FREIE WÄH­LER kri­ti­sie­ren die von der Bun­des­re­gie­rung zum 1. April geplan­te Absen­kung der Ver­gü­tungs­sät­ze für Strom aus Solar­an­la­gen

Glau­ber: Bür­ger und Hand­werk brau­chen Ver­trau­ens­schutz

Thor­sten Glau­ber, ener­gie­po­li­ti­scher Spre­cher der FREI­EN WÄH­LER im Baye­ri­schen Land­tag, hat die von der Bun­des­re­gie­rung geplan­te Absen­kung der Ver­gü­tungs­sät­ze für Strom aus Solar­an­la­gen zum 1. April 2012 kri­ti­siert. Glau­ber sag­te, damit gefähr­de die schwarz-gel­be Koali­ti­on in Ber­lin einen Groß­teil der Solar­bran­che in Deutsch­land mit ihren weit über 100.000 Arbeits­plät­zen in Indu­strie und Hand­werk. Die FREIE WÄH­LER Land­tags­frak­ti­on for­der­te die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung daher ver­gan­ge­ne Woche im Ple­num des Baye­ri­schen Land­tags in einem Dring­lich­keits­an­trag auf, bei der Bun­des­re­gie­rung dar­auf hin­zu­wir­ken, dass das gera­de erst zum 1. Janu­ar 2012 novel­lier­te Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Gesetz (EEG) in der bis­he­ri­gen Fas­sung auch wei­ter­hin umge­setzt wird.

Glau­ber: „Wie­der ein­mal zeigt sich, dass die Bun­des­re­gie­rung die Umset­zung der Ener­gie­wen­de nicht mit dem nöti­gen Ernst ver­folgt. Ich befürch­te wegen der feh­len­den Pla­nungs- und Inve­sti­ti­ons­si­cher­heit mas­si­ve Umsatz­ein­brü­che in der gesam­ten Solar­bran­che. Das Son­nen­land Bay­ern – einst füh­rend beim Solar­strom – ver­liert für die erneu­er­ba­ren Ener­gien auf die­se Wei­se an Bedeu­tung. Wenn die Bun­des­re­gie­rung die Solar­strom­ver­gü­tung bereits zum 1. April 2012 absenkt, begeht sie einen erneu­ten Ver­trau­ens­bruch, zer­stört Pla­nungs­si­cher­heit – und das gera­de ein­mal 60 Tage nach Inkraft­tre­ten des neu­en EEG. Das hat mit einem durch­dach­ten Atom­aus­stieg nichts zu tun!“

Die FREI­EN WÄH­LER sehen durch die geplan­te vor­zei­ti­ge Ver­gü­tungs­re­du­zie­rung bei Solar­strom nicht nur das Stocken des Aus­baus der für die Ener­gie­wen­de so wich­ti­gen dezen­tra­len Ener­gie­ver­sor­gung, son­dern auch die Gefähr­dung der drin­gend erfor­der­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung von Spei­cher­mög­lich­kei­ten. Denn: „Dazu benö­ti­gen die Tech­ni­ker und übri­gens auch unse­re regio­na­len Hand­werks­be­trie­be Kon­ti­nui­tät und Pla­nungs­si­cher­heit – des­we­gen darf am EEG wie geplant bis zum 1. Juli auf kei­nen Fall gerüt­telt wer­den“, so Glau­ber abschlie­ßend.