save me Grup­pe Forch­heim: “Jetzt erst recht: Flücht­lin­ge in Forch­heim, Bay­ern, in Deutsch­land aufnehmen!”

Dem Ras­sis­mus entgegentreten

Anläss­lich der mor­gi­gen Lich­ter­ket­te in Forch­heim zum Geden­ken an die Opfer des rechts­ex­tre­men Ter­rors appel­liert die save me Grup­pe Forch­heim an Zivil­ge­sell­schaft und Par­tei­en auch prak­tisch ein Zei­chen zu set­zen. „Bereits 44 Städ­te in Deutsch­land haben sich bereit­erklärt, Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men“, so Patrick Schroll von save me. „Auch Forch­heim soll­te sei­nen Bei­trag lei­sten.“ Wie mehr und mehr deut­lich wird, haben sich rechts­ex­tre­me Kräf­te in Fran­ken eine Akti­ons­ba­sis geschaf­fen. Der jüng­ste Fall der Divi­si­on Fran­ken in Eggols­heim zeigt dies ein­dring­lich. Umso wich­ti­ger ist es, die­sem Men­schen­hass etwas entgegenzusetzen.

Lisa Badum betont: „In der Sam­mel­auf­nah­me­stel­le in Zirn­dorf sind im Moment 667 Men­schen unter­ge­bracht, die Ein­rich­tung ist aber nur für 500 Per­so­nen aus­ge­legt. Die­se Zustän­de sind uner­träg­lich.“ Zirn­dorf steht exem­pla­risch für den Abbau von Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten von Asyl Suchen­den. So ist trotz der eigent­lich gerin­gen Zahl von Asyl­be­wer­be­rIn­nen die Kapa­zi­täts­gren­ze deut­scher Ein­rich­tun­gen über­schrit­ten. Eine Bereit­schaft ver­stärkt Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men, wür­de dafür sor­gen, dass sich auch die Infra­struk­tur verbessert.

„Wir for­dern neben sym­bo­li­schen Gesten auch ein ech­tes Bekennt­nis zum Mit­ein­an­der. Nach den posi­ti­ven Erfah­run­gen bei der Inte­gra­ti­on ira­ki­scher Kon­tin­gent­flücht­lin­ge, die 2009 über die UN nach Mün­chen gekom­men sind, sowie den jewei­li­gen Stadt­rats­be­schlüs­sen zur Auf­nah­me von Flücht­lin­gen in Mün­chen, Nürn­berg und Lauf, soll­te der Forch­hei­mer Stadt­rat nach­zie­hen“, so die Grün­de­rin der save me Grup­pe, Sarah Her­gen­rö­ther vom Münch­ner Flüchtlingsrat.

Die save me Grup­pe Forch­heim möch­te errei­chen, dass in Forch­heim ein Stadt­rats­be­schluss zur Auf­nah­me von Flücht­lin­gen gefasst wird.

Bun­des­weit fällt heu­te die Ent­schei­dung über ein Auf­nah­me­pro­gramm bei der Innen­mi­ni­ster­kon­fe­renz. Alle save me Grup­pen appel­lie­ren zusam­men mit der Mut­ter­or­ga­ni­sa­ti­on PRO ASYL an die Innen­mi­ni­ste­rIn­nen von Bund und Län­dern, einen für den Schutz der Flücht­lin­ge welt­weit wich­ti­gen Schritt zu unter­neh­men und end­lich ihre Bereit­schaft zur Mit­wir­kung am Resett­le­ment-Pro­gramm des UNHCR zu erklären.

Vor­dring­lich ist die Auf­nah­me der rund 5.000 Flücht­lin­ge, die sich in Tune­si­en, Liby­en und Ägyp­ten in aus­weg­lo­ser Lage befin­den. Gera­de ein­mal 374 Auf­nah­me­plät­ze wur­den von EU-Staa­ten zuge­sagt – Deutsch­land ist bis­lang nicht dar­un­ter. Je mehr Städ­te eine Auf­nah­me for­dern, desto weni­ger kann sich die Bun­des­ebe­ne dem aber verweigern.

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