BSI weist auf neue Erpres­sungs­va­ri­an­te durch Schad­soft­ware hin

Erpres­ser miss­braucht Logo des BSI – zahl­rei­che Fäl­le in der Regi­on bekannt

Das Bun­des­amt für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) weist dar­auf hin, dass der­zeit eine neue Vari­an­te einer bereits seit 2011 bekann­ten Schad­soft­ware im Umlauf ist, mit der Online-Kri­mi­nel­le ver­su­chen, Geld von PC-Besit­zern zu erpres­sen. Die Schad­soft­ware sperrt die betrof­fe­nen Syste­me und for­dert die Nut­zer in einer Ein­blen­dung auf, einen Geld­be­trag zu ent­rich­ten, da mit dem Rech­ner angeb­lich ille­ga­le Raub­ko­pien her­un­ter­ge­la­den wur­den. Ent­hiel­ten frü­he­re Vari­an­ten der Schad­soft­ware bei­spiels­wei­se die Logos des Bun­des­kri­mi­nal­amts, der Bun­des­po­li­zei, der GEMA oder ver­schie­de­ner Soft­ware­un­ter­neh­men, so nutzt die neue Vari­an­te miss­bräuch­lich die Logos des BSI und der Gesell­schaft zur Ver­fol­gung von Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen e.V. (GVU). Damit soll der Ein­druck erweckt wer­den, die bei­den Ein­rich­tung sei­en die Absen­der der Mel­dung.

Das BSI ist nicht der Absen­der die­ser Mel­dung. Auch die GVU hat in einer eige­nen Pres­se­mel­dung dar­auf hin­ge­wie­sen, nicht der Absen­der der Mel­dung zu sein. Das BSI rät allen Betrof­fe­nen, die gefor­der­te Gebühr unter kei­nen Umstän­den zu bezah­len und Anzei­ge bei der Poli­zei zu erstat­ten.

Das BSI hat die Her­stel­ler von Anti­vi­ren­pro­gram­men infor­miert und die­se wer­den schnellst­mög­lich ent­spre­chen­de Viren­si­gna­tu­ren und ggf. Berei­ni­gungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung stel­len. Das BSI arbei­tet eben­falls an kon­kre­ten Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Betrof­fe­ne und wird die­se bald­mög­lichst auf sei­ner Web­sei­te unter www​.bsi​-fuer​-bue​r​ger​.de bereit­stel­len.

Eine gene­rel­le Mög­lich­keit, einen durch Tro­ja­ner­be­fall gesperr­ten Rech­ner von der Schad­soft­ware zu befrei­en, kön­nen Ret­tungs-CDs („Res­cue Discs“) sein, die bei­spiels­wei­se die Anbie­ter von Anti­vi­ren­soft­ware auf ihren Web­sei­ten zum Teil kosten­frei bereit­stel­len. Die­se Ret­tungs-CDs müs­sen über einen nicht betrof­fe­nen Rech­ner her­un­ter­ge­la­den und auf den betrof­fe­nen Rech­ner auf­ge­spielt wer­den. Wei­te­re gene­rel­le Infor­ma­tio­nen und Hin­wei­se zum Schutz vor Schad­soft­ware kön­nen auf der Web­sei­te des Bun­des­am­tes für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik unter www​.bsi​-fuer​-bue​r​ger​.de/​S​c​h​a​d​p​r​o​g​r​a​mme abge­ru­fen wer­den.