­ma zu infor­mie­ren und anschlie­ßend in Work­shops den Erfah­rungs­aus­tausch zu nut­zen.

Pro­fes­sor Dr. Björn Ivens (Inha­ber des Lehr­stuhls Betriebs­wirt­schafts­leh­re, ins­be­son­de­re Mar­ke­ting an der Uni­ver­si­tät Bam­berg) erläu­ter­te in sei­nem Vor­trag, was eine attrak­ti­ve Arbeit­ge­ber­mar­ke aus­macht und wel­che Bedeu­tung die­se für die Gewin­nung von poten­ti­el­len Arbeit­neh­mern hat. „Eine Arbeit­ge­ber­mar­ke (engl. Employ­er Brand) heißt nicht Hoch­glanz­bro­schü­ren drucken, lee­re Phra­sen for­mu­lie­ren und die­se nicht ein­hal­ten. Employ­er Bran­ding heißt für die Ziel­grup­pe rele­van­te Ange­bo­te schaf­fen und die­se kon­se­quent umset­zen. Es ist wich­tig ein Wer­te­ver­spre­chen des Arbeit­ge­bers im gan­zen Unter­neh­men zu kom­mu­ni­zie­ren und zu erklä­ren. Ins­be­son­de­re Füh­rungs­kräf­te müs­sen das for­mu­lier­te Ver­spre­chen leben und ein­lö­sen“ so Prof. Ivens. Anhand von prak­ti­schen Bei­spie­len erklär­te er wie erfolg­rei­che Unter­neh­men ihre Mar­ke auf­bau­en und pfle­gen. So sei es wich­tig zunächst die Ziel­grup­pen und den Wett­be­werb zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ana­ly­sie­ren. Anschlie­ßend ist ein Wer­te­ver­spre­chen für das eige­ne Unter­neh­men zu for­mu­lie­ren um im Nach­gang Maß­nah­men abzu­lei­ten. Gro­ße Unter­neh­men machen es vor, klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men kön­nen dar­aus ler­nen und vie­les für sich ablei­ten.

Am Bei­spiel von Sie­mens zeig­te Frau Petra Zeiz­in­ger (Per­so­nal­ma­nage­ment) was ein Glo­bal Play­er lei­sten muss um die Vor­zü­ge von Sie­mens sicht­bar und erleb­bar zu machen. So wur­den zunächst fünf Eigen­schaf­ten aus­ge­wählt, die die Attrak­ti­vi­tät von Sie­mens für bestehen­de und künf­ti­ge Mit­ar­bei­ter beschrei­ben. Die­se wer­den nicht expli­zit kom­mu­ni­ziert, son­dern stel­len den Anker der Employ­er Bran­ding Akti­vi­tä­ten dar. „Eine diver­se Ziel­grup­pe von poten­zi­el­len Mit­ar­bei­tern erfor­dert ver­schie­den­ar­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge“ so Zeiz­in­ger. Zusam­men­fas­send zeig­te sie zehn Hin­wei­se auf, wel­che aus der Sicht von Sie­mens für ein erfolg­rei­ches Wer­ben von neu­en Mit­ar­bei­tern ste­hen. Unter ande­rem sei es wich­tig die Kanä­le, die zur Ver­fü­gung ste­hen, auch zu nut­zen, z. B. Ver­an­stal­tun­gen der Stadt. Kon­si­stent sein in den Aus­sa­gen – Vor­tei­le, die kom­mu­ni­ziert wer­den, sol­len erleb­bar sein.

Vie­le der Teil­neh­mer nah­men die Gele­gen­heit wahr im Anschluss noch wei­te­re, detail­lier­te Fra­gen und Pro­ble­me in den ange­bo­te­nen Work­shops zu erör­tern.

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