Pira­ten wol­len freie Fahrt in Forchheim

Nach dem Erfolg der Pira­ten in Ber­lin, ström­ten vie­le Neu­mit­glie­der zum ober­frän­ki­schen Bezirks­ver­band. Auch in Forch­heim hat sich ein Kreis gebil­det, der die loka­le Poli­tik ver­än­dern möch­te, die Ideen sind dabei vielfältig.

Her­aus­ste­chend ist dabei vor allem der Gedan­ke der Ein­füh­rung eines fahr­schein­lo­sen Stadt­ver­kehrs. Die­ser bräch­te vie­le Vor­tei­le sowohl für die Forch­hei­mer Bür­ger als auch für die Geschäfts­leu­te der Stadt, so die Pira­ten. “Die Attrak­ti­vi­tät vie­ler Innen­städ­te lei­det häu­fig unter deren Ver­kehrs­an­bin­dung. Vie­le Geschäf­te vor den Toren der Stadt wer­den meist auf­grund der bes­se­ren Erreich­bar­keit mit dem pri­va­ten Kfz denen in den Innen­städ­ten bevor­zugt”, erläu­tert dazu Maxi­mi­li­an Ryb­ka, Vor­sit­zen­der der Pira­ten in Ober­fran­ken. „Wir kön­nen nicht immer mehr Stra­ßen und Park­plät­ze bau­en, son­dern müs­sen die Ursa­chen in Angriff neh­men, um die Stadt zu ent­la­sten“, meint dazu ergän­zend der Hau­se­ner Pirat und Initia­tor der Idee Patrick Weber dazu.

Senio­ren erhiel­ten durch den fahr­schein­lo­sen städ­ti­schen Nah­ver­kehr ein­fa­che­re und grö­ße­re Mobi­li­tät und Schul­kin­der aus Forch­heim kön­nen bei schlech­tem Wet­ter auf den Bus zurück­grei­fen. Von einer vom Auto­ver­kehr ent­la­ste­ten Innen­stadt wür­den nicht zuletzt alle pro­fi­tie­ren. Para­de­platz und Horn­schuch­al­lee wür­den wie­der attrak­ti­ver, wenn der Stra­ßen­ver­kehr und der damit ver­bun­de­ne Ver­kehrs­lärm redu­ziert würden.

Dies kann nach Mei­nung der Pira­ten erreicht wer­den, wenn die ohne­hin meist schon bestehen­den Park&Ride Flä­chen bes­ser genutzt und bewor­ben wür­den. Auch die städ­ti­schen Bus­li­ni­en sind aktu­ell noch nicht voll aus­ge­la­stet, obwohl das vor­han­de­ne Lini­en­netz das gan­ze Stadt­ge­biet bereits gut abdeckt. Kosten durch etwai­ge zusätz­li­che Fahr­ten wür­den somit vor­erst gar nicht entstehen.

Dass es funk­tio­nie­ren kann, sehe man an der bel­gi­schen Stadt Has­selt, die seit Mit­te der Neun­zi­ger Jah­re einen Null­ta­rif ein­ge­führt habe und sogar die dadurch über­flüs­sig gewor­de­nen Stra­ßen zurück­bau­en konn­te, füh­ren die Pira­ten in ihrer Pres­se­mit­tei­lung an.

Inter­es­sier­te Bür­ger und Bür­ge­rin­nen sind zu einer kon­struk­ti­ven Mit­ar­beit herz­lich ein­ge­la­den, heißt es abschlie­ßend. Ersten Kon­takt kön­ne man hier­zu in unge­ra­den Wochen mon­tags beim Stamm­tisch der Pira­ten im Gast­haus „Roter Ochs“ im Forch­hei­mer Orts­teil Burk aufnehmen.

Schreibe einen Kommentar