Biber wie­der in der Wie­sent bei Kir­cheh­ren­bach heimisch

Frische Fraßsstellen des Bibers an der Wiesent bei Kirchehrenbach

Fri­sche Fraßs­stel­len des Bibers an der Wie­sent bei Kirchehrenbach

Der Biber ist eine streng geschütz­te Tier­art. Nun hat er in der Wie­sent bei Kir­cheh­ren­bach wie­der einen neu­en Stand­ort gefun­den. Fri­sche Fraß­spu­ren bestä­ti­gen sei­ne Ankunft. Mehr als 7 Bäu­me, gro­ße, klei­ne, dicke und dün­ne hat er umge­legt. Er ist nacht aktiv. Und wenn er sich für sei­ne Lebens­wei­se in der Wie­sent ent­schie­den hat, dann wird er sicher­lich jetzt sein neu­es Zuhau­se da ein­rich­ten. Es ist schon fas­zi­nie­rend wie sei­ne vier mei­ßel­ar­ti­gen Schnei­de­zäh­ne Prä­ses­si­ons­ar­beit beim Fäl­len der Bäu­me an den Tag legen. Der Biber muss nicht im Span­nungs­feld zwi­schen Natur­schutz und mensch­li­chen Nut­zungs­an­sprü­chen ste­hen. BN-Vor­sit­zen­der Kat­ten­beck: „in der öffent­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung ver­ur­sacht der Biber mit sei­ner Heim­kehr man­chen Orts nega­ti­ve Schlag­zei­len. Das hat er nicht ver­dient. Denn: Er wur­de schon ein­mal vom Men­schen aus­ge­rot­tet. Er ist eine Berei­che­rung unse­rer Kul­tur­land­schaft. Jetzt ist er wie­der zurück gekehrt und möch­te hei­misch wer­den. Guter Wil­le und ein Zusam­men­wir­ken aller Betrof­fe­nen ist von­nö­ten, um auf Dau­er die Exi­stenz des Bibers zu gewährleisten.

„Es wäre ein Armuts­zeug­nis für unse­re Gesell­schaft, wür­den wir den Biber zum zwei­ten Male aus unse­rer Gegend ver­trei­ben, ist er doch bereits seit Mil­lio­nen Jah­ren ein ste­ter Bewoh­ner unse­rer Fließ­ge­wäs­ser. Dass der Biber als akti­ver Gestal­ter sei­ner Umwelt zuwei­len auch Pro­ble­me berei­tet soll­te für uns ein Anlass sein, neben der Scha­des­re­gu-lie­rung vor allem auf die Bewah­rung und Rena­tu­ie­rung unse­rer Fluß- Teich- und Auen­be­rei­che hin­wir­ken,“ so BN-Vor­sit­zen­der Hein­rich Kattenbeck.

Der BN-Vor­sit­zen­de ist erfreut, dass der Biber wei­ter im Vor­marsch ist, auch in unse­rem Land­kreis, sowohl in der Aisch als auch in der Wie­sent. Es ist unbe­strit­ten, dass die stärk­sten Effek­te auf Fau­na und Flo­ra sich beson­ders dort zei­gen, wo der Biber auf­grund des wech­seln­den Was­ser­stan­des klei­ner Bäche und Grä­ben Däm­me anle­gen muss. Zwei­fels­oh­ne ist der Biber ein Land­schafts­ge­stal­ter, der ohne Rast und Ruh sei­ne Umge­bung in einen für ihn zweck­mä­ßi­gen und natür­li­chen Lebens­raum umzu­ge­stal­ten ver­sucht. Der Lebens­raum des Bibers beschränkt sich auf einen Ufer­be­reich von weni­ger als 10 m Ent­fer­nung vom Gewäs­ser. Gren­zen Tei­che an sein Revier im Fließ­ge­wäs­ser an, so ver­sucht er die­se in sein Revier mit ein­zu­be­zie­hen. Dass der Biber hier­bei bei sei­ner „Arbeit“ mit land­wirt­schaft­li­chen und teich­wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen kol­li­diert, liegt auf der Hand.

Aber, wo ein Wil­le ist ist auch ein Weg, die eine Koexi­stenz von Biber und Mensch ermög­licht. Daher Kattenbeck‘s BN-Apell und Bit­te an die Land­wir­te und Teich­wir­te: „Nehmt den Biber als Freund an und nutzt eure land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen dort wo der Biber bei uns lebt, also nicht zu nahe an die Fließ­was­ser­gren­ze, damit die schwe­ren Maschi­nen der Land­wir­te nicht in die Ver­bin­dungs­röh­ren und Baue des Bibers ein­bre­chen und es so zu Schä­den an Gerät und Maschi­ne kommt.

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