Erzbischof Schick: "Kirche ist Gemeinde der Wohltäter"

Christsein ist Nachfolge und Nachahmung von Jesus Christus

(bbk). Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, aktiv mit Taten Jesus Christus nachzufolgen. Jesus habe bereits seinen Apostel gesagt. ‚An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen‘. „Die Kirche, die Gemeinde der Christen und jeder einzelne Christ sind ‚Wohltäter‘ und nicht ‚Klugredner’“, sagte der Bamberger Oberhirte am Sonntag (29.01.12) in Nürnberg in der Pfarrei Verklärung Christi anlässlich der Segnung der neuen Kindertagesstätte und des 40-jährigen Kirchenjubiläums.

Beim jüngsten Gericht würde der Weltenrichter uns heute fragen: „Was habt ihr getan für die Integration in euren Kindergärten, für die Kinder mit Migrationshintergrund, für die Eltern und Familien? Was habt ihr getan für die Asylanten, wie seid ihr mit ihnen umgegangen? Was habt ihr getan für die alten Menschen in euren Altenheimen und Hospizen?“ und „Wie habt ihr sie behandelt?“, sagte Erzbischof Schick.

Wohl kaum werde der Herr wissen wollen, „an wie vielen Sitzungen wir teilgenommen haben, wie viele Resolutionen wir verfasst, Kritiken los gelassen und Interviews gegeben haben.“ Die entscheidende Frage, die uns gestellt werde, sei wohl: „Was habt ihr für das Wohl anderer und für das Gemeinwohl eingebracht? Seid ihr Wohltäter gewesen?“ Dafür brauche es selbstverständlich auch Dialog und Gespräche. Auch habe Jesus Christus sich als Wohltäter der Menschen erwiesen. In den Psalmen werde Gott „Wohltäter seines Volkes“ genannt.

Mit Blick auf das 40-jährige Kirchenjubiläum von Verklärung Christi sagte der Bamberger Erzbischof: „Jede Kirche ist auch Instrument, das uns zu Christen und immer besseren Christen formen will.“

Zum Christsein gehöre das Hören auf Jesus und das Gehorchen. „Der Herr nennt uns die Zehn Gebote und darin müssen wir ihm gehorchen. Er nennt uns das Hauptgebot der Gottes- und der Nächstenliebe. Darin müssen wir ihn nachahmen.“ Letztlich zeichne sich Christsein durch die Nachfolge und Nachahmung von Jesus Christus aus.