Schwe­ster Regi­na Pröls zur neu­en Gene­ral­obe­rin der Fran­zis­kus­schwe­stern von Vier­zehn­hei­li­gen gewählt

Erz­bi­schof Schick wünscht Got­tes Segen für die neue Aufgabe/​Dank an die bis­he­ri­ge Gene­ral­obe­rin Schwe­ster Chri­sti­ne Köber­lein

Erzbischof Ludwig Schick gratulierte Sr. Regina Pröls (l) zur ihrer Wahl. Sie leitet nun die Geschicke des Ordens in den kommenden sechs Jahren. Erzbischof Schick dankte zudem Sr. Christine Köberlein (r), die in den vergangenen zwölf Jahren , als Generaloberin tätig war.

Sr. Regi­na Pröls, Erz­bi­schof Lud­wig Schick, Sr. Chri­sti­ne Köber­lein

(bbk) Der Gene­ral­rat der Fran­zis­kus­schwe­stern hat am Don­ners­tag­abend (22.03.12) unter dem Vor­sitz von Erz­bi­schof Lud­wig Schick in Vier­zehn­hei­li­gen (Deka­nat Lich­ten­fels) Schwe­ster Regi­na Pröls zur neu­en Gene­ral­obe­rin gewählt. Auch die Gene­ral­vi­ka­rin, jetzt Schwe­ster Mar­ti­na Sel­mai­er und der Gene­ral­rat wur­den neu bestimmt. „Mit Got­tes gutem Geist kön­nen Sie als ‚gute Gei­ster‘ zum Wohl der Schwe­stern, der Kon­gre­ga­ti­on, der Kir­che und der Mensch­heit segens­reich wir­ken“, sag­te Erz­bi­schof Schick im Anschluss an die Wahl in einem Dank­got­tes­dienst.

Der Bam­ber­ger Ober­hir­te dank­te aus­drück­lich der schei­den­den Gene­ral­obe­rin, Schwe­ster Chri­sti­ne Köber­lein. „Viel Gutes, was Sie getan haben, ist sicht­bar.“ Erz­bi­schof Schick nann­te bei­spiels­wei­se die Neu­aus­rich­tung des Mut­ter­hau­ses durch die Öff­nung für Gäste, den Anbau und die Umstruk­tu­rie­rung des Wald­kran­ken­hau­ses in Erlan­gen, aber auch die Neu­grün­dun­gen in Indi­en und Kroa­ti­en sowie die Errich­tung einer Regi­on in Peru.

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof ermu­tig­te die Schwe­stern, den christ­lich-fran­zis­ka­ni­schen Geist zu leben und aus­zu­brei­ten. Die Maxi­me „immer höher, immer schnel­ler, immer wei­ter, immer mehr“, rau­be den Men­schen den Frie­den und mache sie zu „erbar­mungs­lo­sen Ell­bo­gen­men­schen“. „Wir haben aber nur Zukunft, wenn wir in einer Atmo­sphä­re des Frie­dens und des Erbar­mens leben.“

Fran­zis­ka­ni­scher Geist bedeu­te zudem Demut und Beschei­den­heit, bei­spiels­wei­se beim Essen und Trin­ken, beim Ver­brauch von Ener­gie und Natur­res­sour­cen. Auch in der Begeg­nung mit­ein­an­der sei­en Demut und Beschei­den­heit zwei wich­ti­ge Tugen­den. „Jede Schwe­ster soll ihre Not der Mit­schwe­ster offen­ba­ren kön­nen. Jede soll die ande­re barm­her­zig anschau­en und zu hel­fen bereit sein, so gut sie kann.“

Fran­zis­ka­ni­scher Geist bedeu­te vor allem für die Armen da sein, für die Kin­der und Jugend­li­chen ohne Fami­lie, für Kran­ke und Ster­ben­de, für Obdach­lo­se und Asy­lan­ten. Wie die 14 Not­hel­fer sind fran­zis­ka­ni­sche Schwe­stern und Brü­der Not­hel­fer für ihre Mit­men­schen.

Der Ordens­grün­der, der hei­li­ge Fran­zis­kus, habe sei­nen Orden und sei­ne Bewe­gung als Bru­der­schaft gestif­tet, sag­te Erz­bi­schof Schick. Der christ­li­che-fran­zis­ka­ni­sche Geist bedeu­te Geschwi­ster­lich­keit. „Fran­zis­kus woll­te Bru­der­schaft, Schwe­stern­schaft und Gemein­schaf­ten im geschwi­ster­li­chen Geist.“ Die Idee der welt­wei­ten geschwi­ster­li­chen Soli­da­ri­tät sei beson­ders wich­tig, um in der Zukunft bestehen zu kön­nen. „Die­sen Geist zu för­dern ist die Auf­ga­be aller fran­zis­ka­ni­schen Gemein­schaf­ten in der gan­zen Kir­che. Der hei­li­ge Fran­zis­kus leg­te zudem Wert auf die Bewah­rung der Schöp­fung, an der alle Men­schen aller Genera­tio­nen sich freu­en sol­len und von der sie leben kön­nen.

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof ermun­ter­te die Schwe­stern, Vier­zehn­hei­li­gen als Ort Ihres Gei­stes und Ihres Cha­ris­mas zu erle­ben und auf Got­tes Segen zu ver­trau­en. „Laden Sie vie­le Men­schen hier ins Mut­ter­haus ein, machen Sie auch in den Bil­dungs­häu­sern und der Basi­li­ka mit. Blei­ben Sie Geist, Antrieb und Motor von Vier­zehn­hei­li­gen im schö­nen Got­tes­gar­ten am Ober­main.“

Bio­gra­fi­sche Daten der neu­en Gene­ral­obe­rin

Die neue Gene­ral­obe­rin, Schwe­ster Regi­na Pröls, wur­de am 8. Juli 1962 in Frens­dorf (Deka­nat Bur­ge­brach) gebo­ren. Sie wuchs in Herrns­dorf auf. 1984 trat sie in den Orden ein, ihre Pro­fess leg­te sie 1986 ab. 14 Jah­re lang, von 1986 bis 2000, war Schwe­ster Regi­na Pröls als Lei­ten­de Medi­zi­nisch-Tech­ni­sche-Assi­sten­tin am Wald­kran­ken­haus in Erlan­gen tätig. Im Anschluss dar­an ver­stärk­te die 49-Jäh­ri­ge von Janu­ar 2001 bis April 2009 das Team „Beru­fe der Kir­che“ im Erz­bis­tum Bam­berg. Bereits in den ver­gan­ge­nen zwölf Jah­ren war die neue Gene­ral­obe­rin als Gene­ral­vi­ka­rin in der enge­ren Füh­rungs­spit­ze des Ordens tätig.

Die Gene­ral­obe­rin ver­tritt den Orden nach außen. Die Fran­zis­kus­schwe­stern haben der­zeit Nie­der­las­sun­gen in Deutsch­land, Indi­en, Peru und Kroa­ti­en. In die­sen vier Län­dern leben rund 170 Franz­i­kus­schwe­stern.

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