Blick über den Zaun: Klaus Scham­ber­ger liest beglei­tet von der JVA im Fich­tel­ge­birgs­mu­se­um Wun­sie­del

„Wos i nu soo­gn hob woll‘n“ am 23.3. 2012 um 20 Uhr

Klaus Schamberger

Klaus Scham­ber­ger

Wer kennt es nicht Klaus Scham­ber­gers legen­dä­res „G‘schmarri zum Wochen­en­de“ auf Bay­ern 1. Sei­ne urko­mi­schen, iro­ni­schen bis zyni­schen Kom­men­ta­re zum All­tags- und Welt­ge­sche­hen stets beglei­tet von Zor­nes­aus­brü­chen wie: „Zum Dunn­a­kahl! De blej­de Hen­na ! Staich ma am Bug­gl!“ gelei­ten so man­chen Hörer mit einem Lachen ins Wochen­en­de. Er ver­steht es, mit trocke­nem Humor und urfrän­ki­schem Dia­lekt unse­ren manch­mal all­zu grau­en All­tag auf die Schip­pe zu neh­men. Er phi­lo­so­phiert über den ganz nor­ma­len Irr­sinn des Lebens und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Ob von katho­li­schen Bischö­fin­nen, die aus dem Vati­kan den „Mamik­an“ machen könn­ten, oder „nabel­frei­en Frei­land­hen­nen“ – also Frau­en – die es den Män­nern zur Som­mer­zeit mit ihren knap­pen Kla­mot­ten erschwe­ren, ohne einen Hor­mon­schub aus dem Haus zu gehen, Scham­ber­ger spricht an, was ihm in den Sinn kommt. Und das „Wich­tel­mann­la“ aus Nürn­berg hat eini­ges zu erzäh­len. Einer sei­ner Rat­schlä­ge ist es bei­spiels­wei­se auch, die Ser­vice-Hot­line des „deut­schen Ver­druss­un­ter­neh­mens“, der Deut­schen Bahn, als Mit­tel gegen Lan­ge­wei­le zu nut­zen oder bes­ser noch um einen Ner­ven­zu­sam­men­bruch aus­zu­lö­sen.

Sie sind zum „dood­la­chen“ die Geschich­ten, die Klaus Scham­ber­ger zum Besten gibt, man könn­te ihn auch als einen nicht­rei­men­den frän­ki­schen Vor­gän­ger des ober­pfäl­zer Urge­steins Nor­bert Neu­girg bezeich­nen. Jeden­falls ist er ein hoch­de­ko­rier­ter Ver­tre­ter sei­ner mit­tel­frän­ki­schen Hei­mat, Trä­ger der Fran­ken­wür­fels und Autor zahl­rei­cher Bücher, Glos­sen und Kolum­nen. Und zudem macht der Mann mit dem wei­ßen Schnäu­zer eigent­lich nur sel­ten Lesun­gen, des­halb darf sich das Fich­tel­ge­bir­ge umso mehr über ihn als Gast freu­en und sei­nen gna­den­los trocke­nen aber scharf­zün­gi­gen Humor.

Beglei­tet wird die Lesung von der JVA (Jazz Ver­ei­ni­gung Auf­ge­passt). Kar­ten gibt es u.a. bei der Tou­rist-Info Markt­red­witz, der Fich­tel­ge­birgs­hal­le, im Fich­tel­ge­birgs­mu­se­um, bei www​.okticket​.de und bei allen bekann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len von okticket.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie unter Tel. 09232 2032.