MdB Anet­te Kram­me (SPD): Ver­bes­se­run­gen bei der Bewil­li­gung von Mut­ter/­Va­ter-Kind-Kuren

Die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anet­te Kram­me begrüßt die Über­ar­bei­tung der Begut­ach­tungs­richt­li­nie Vor­sor­ge und Reha­bi­li­ta­ti­on für Mut­ter/­Va­ter-Kind-Kuren. „Damit wird end­lich Klar­heit für alle Betei­lig­ten geschaf­fen.“ Auf Initia­ti­ve der SPD wur­de 2007 ein gesetz­li­cher Anspruch von Müt­tern und Vätern auf eine Kur mit den eige­nen Kin­dern ein­ge­führt. Die Bewil­li­gungs­pra­xis vie­ler Kran­ken­kas­sen lief die­sem Rechts­an­spruch jedoch zuwider.

So kam auch ein Prüf­be­richt des Bun­des­rech­nungs­ho­fes zu dem Schluss, dass Kran­ken­kas­sen die Kuren nach unter­schied­li­chen Maß­stä­ben bewil­li­gen und somit ins­ge­samt weni­ger Kuren geneh­migt wer­den. „Der Bun­des­rech­nungs­hof hat mit haar­sträu­ben­den Fall­bei­spie­len schwarz auf weiß belegt, dass die Kran­ken­kas­sen den Rechts­an­spruch der Eltern auf Mut­ter/­Va­ter-Kind-Kuren schlicht­weg miss­ach­ten Will­kür und Belie­big­keit wird den Kran­ken­kas­sen atte­stiert. Eine Über­ar­bei­tung der Begut­ach­tungs­richt­li­nie war vor die­sem Hin­ter­grund über­fäl­lig“, erläu­tert MdB Kram­me. Auch die Abge­ord­ne­te selbst wur­de in den letz­ten Jah­ren immer wie­der um Unter­stüt­zung gebe­ten, da Kur­an­trä­ge abge­lehnt wurden.

Durch die Kon­kre­ti­sie­rung der Richt­li­nie hin­sicht­lich ergän­zen­der Grün­de für einen Kur­an­spruch, die zur eigent­li­chen medi­zi­ni­schen Indi­ka­ti­on hin­zu­kom­men, wird es zu einer deut­li­chen ver­bes­ser­ten Bewil­li­gungs­pra­xis kom­men. Auch wer­den durch die Prä­zi­sie­run­gen der Richt­li­nie die Gut­ach­ten zügi­ger erar­bei­tet. Im Sin­ne der Betrof­fe­nen wird so aber vor allem für eine bes­se­re Trans­pa­renz und Nach­voll­zieh­bar­keit der Gut­ach­ten des Medi­zi­ni­schen Dien­stes der Kas­sen gesorgt.

Zum Ende des Jah­res 2012 soll die Bewil­li­gungs­pra­xis erneut eva­lu­iert wer­den. „Dies bie­tet allen Betei­lig­ten erneut die Gele­gen­heit ihre gewon­nen Erfah­run­gen gemein­sam und im Inter­es­se der Müt­ter und Väter zu ana­ly­sie­ren, um gege­be­nen­falls nach zu justie­ren“, so MdB Kramme.

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