Ver­ein Jean Paul 2013 e.V. stellt kosten­frei umfang­rei­che Kom­po­si­ti­ons­re­cher­che zu Jean Paul zur Ver­fü­gung

Der Ver­ein „Jean Paul 2013 e.V.“ bie­tet eine umfang­rei­che Liste von Ver­to­nun­gen nach Jean Paul und aus­ge­wähl­te Par­ti­tu­ren für Kul­tur­ak­teu­re und alle Inter­es­sier­ten an

„Müs­sen wir denn nicht immer den Tönen gehei­me Tex­te, ja sogar Land­schaf­ten unter­le­gen, damit ihr Nach­klang in uns stär­ker sei als ihr Vor­klang außen?“ frag­te sich Jean Paul. Kein Wun­der, dass die Tex­te von ihm, der die Musik als „die Poe­sie der Luft“ beschrieb, Inspi­ra­ti­ons­quel­le für eine Rei­he von bedeu­ten­den Kom­po­ni­sten wur­den und noch sind.

Gustav Mah­ler kom­po­nier­te sei­ne erste Sin­fo­nie nach Jean Pauls Kar­di­nal­ro­man, dem ‚Titan‘, im Brenn­punkt von Robert Schu­manns dich­te­ri­schem und musi­ka­li­schen Schaf­fen stand Jean Paul, so dass wir in sei­nen Jugend­brie­fen Pas­sa­gen von tie­fer Bewun­de­rung für den Autor fin­den: „Wenn die gan­ze Welt Jean Paul läse, so wür­de sie bestimmt bes­ser, aber auch unglück­li­cher – er hat mich oft dem Wahn­sinn nahe gebracht, aber der Regen­bo­gen des Frie­dens schwebt immer sanft über allen Thrä­nen und das Herz wird wun­der­bar erho­ben und mild ver­klärt.“ So groß ist Schu­manns Ver­eh­rung, dass er Jean Pau­lia­den schreibt und sogar Jean Pauls Wit­we Caro­li­ne in Bay­reuth besucht, um der Aura des Dich­ters nach­zu­spü­ren.

Die Vor­lie­be der Kom­po­ni­sten für die musi­ka­li­sche Poe­sie von Jean Pauls Spra­che beschränkt sich jedoch nicht auf sei­ne Zeit. Auch für die Musik des 20. Jahr­hun­derts war die Lite­ra­tur Jean Pauls von gro­ßer Bedeu­tung, so hat Wolf­gang Rihm die „Rede des toten Chri­stus vom Welt­ge­bäu­de her­ab, dass kein Gott sei“ aus dem Roman ‚Sie­ben­käs‘ als Grund­la­ge für sein Chor­werk „Ande­re Schat­ten“ ver­wen­det, auch Georg Fried­rich Haas ori­en­tier­te sich für sei­ne „Blu­men­stücke“ am Sie­ben­käs, Johan­nes Schöll­horn schuf ein beein­drucken­des Schlag­werk­stück nach Jean Pauls Werk, um nur eini­ge zu nen­nen.

Um allen Akteu­ren des Jubi­lä­ums­jahrs die Kon­zep­ti­on von musi­ka­li­schen Ver­an­stal­tun­gen zu erleich­tern, hat der Ver­ein „Jean Paul 2013 e.V.“ eine umfang­rei­che Recher­che in Auf­trag gege­ben, deren Ergeb­nis­se jetzt vor­lie­gen. Die Liste beinhal­tet Anga­ben zu Kom­po­ni­sten und Wer­ken, ein gro­ßer Teil der Noten steht zur Wei­ter­ga­be zur Ver­fü­gung.

Inter­es­sen­ten kön­nen sich form­los an das Pro­jekt­bü­ro in Bay­reuth wen­den, um die Recher­che kosten­frei anzu­for­dern oder bei der offe­nen Mit­glie­der­ver­samm­lung am 17. März 2012 ab 15.30 Uhr im Histo­ri­schen Sit­zungs­saal im Alten Rat­haus Bay­reuth auf die Mit­ar­bei­ter des Pro­jekt­bü­ros zuge­hen.

Über den Ver­ein „Jean Paul 2013 e.V.“

Der Ver­ein wur­de im Jahr 2009 gegrün­det, um den 250. Geburts­tag Jean Pauls zu einem über­re­gio­na­len und inter­na­tio­nal aus­strah­len­den Ereig­nis wer­den zu las­sen, Initia­ti­ven zu bün­deln und deren Reso­nanz­raum zu ver­grö­ßern. Nam­haf­te Per­so­nen aus Poli­tik, Kunst, Wirt­schaft, Hand­werk, Kir­che, Wis­sen­schaft und Medi­en konn­ten für die Mit­wir­kung im Kura­to­ri­um gewon­nen wer­den.

Um das über­re­gio­na­le Pro­fil des Jubi­lä­ums zu stär­ken, wer­den zen­tra­le Ver­eins­pro­jek­te in Koope­ra­ti­on mit Jean-Paul-Orten, Kunst- und Lite­ra­tur­fe­sti­vals auch außer­halb Ober­fran­kens ent­wickelt, so mit Orten, in denen Jean Paul wohn­te, wie Wei­mar, Leip­zig, Coburg, Mei­nin­gen oder Ber­lin, und sol­chen, die er besuch­te, wie Hal­ber­stadt, Frank­furt a.M., Hei­del­berg oder Mün­chen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie bei:

Julia Knapp, Geschäfts­füh­rung
Jean Paul 2013 e.V.
Wahn­fried­stra­ße 1
95444 Bay­reuth
Tel. 0921–507 096 63
Fax: 0921–507 096 95
www​.jean​-paul​-2013​.de