Bro­se Bas­kets: Heim­se­rie hat wei­ter Bestand

Die Bro­se Bas­kets haben ihrer ein­ein­halb Jah­re wäh­ren­den natio­na­len Sie­ges­se­rie in eige­ner Hal­le einen wei­te­ren Erfolg hin­zu­ge­fügt. Im Nach­hol­spiel des neun­ten Spiel­ta­ges bezwang der amtie­ren­de Dou­b­le­ge­win­ner die EWE Bas­kets Olden­burg mit 84:57 (37:27). Bester Wer­fer der Ober­fran­ken war Tibor Pleiß, der neben 17 Punk­ten auch elf Rebounds auf­leg­te. Juli­us Jenkins und P.J. Tucker scor­ten mit je 16 Zäh­lern eben­falls zweistellig.

Im ersten Heim­spiel des Bas­ket­ball­jah­res 2012 beka­men Anton Gavel, Bri­an Roberts, Casey Jacob­sen, P.J. Tucker und Mar­cus Slaugh­ter das Ver­trau­en ihres Trai­ners geschenkt, des­sen Pen­dant Pre­drag Kru­nic zu Beginn Brown, Has­b­rouck, Paul­ding, Bur­rell und Chubb ins Ren­nen schick­te. Nach anfäng­li­cher Punk­te­flau­te sorg­te Bob­by Brown mit den ersten bei­den Punk­ten für die EWE Bas­kets für Zähl­ba­res auf dem Scoreboard. Tucker von der Frei­wurf­li­nie und Kapi­tän Jacob­sen per Drei­er zeich­ne­ten auf Bam­ber­ger Sei­te für die ersten Zäh­ler ver­ant­wort­lich. Damit nahm die Begeg­nung nach zer­fah­re­ner Anfangs­pha­se lang­sam Fahrt auf. Der ein­ge­wech­sel­te Pleiß block­te einen Sprung­wurf Has­b­roucks humor­los und unter­strich damit die Olden­bur­ger Pro­ble­me im Abschluss. PJ Tucker, der Mann des Abends auf Sei­ten der Bro­se Bas­kets erhöh­te auf 9:2. Zwar stand die Abwehr des Mei­ster jetzt sehr gut, selbst aber ver­säum­te man es vor­ne die vie­le Chan­cen zu ver­wer­ten. Durch schnel­les Umschal­ten und einen auf bei­den Sei­ten des Fel­des her­aus­ra­gen­den Kar­sten Tad­da erar­bei­te­ten sich die Haus­her­ren nichts­de­sto­trotz zum Ende des ersten Durch­gangs einen 20:14-Vorsprung.

Tucker und Pleiß dominieren
Deut­lich höher dann das Tem­po im zwei­ten Spiel­ab­schnitt. Schnel­le Punk­te auf bei­den Sei­ten mar­kier­ten den 29:23 Zwi­schen­stand. Das Spiel blieb offen. Die Umstel­lung auf Zonen­ver­tei­di­gung bei den Don­ner­vö­geln stör­te das Angriff­spiel der Bro­se Bas­kets aber nur kurz, als man drei Angrif­fe in Fol­ge ohne Punk­te blieb. PJ Tucker gab von “down­town“ schließ­lich die rich­ti­ge Ant­wort auf die tak­ti­sche Maß­nah­me des Geg­ners und erhöh­te auf 34:23. Pleiss und Tucker, die bei­den Prot­ago­ni­sten im zwei­ten Vier­tel, stell­ten schließ­lich den 37:27 Halb­zeit­stand her.

Bam­berg setzt sich ab
Mit 27:15 für die Bro­se Bas­kets sprach die Rebound­bi­lanz der ersten Hälf­te eine deut­li­che Spra­che. Indi­vi­du­ell und als Team arbei­te­ten die Gast­ge­ber in die­sem Bereich deut­lich bes­ser als zuletzt in Bay­reuth. Den­noch aber star­te­te Olden­burg über Bur­rell, Paul­ding und Brown mit etwas mehr Schwung in die zwei­te Halb­zeit und nach einem kra­chen­den Chubb-Dunk zum 39:35 waren die Nord­deut­schen plötz­lich wie­der dran. Slaugh­ter und Jacob­sen setz­ten den Kon­ter, wäh­rend Kru­nic gar nicht erst Gefahr lau­fen woll­te, wie­der deut­li­cher ins Hin­ter­tref­fen zu gera­ten und die Aus­zeit nahm. Bam­berg war jedoch hell­wach, fing zwei­mal den Pass­ver­such nach außen des zum Korb zie­hen­den Brown ab und setz­te sich durch Tref­fer von Jacob­sen und Tad­da wie­der auf 48:35 ab. Vom anfäng­li­chen Schwung der EWE Bas­kets war in der Fol­ge nicht mehr viel zu sehen, zum Erfolg führ­ten wenn dann Ein­zel­ak­tio­nen wie im Fal­le von Brown zum 41:55 aus Sicht der Gäste. Ein unmo­ti­vier­tes, als unsport­lich geahn­de­tes Foul von Bur­rell gegen den zum Korb zie­hen­den Slaugh­ter offen­bar­te der­weil die defen­si­ven Män­gel, die der Gefoul­te selbst mit vier Punk­ten und Tucker per Drei­er zum 62:43 gna­den­los bestraf­ten. Jenkins leg­te einen Tref­fer von jen­seits der 6,75m nach, womit nach 30 Minu­ten end­gül­tig die Vor­ent­schei­dung gefal­len war (65:43).

Bam­ber­ger Young­ster erhal­ten Minuten
Die ersten Minu­ten des Schluss­vier­tels bestä­tig­ten den Ein­druck, dass die Gäste nicht mehr an eine Rück­kehr glaub­ten. Wil­de Schüs­se nach dem ersten Pass oder Ein­zel­ak­tio­nen präg­ten das Bild, wäh­rend für die Haus­her­ren Pleiß sein Dou­ble-Dou­ble per­fekt mach­te. 76:50 hieß es nach Jenkins’ Halb­di­stanz­tref­fer vier Minu­ten vor dem Ende der Begeg­nung, in der sich bei­de Kon­tra­hen­ten längst nicht mehr weh taten. Phil­ipp Neu­mann war zu die­sem Zeit­punkt bereits für den star­ken Tucker ein­ge­wech­selt, 2:48 Minu­ten vor Schluss durf­te mit Dani­el Schmidt der näch­ste Bam­ber­ger Young­ster sein Auf­wärmshirt able­gen. Auch für die Olden­bur­ger been­de­te die zwei­te Gar­ni­tur die Par­tie, die der Dop­pel-Mei­ster letzt­lich klar mit 84:57 gegen sei­nen Vor­gän­ger für sich entschied.

Bro­se Bas­kets: Pleiß (17), Jenkins (16), Tucker (16), Slaugh­ter (9), Jacob­sen (8), Roberts (7), Tad­da (7), Neu­mann (4), Gavel, Schmidt

EWE Bas­kets Olden­burg: Brown (19), Has­b­rouck (9), Majsto­ro­vic (9), Bur­rell (8), Chubb (8), Bahi­en­se de Mel­lo (2), Bur­rell (2), Free­se, Razis, Seho­vic, Smit

Schreibe einen Kommentar