Thea­ter­ta­ge der “Bletschn Büh­na” Unter­lein­lei­ter

Im Rah­men der dies­jäh­ri­gen Thea­ter­ta­ge der Unter­lein­lei­ter Bletsch´n Büh­na stand neben dem Erwach­se­nen-Ensem­ble auch die Thea­ter­ju­gend mit einem eige­nen Stück auf der Büh­ne und über­zeug­te mit einer fei­nen schau­spie­le­ri­schen Gesamt­lei­stung.

Vater Lorenz Eber­lein (61), Sohn Man­fred Eber­lein (34) und Toch­ter Ste­fa­nie (10) ver­bin­det – außer das sie alle einer Fami­lie ange­hö­ren – noch etwas ganz beson­de­res. Alle drei spie­len lei­den­schaft­lich ger­ne Lai­en­thea­ter und das aber auch sehr über­zeu­gend. Bei den dies­jäh­ri­gen Thea­ter­ta­gen der Bletsch´n Büh­na konn­te man die drei Eber­leins in den ins­ge­samt drei Stück­la alle drei Fami­li­en­mit­glie­der sehen. Wäh­rend Vater Lorenz bereits seit 1983 auf der Büh­ne steht und im näch­sten Jahr sein 30jähriges Büh­nen­ju­bi­lä­um fei­ern kann, ist auch Sohn Man­fred in die Fuß­stap­fen sei­nes Vaters getre­ten und schlüpft bereits seit etli­chen Jah­ren in die ver­schie­den­sten Rol­len; hat auch sogar bereits auf der Burg­rui­ne Nei­deck gespielt. Der Apfel fällt bekannt­lich nicht weit vom Stamm, heißt es in einem bekann­ten Sprich­wort und so tritt auch die zehn­jäh­ri­ge Toch­ter Ste­fa­nie in die Fuß­stap­fen von Vater und Bru­der und steht bereits auf der Büh­ne.

Beim dies­jäh­ri­gen Thea­ter­stück der Jugend­grup­pe, wel­ches unter dem Titel „Bletsch´n“ gespielt wur­de, gibt Ste­fa­nie die vor­wit­zi­ge und fre­che Maich, die sich von einem in Unter­lein­lei­ter rasten­den Wan­de­rer, der im Stück in wit­zi­ger Art und Wei­se mit der „Lade­rer Spe­zia­li­tät „Bletsch´n“ bekannt gemacht wird, genervt fühlt. Ihre Rol­le spielt sie über­zeu­gend. „Ich spie­le ger­ne Rol­len wo man mal so rich­tig frech sein darf“, wit­zelt die Zehn­jäh­ri­ge. „Sonst bin ich aber immer ganz brav“, fügt sie mit Unschulds­mi­ne und mit einem Augen­zwin­kern hin­zu. In wei­te­ren Rol­len sind im Jugend­stück Mari­na Knörl, Flo­ri­an Prel­ler, Hele­na Knörl und Nico­lai Kul­c­zak zu sehen. Das Thea­ter­stück wur­de von Basti­an Rie­di­ger geschrie­ben. Der Nach­wuchs für die Bletsch´n Büh­na ist also gesi­chert, will hei­ßen, dass die Besu­cher auch zukünf­tig unter­halt­sa­mes Lai­en­thea­ter prä­sen­tiert bekom­men.

Neben dem Stück der Jugend zeig­ten aber auch die „alten Hasen“ in zwei Thea­ter­kurz­stücken ihr schau­spie­le­ri­sches Kön­nen. Das Erwach­se­nen-Ensem­ble war in die­sem Jahr gleich in zwei kur­zen Büh­nen­spie­len zu sehen. Im Büh­nen­stück „75. Geburts­tag“ will die Fami­lie um Lui­se (Bär­bel Wag­ner), Ehe­mann Jochen (Horst Vogel) und Toch­ter Bir­git (Tan­ja Übelacker) lie­be­voll Omas (gespielt von Mar­git Län­gen­fel­der) 75. Geburts­tag vor­be­rei­ten. Eigent­lich soll es ein schö­ner Geburts­tag wer­den, doch dann kommt alles anders. Der Bür­ger­mei­ster (Man­fred Eber­lein) kommt viel zu früh und Ehe­mann Jochen kann dem Alko­hol nicht ver­sa­gen und trinkt über den Durst. Einen Strich durch die Rech­nung scheint auch Opa (Lorenz Eber­lein) zu machen, der als pene­tran­ter Stö­ren­fried die Geburts­tags­fei­er­lich­kei­ten jäh stört. Es beginnt eine tur­bu­len­te Komö­die, die schließ­lich damit endet, dass sich Oma und Opa auf eine mehr­mo­na­ti­ge Rei­se ver­ab­schie­den um das rest­li­che Erbe gar unter die Leu­te zu brin­gen, damit der rach­gie­ri­gen Ver­wandt­schaft der sprich­wört­li­che Schna­bel trocken bleibt. In einer wei­te­ren Rol­le ist Katha­ri­na Breu­er zu sehen, die als Roas Häß­lich mit von der Par­tie ist.

Im zwei­ten Erwach­se­nen­stück, dem Lust­spiel „Wenn Gerüch­te Früch­te tra­gen“, wird eine Geschich­te erzählt die auf­zeigt was alles pas­sie­ren kann, wenn aus einer Mücke ein Ele­fant gemacht wird. Dann kann es schon mal sein, dass die Gerüch­te­kü­che bro­delt. Auf der Büh­ne stan­den hier Horst Vogel, Tan­ja Übelacker, Gabrie­le Aign, Mar­git Län­gel­fel­der, Mar­ga Leis­ner, Eva Schu­mann-Mel­zer und Man­fred Eber­lein. Die Thea­ter­grup­pe Unter­lein­lei­ter hat es auch in die­sem Jahr wie­der geschafft mit ihrem schau­spie­le­ri­schen Kön­nen die Besu­cher aus nah und fern bei den ins­ge­samt vier Auf­füh­run­gen, dar­un­ter drei Auf­füh­run­gen in der Turn­hal­le in Unter­lein­lei­ter und ein Auf­tritt beim Kug­ler­wirt in Gro­ßenbuch sein Publi­kum gut zu unter­hal­ten.

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