Neu­jahrs­emp­fang läu­tet 1000-jäh­ri­ges Dom­ju­bi­lä­um ein

Bam­ber­ger Dom ist Ort des christ­li­chen Glaubens

(bbk). Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat ein­dring­lich dazu auf­ge­ru­fen den Bam­ber­ger Dom und die Kir­chen als Orte christ­li­chen Lebens und Glau­bens heu­te und in Zukunft zu erhal­ten. Er ertei­le allen Gedan­ken­spie­len an eine ander­wei­ti­ge Ver­wen­dung des Doms eine kla­re Absa­ge, sag­te der Bam­ber­ger Ober­hir­te bei sei­nem Neu­jahrs­emp­fang am Sams­tag (14.01.12). „Unser Dom soll erhal­ten blei­ben als Bau­werk roma­nisch-goti­scher Kunst und als Kir­che für den christ­li­chen Glauben.“

Auch von den ande­ren rund 800 Kir­chen und Kapel­len im Erz­bis­tum Bam­berg soll­ten kei­ne abge­ris­sen, umge­wid­met oder zweck­ent­frem­det wer­den, sag­te Erz­bi­schof Schick. Das Dom­ju­bi­lä­um sol­le dazu anre­gen Kir­che aus leben­di­gen Stei­nen auf­zu­bau­en. „Als Chri­sten dür­fen und müs­sen wir mehr Zusam­men­ge­hö­rig­keit und mehr Eifer in Ver­kün­di­gung, im Got­tes­dienst und gesell­schaft­li­chen Ein­satz ent­wickeln. Wir sol­len in die­sem Jahr hei­li­ger, authen­ti­scher und akti­ver Kir­che werden!“

Erz­bi­schof Schick rief zudem zu einer ethisch-mora­li­schen Erneue­rung der Gesell­schaft auf: „Was sind über­haupt Rei­che, wenn die Gerech­tig­keit fehlt, ande­res als gro­ße Räu­ber­ban­den“, zitier­te der Bam­ber­ger Ober­hir­te den hei­li­gen Augu­sti­nus. Der Bam­ber­ger Ober­hir­te beton­te die Bedeu­tung von Ver­trau­en, Ehr­lich­keit, Treue, Ach­tung und Wert­schät­zung. „Die Kar­di­nal­tu­gen­den und die Sekun­där­tu­gen­den zu pre­di­gen und die Vor­aus­set­zun­gen für jedes Staats­we­sen zu schaf­fen, dafür ist die Kir­che wichtig.“
Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof begrüß­te als Fest­red­ner Pro­fes­sor Dethard von Win­ter­feld, der sich seit Jahr­zehn­ten wis­sen­schaft­lich mit dem Bam­ber­ger Dom aus­ein­an­der­setzt. Auch wenn der jet­zi­ge Dom aus dem Jahr 1237 stam­me, so sei es doch legi­tim, das 1000-jäh­ri­ge Dom­ju­bi­lä­um zu fei­ern, sag­te von Win­ter­feld. Schließ­lich sei die Bam­ber­ger Bischofs­kir­che seit einem Jahr­tau­send ein Ort des „immer­wäh­ren­den Gebets“.

Von Anfang an sei die Bam­ber­ger Kathe­dra­le als Bischofs­kir­che geplant gewe­sen. Hier wer­de wei­ter­hin die Lit­ur­gie gefei­ert, auch wenn sich die­se im Lau­fe der Jahr­hun­der­te gewan­delt habe. Der Dom sei in der Bam­ber­ger Alt­stadt ver­traut, in den Glas­fas­sa­den der heu­ti­gen Archi­tek­tur von Frank­furt oder Ber­lin wür­de er wohl wie ein Fremd­ling wirken.

Das 1000-jäh­ri­ge Dom­ju­bi­lä­um jährt sich am 6. Mai 2012. Der erste Bam­ber­ger Dom wur­de vom dama­li­gen König Hein­rich II. und sei­ner Gemah­lin Kuni­gun­de initi­iert. Weni­ge Jah­re zuvor, an Aller­hei­li­gen 1007, wur­de das Bis­tum Bam­berg gegründet.
Am Neu­jahrs­emp­fang nah­men rund 1300 Per­so­nen aus Poli­tik, Kir­che und Gesell­schaft teil, dar­un­ter auch der baye­ri­sche Innen­mi­ni­ster Joa­chim Herr­mann, zahl­rei­che Abge­ord­ne­te aus dem Bun­des­tag und dem baye­ri­schen Landtag.

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