MdL Gudrun Brendel-Fischer: Genügend Ärzte in Bayern

„In keinem Bundesland gibt es so viele Ärzte wie in Bayern“, teilt die CSU -Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer mit. Im Durchschnitt steht in Bayern für 230 Einwohner ein Arzt bereit. Obwohl vielfach aufgrund subjektiver Erfahrung andere Eindrücke entstehen, sind objektiv die Wartezeiten in Bayerns Praxen am kürzesten. Nach Auskunft der KVB, der kassenärztlichen Vereinigung, herrscht in Bayern kein konkreter Ärztemangel. In Städten, aber auch in den ländlichen Räumen ist das ambulante Versorgungsniveau sehr hoch, wie MdL Gudrun Brendel-Fischer zitiert.

Nach der derzeitigen Bedarfsplanung gelten 93 % der bayerischen Planungsbereiche als überversorgt, die weiteren 7 % sind regelversorgt. Die Zahl aller berufstätigen Ärzte hat nachweislich in den letzten Jahren zugenommen. Im Planungsbereich Landkreis Kulmbach sind derzeit 110 Ärzte tätig, wovon 16 über 60 Jahre alt sind.  Bayernweit hat ein gutes Viertel die 60-er Grenze überschritten. Von den 56 im Landkreis Kulmbach niedergelassenen Hausärzten sind allerdings bereits 11 über 60 Jahre alt. Deshalb muss, so Brendel-Fischer, dem drohenden Ärztemangel im ländlichen Raum mit intelligenten und flexiblen Lösungen begegnet werden.

Derzeit wird beispielsweise über Fahrdienste für ältere Patienten, über Gemeinschaftspraxen sowie Ärztehäuser mit familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen, über Filialpraxen mit dezentralen Sprechstundenangeboten sowie kommunale Anreize nachgedacht. Städte und Gemeinden können Immobilien und zinsgünstige Darlehen anbieten. Einen besonderen Schwerpunkt sieht die Heinersreuther Abgeordnete in der Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses. Angehende Mediziner sollen nach Auffassung Brendel-Fischers frühzeitig mit dem Beruf des niedergelassenen Hausarztes vertraut gemacht werden. Bayern stellt für 3 Jahre 438 zusätzliche Medizinstudienplätze zur Verfügung und hat in München wie in Erlangen Lehrstühle speziell für Allgemeinmedizin eingerichtet. Da zwischenzeitlich rund 70 % der Medizinstudenten weiblich sind, wird vorrangig die Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf die weitere Versorgung des ländlichen Raumes beeinflussen.