Ger­ber­wis­sen und Schwert­kunst: Work­shops für Erwach­se­ne im Pfalzmuseum

Anmel­dung ab 10. Januar

Schuhwerk aus dem Mittelalter ist auch im Archäologiemuseum Oberfranken im 2. Obergeschoss zu sehen: Im Bild die Münchner Restauratorin für archäologisches Kulturgut Ingrid Wiesner bei der Restauration der Lederschuhe aus der Stadtkerngrabung in Bayreuth. Diese stammen aus einem Brunnen des 14. Jahrhunderts. Im Workshop im Pfalzmuseum Forchheim fertigen die Teilnehmer ein eigenes Paar Bundschuhe.

Ingrid Wies­ner bei der Restau­ra­ti­on der Leder­schu­he aus der Stadt­kern­gra­bung in Bayreuth

Ab Diens­tag, dem 10. Janu­ar 2012 kön­nen sich erwach­se­ne Mit­tel­alt­er­fans zur Mit­tel­al­ter­werk­statt in der Kai­ser­pfalz anmel­den. Für Schnell­ent­schlos­se­ne bie­tet das Pfalz­mu­se­um Forch­heim zwei Ter­mi­ne an, um sich mit alt­her­ge­brach­ten Tech­ni­ken und Kün­sten zu beschäftigen:

Das Hand­werk des Schuh­ma­chers war im Mit­tel­al­ter eine gefrag­te Fer­tig­keit. Im Work­shop „Leder­ver­ar­bei­tung, Werk­zeug und Ger­ber­wis­sen, die Bund­schuh­her­stel­lung“ am Sams­tag, dem 04. Febru­ar 2012 von 10.00 bis 16.30 Uhr im Pfalz­mu­se­um Forch­heim erklärt die Mit­tel­al­ter­ar­chäo­lo­gin Andrea Bischof vom Bam­ber­ger Büro für ange­wand­te Archäo­lo­gie, Agil, die ursprüng­li­chen Her­stel­lungs­pro­zes­se von Leder.

Die­ser Roh­stoff war im Mit­tel­al­ter unent­behr­lich für die unter­schied­lich­sten Pro­duk­te. Jeder Teil­neh­mer fer­tigt im Work­shop sein eige­nes Paar Bund­schu­he. Schuh­werk aus dem Mit­tel­al­ter ist auch im Archäo­lo­gie­mu­se­um im 2. Ober­ge­schoss zu sehen: Die Leder­schu­he aus der Stadt­kern­gra­bung in Bay­reuth stam­men aus einem Brun­nen des 14. Jahr­hun­derts. Der Kurs fin­det im Gewöl­be­kel­ler der Kai­ser­pfalz statt und kostet 42,00 € pro Per­son. Werk­zeu­ge und Mate­ri­al wer­den gestellt. Die Teil­nah­me ist nur mit Vor­anmel­dung im Pfalz­mu­se­um möglich.

Gro­ßer Beliebt­heit erfreut sich jedes Jahr das Semi­nar „Histo­ri­sches Schwert­fech­ten“ des Mit­tel­al­ter­hi­sto­ri­kers Chri­sto­pher Retsch von Agil: Nicht nur in Asi­en, auch bei uns in Euro­pa gab es frü­her hoch ent­wickel­te Kampf­kün­ste. Das Fech­ten mit dem lan­gen Schwert ohne Rüstung, das so genann­te „Bloß­fech­ten“ in der Tra­di­ti­on des Mei­sters Lich­ten­au­er zählt dazu. Im stim­mungs­vol­len Ambi­en­te der Kai­ser­pfalz zeigt Retsch am Sams­tag, dem 11. Febru­ar 2012 von 10.00 bis 16.30 Uhr die Grund­la­gen die­ser, nach den Quel­len des 14. bis 16. Jahr­hun­derts rekon­stru­ier­ten Kampf­kunst mit dem Schwert. Das Semi­nar ist für Teil­neh­mer ab 18 Jah­re gedacht und kostet 42,00 € pro Per­son. Die Teil­nah­me ist nur mit Vor­anmel­dung im Pfalz­mu­se­um mög­lich. Die Trai­nings­schwer­ter wer­den gestellt, Sport­klei­dung bit­te mitbringen.

Die Teil­nah­me ist nur mit Vor­anmel­dung mög­lich, die Teil­neh­mer­zahl ist begrenzt! Die Ter­mi­ne kön­nen ab 10. Janu­ar 2012 im Pfalz­mu­se­um (Kapel­len­str. 16, 91301 Forch­heim; Tel.: 09191/714–327 oder an der Muse­ums­kas­se Tel.: 09191/714–326) gebucht werden.

Schreibe einen Kommentar