„Poli­ti­sches Herings­es­sen“ der CSU Eggolsheim

Mit kom­mu­nal­po­lit­schen, lan­des­po­li­ti­schen und bun­des­po­li­ti­schen The­men haben die Orts­ver­bän­de der CSU und der JU der Markt­ge­mein­de Eggols­heim ihr schon tra­di­tio­nel­les Herings­es­sen gestal­tet. CSU Orts­vor­sit­zen­der Peter Eis­mann konn­te dazu den ehe­ma­li­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Wal­ter Hof­mann als Red­ner und zahl­rei­che poli­tisch Inter­es­sier­te begrüßen.

Hof­mann wür­dig­te kurz die poli­ti­sche Lebens­leis­tung des ver­stor­be­nen Ehren­vor­sit­zen­den Fritz Eis­mann. Danach ging es aber in die Vol­len. Die Anschaf­fung des Elek­tro­au­tos kom­men­tier­te er mit der Fest­stel­lung: Einer Gemein­de, die sich den gebrauch­ten Zwei­sit­zer leis­ten kön­nen, müs­se es gut gehen.

Er zoll­te den Gemein­de­rä­ten der soge­nann­ten “ Alli­anz für Eggols­heim“ Respekt, dass sie einer geplan­ten Erhö­hung der Grund und Gewer­be­steu­er ihre Zustim­mung ver­wei­gert haben. Dies wer­de auch für die anste­hen­den Haus­halts­be­ra­tun­gen erwartet.

In die­sem Zusam­men­hang kri­ti­sier­te er auch die Hal­tung des Land­rats­am­tes in Forch­heim, wel­ches die Geneh­mi­gung des Haus­halts ver­zö­ger­te. Neh­me man die Bericht­erstat­tung zur Haus­halts­ge­neh­mi­gung mit Pox­dorf , kön­ne man sich des Ein­drucks nicht erweh­ren, dass mit “ zwei­er­lei Maß“ gemes­sen werde.

Dies tref­fe auch für die Dis­kus­si­on zu Mul­ch­ar­bei­ten im Natur­schutz­ge­biet “ Büg“ zu. Hier wur­de die Geneh­mi­gung zum Mul­chen für eine Som­mer­ver­an­stal­tung erteilt, obwohl dies allen natur­schutz­fach­li­chen Grund­sät­zen wider­sprä­che. In Kirch­eh­ren­bach wur­de der ehe­ma­li­ge CSU Bür­ger­meis­ter straf­ver­folgt. Dort waren im NSG Wal­ber­la 780 qm betrof­fen, in der Büg ca 15.000 qm.

Die Fest­stel­lung des Staats­an­walts Spint­lers, eine Straf­bar­keit läge nicht vor, weil “ nicht gesi­chert“ fest­ste­he, dass durch das Mul­chen Tie­re getö­tet wür­den, oder Gele­ge zer­stört wor­den wären, lös­te ungläu­bi­ges Stau­nen aus. Hof­mann wies dar­auf­hin, dass ein Gut­ach­ten zum Ergeb­nis kommt, dass gegen Zie­le und Grund­sät­ze des Natur­schut­zes und der Land­schafts­pfle­ge ver­sto­ßen wurde.

Der ehe­ma­li­ge Abge­ord­ne­te wun­der­te sich über das Mot­to der SPD: „Bay­ern-aber bes­ser“. War­um, so Hof­mann, geben sie ihre wohl­fei­len Rat­schlä­ge nicht ihren Genos­sen in den Län­dern wo sie selbst regieren.

Bay­ern ste­he unter CSU-Füh­rung in allen wich­ti­gen Poli­tik­be­rei­chen an der Spitze.

  • die gerings­te “ Armutsgefährdungsquote“
  • die gerings­te Pro-Kopf­ver­schu­lung: Bay­ern :1.802 Euro, Rhein­land-Pfalz: 7.016 Euro
  • die gerings­te Zinslastquote
  • Kre­dit­auf­nah­me: 0 Euro; NRW : 7.963 Mrd. Euro
  • die höchs­te Investitionsquote
  • im bil­dungs­po­li­ti­schen Bereich an der Spitze

Für die Kom­mu­nen könn­ten , so Hof­mann, noch mehr Finanz­mit­tel zur Ver­fü­gung gestelt wer­den, müß­te Bay­ern nicht über 3,6 Mrd. in den Län­der­fi­nanz­aus­gleich ein­zah­len. Das seit vie­len Jah­ren SPD regier­te Ber­lin erhal­te mit 3 Mrd. rund die Hälf­te der Aus­gleichs­zah­lun­gen. Die Hal­tung der bay­ri­schen SPD und der Grü­nen sei nicht nach­voll­zieh­bar. Der grü­ne Minis­ter­prä­si­dent in Baden ‑Würt­tem­berg hält dies für ein “ bescheu­er­tes Sys­tem“, das geän­dert wer­den müs­se. Er ver­tre­te damit im Gegen­satz zu den baye­ri­schen Rot-Grü­nen, mehr Bay­erns Inter­es­sen, als Ude und Bause .

Scharf kri­ti­sier­te Hof­mann, die Ein­las­sung Gabri­els zur Land­wirt­schaft und zu Minis­te­rin Aigner. Sei­ne Fest­stel­lung, es gehe in der Land­wirt­schaft nicht um „Sprit­zen­qua­li­tät“, son­dern um „Spit­zen­qua­li­tät“, sei eine Belei­di­gung für die prak­ti­zie­ren­den Land­wir­te. Hof­mann :“ Noch nie hat die Land­wirt­schaft ihre Betriebs­mit­tel, ob bei der Unkraut­be­kämp­fung, oder den Ein­satz von Dün­ge­mit­tel, so umwelt­be­wußt ein­ge­setzt, als zur Zeit. Im Ver­lauf der Dis­kus­si­on wur­den u.a. die Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­men in der Gemein­de, die Ener­gie­po­li­tik, die Lage zur Finan­zie­rung der Grie­chen­land­hil­fe und die Wahl des neu­en Bun­des­prä­si­den­ten thematisiert.