Ener­gie ein­spa­ren und Effi­zi­enz stei­gern: Ver­tre­ter der Grü­nen im Gespräch mit der IHK

MdB Elisabeth Scharfenberg, IHK-Hauptgeschäftsführer Georg Schnelle, MdL Ulrike Gote, Stefan Schlags, Sabine Steininger und Stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm.

MdB Eli­sa­beth Schar­fen­berg, IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Georg Schnel­le, MdL Ulri­ke Gote, Ste­fan Schlags, Sabi­ne Stei­nin­ger und Stv. IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Wolf­ram Brehm.

Unter­schied­li­che Ansich­ten, doch in vie­len Berei­chen auch Über­ein­stim­mung gab es bei einem Mei­nungs­aus­tausch von Ver­tre­tern von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen und der IHK-Geschäfts­füh­rung. Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Eli­sa­beth Schar­fen­berg (Hof) und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Gote (Bay­reuth) waren mit wei­te­ren Par­tei­ver­tre­tern in die IHK gekom­men, um mit IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Georg Schnel­le und des­sen Stell­ver­tre­ter Wolf­ram Brehm über aktu­el­le poli­ti­sche Fra­gen zu dis­ku­tie­ren. Wäh­rend es erwar­tungs­ge­mäß Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten beim The­ma Stra­ßen­bau und zur Zukunft des Flug­ha­fens Hof-Plau­en gab, war man sich bei ande­ren The­men einig.

So wur­de über­ein­stim­mend das The­ma Demo­gra­fie als eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft defi­niert. Die Abge­ord­ne­ten gaben dabei ihrer Hoff­nung Aus­druck, dass noch mehr Unter­neh­men die Not­wen­dig­keit einer Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­li­en bzw. Pfle­ge­be­dürf­tig­keit erken­nen. Zugleich müs­se die Kin­der­be­treu­ung in der Regi­on wei­ter ver­bes­sert wer­den. Dar­an müs­se sich auch die Wirt­schaft finan­zi­ell betei­li­gen. Für Haupt­ge­schäfts­füh­rer Schnel­le liegt auch in der rei­fe­ren Genera­ti­on erheb­li­ches Poten­zi­al zur Siche­rung des Fach­kräf­te­be­darfs. Hier müs­se es jedoch mehr Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te geben, die spe­zi­ell auf die Grup­pe 50plus zuge­schnit­ten sind.

Auch mit der For­de­rung nach bes­se­ren Bahn­ver­bin­dun­gen für Ober­fran­ken zie­hen Bünd­nis 90/​Die Grü­nen und IHK an einem Strang. So sei die Elek­tri­fi­zie­rung der Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le drin­gend erfor­der­lich, um Ober­fran­ken für den Schie­nen­per­so­nen- und den Güter­ver­kehr attrak­tiv zu machen. Grund­sätz­lich gel­te es, die Wirt­schaft zu sen­si­bi­li­sie­ren, über den Kom­bi­nier­ten Ver­kehr mehr Güter auf die Schie­ne zu brin­gen. Elek­tri­fi­zier­te Schie­nen­tra­s­sen sei­en dafür jedoch eine wich­ti­ge Grund­vor­aus­set­zung. Das gel­te auch für die opti­ma­le Anbin­dung ganz Ober­fran­kens an die lei­stungs­fä­hi­gen Breit­band­net­ze, für Schnel­le eine Auf­ga­be der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge.

Mit Blick auf die Ener­gie­wen­de spra­chen sich die Ver­tre­ter der Grü­nen dafür aus, dass Ober­fran­ken auch in der “post­fos­si­len Zukunft” ein Pro­duk­ti­ons­stand­ort bleibt. Hier müs­se man mehr Kraft auf den Auf­bau einer dezen­tra­len Ener­gie­ver­sor­gung legen. Die IHK-Ver­tre­ter mach­ten deut­lich, dass die Wirt­schaft auf Ver­sor­gungs­si­cher­heit und bezahl­ba­re Ener­gie ange­wie­sen sei. Einig war man sich schließ­lich dar­in, dass alle Poten­zia­le zur Ener­gie­ein­spa­rung und zur Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz in den Unter­neh­men genutzt wer­den müs­sen.