Gedan­ken zu Weih­nach­ten von Erz­bi­schof Dr. Lud­wig Schick

Was hat der Weih­nachts­baum mit Weih­nach­ten zu tun?

Weihnachtsbaum

Weih­nachts­baum

(bbk) Der Weih­nachts­baum gehört heu­te für vie­le und welt­weit zu Weih­nach­ten wie das Amen zur Kir­che. Aber mit dem Ursprung von Weih­nach­ten hat er nichts, aber auch gar nichts zu tun. Die Bibel erwähnt im Bericht von der Geburt Chri­sti kei­nen Baum.

Der Weih­nachts­baum ist ein ganz bestimm­ter Baum, kein Laub­baum und auch nicht irgend­ein Nadel­baum. Nur eine Tan­ne oder Fich­te ist „weih­nachts­baum­taug­lich“. Der Tan­nen­baum kann den Sinn von Weih­nach­ten erschließen.

Mei­ne Mut­ter hat uns Kin­dern mit fol­gen­dem Lied, das sie uns vor­ge­sun­gen hat, den Sinn des Weih­nachts­bau­mes erschlossen:

„O Tan­nen­baum, o Tannenbaum,
wie treu sind dei­ne Blätter.
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein auch im Win­ter wenn es schneit.
O Tan­nen­baum, o Tannenbaum,
wie treu sind dei­ne Blätter.“

„O Tan­nen­baum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit,
ein Baum von dir mich hoch erfreut.
O Tan­nen­baum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.“

„O Tan­nen­baum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.
Die Hoff­nung und Beständigkeit,
gibt Mut und Kraft zu jeder Zeit.
O Tan­nen­baum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.“

Mei­ne Mut­ter erklär­te uns: „Jesus hat uns bei sei­ner Geburt das gött­li­che Leben gebracht. Das ist stark und unver­gäng­lich, es „grünt“ immer in fro­hen und schwe­ren Zei­ten (Som­mer wie Win­ter); es erträgt auch unse­re Sün­den und alles Böse die­ser Welt (so wie die Tan­ne den Schnee und Frost im Win­ter und die Hit­ze im Som­mer erträgt). Das gött­li­che Leben bleibt auch immer, es ist treu und unver­än­der­lich, so wie der Tan­nen­baum. Und das gött­li­che Leben in uns macht auch uns im Leben und Tun treu, stark, ver­läss­lich und unsterb­lich. Mit den Ker­zen, Christ­baum­ku­geln und Ster­nen am Baum ehren wir das gött­li­che Leben, das uns das Jesus­kind bringt und dan­ken ihm dafür.“

Mei­ne Mut­ter hat uns unver­gess­lich den Sinn des Weih­nachts­bau­mes erschlos­sen. Seit­dem gehört der Baum für mich zu Weih­nach­ten, wie das Amen zur Kir­che. Er ist ein schö­nes und spre­chen­des Weihnachtssymbol.

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