Bera­ter­tag in Bam­berg: “Bäche brau­chen Raum für natur­na­he Ent­wick­lung”

Bäche brau­chen Raum, damit sie sich natur­nah ent­wickeln kön­nen, beton­te Claus Kumu­tat, Prä­si­dent des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Umwelt (LfU), heu­te beim Bera­ter­tag der Gewäs­ser­nach­bar­schaf­ten in Bam­berg. Kumu­tat: „90.000 Kilo­me­ter Bäche und Grä­ben sind Bay­erns Lebens­ader für Öko­lo­gie und Bio­di­ver­si­tät. Wir müs­sen sie erhal­ten und stär­ken“. Auf dem Weg unter­stüt­zen die Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten. Kumu­tat for­der­te Gemein­den, Was­ser- und Boden­ver­bän­de auf, die Mög­lich­kei­ten zur natur­na­hen Ent­wick­lung ihrer Gewäs­ser stär­ker zu nut­zen. Der jüngst erschie­ne­ne Fluss­be­richt habe am Bei­spiel der grö­ße­ren Gewäs­ser auf­ge­zeigt, wo noch mehr gesche­hen müs­se, um die vor­ge­ge­be­nen Zie­le zu errei­chen. Der Frei­staat unter­stützt die Gemein­den und för­dert Kon­zep­te und kon­kre­te Umset­zun­gen von Gewäs­ser­re­na­tu­rie­run­gen.

Die Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten wur­den vor zehn Jah­ren gegrün­det. Das LfU koor­di­niert das Netz­werk der Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten und erar­bei­tet die Schu­lungs­un­ter­la­gen und Fach­in­for­ma­tio­nen. Über 50 erfah­re­ne Bera­ter in den ein­zel­nen Land­krei­sen enga­gie­ren sich als Leh­rer und sor­gen für den fach­li­chen Aus­tausch über Gemein­de­gren­zen hin­weg. Gemein­sam für die klei­nen Gewäs­ser- nach die­sem Mot­to haben in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren fast 10.000 Gemein­de­mit­ar­bei­ter aus ganz Bay­ern an den regio­na­len Schu­lungs­ta­gen der Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten teil­ge­nom­men, dar­un­ter nicht sel­ten auch die Bür­ger­mei­ster. Kumu­tat: „Die ehren­amt­li­chen Bera­te­rin­nen und Bera­ter der Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten lei­sten wert­vol­le Arbeit und Hil­fe, die ganz unmit­tel­bar den Kom­mu­nen und deren Gewäs­sern zu Gute kommt. Orts­nä­he und Pra­xis­be­zug wer­den dabei auch wei­ter­hin ganz oben ste­hen.“

Schwer­punkt­the­ma des dies­jäh­ri­gen Bera­ter­tags in Bam­berg ist die Ver­kehrs­si­che­rung. Natur­nah umge­stal­te­te Gewäs­ser locken Besu­cher und Erho­lungs­su­chen­de an, Was­ser­spiel­plät­ze und Zugän­ge laden dazu ein, die Bäche zu erle­ben. Die Gemein­den müs­sen sich dar­auf ein­stel­len und für ent­spre­chen­de Sicher­heit an den Gewäs­sern sor­gen. Der neu gestal­te­te Umge­hungs­bach auf der ERBA-Insel der Lan­des­gar­ten­schau ist als Muster­bei­spiel dafür Exkur­si­ons­ziel der rund 60 Fach­leu­te, die am zehn­ten Bera­ter­tag in Bam­berg teil­neh­men.

Wei­te­re Infos zu den Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten Bay­ern: www​.gn​-bay​ern​.de
Eine neue Bro­schü­re zum Jubi­lä­um zeigt Vor­zei­ge­bei­spie­le natur­na­her Gewäs­ser­un­ter­hal­tung an Bächen, die zum Nach­ma­chen anre­gen sol­len.

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