Stadt Bay­reuth und Ver­mes­sungs­amt schlie­ßen Ver­ein­ba­rung über die Nut­zung von Geobasisdaten

Flat­rate für Geodaten

Stephan Scholz (Vermessungsamt Bayreuth), OB Dr. Michael Hohl, der Leiter des VB Karl Gläßl und Elke Nützel (VB).

Ste­phan Scholz (Ver­mes­sungs­amt Bay­reuth), OB Dr. Micha­el Hohl, der Lei­ter des VB Karl Gläßl und Elke Nüt­zel (VB).

Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Micha­el Hohl und der Lei­ter des Ver­mes­sungs­am­tes Bay­reuth, Ver­mes­sungs­di­rek­tor Karl Gläßl, haben am heu­ti­gen Mitt­woch, 7. Dezem­ber, im Rat­haus eine Ver­ein­ba­rung über die Nut­zung von Geo­ba­sis­da­ten des Ver­mes­sungs­am­tes in der Stadt­ver­wal­tung unter­zeich­net. „Mit die­ser Ver­ein­ba­rung stellt sich die Stadt Bay­reuth zukunfts­si­cher im Bereich der Geo­in­for­ma­ti­on auf“, so die gemein­sa­me Ein­schät­zung von Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Hohl und Ver­mes­sungs­amts­lei­ter Gläßl.

Kom­mu­nen und Bür­ger pro­fi­tie­ren in viel­fäl­ti­ger Form von geo­gra­phi­schen Infor­ma­tio­nen. Vie­le kom­mu­na­le Ent­schei­dun­gen bezie­hen sich auf Grund und Boden und vie­le Anfra­gen von Bür­gern an die Ver­wal­tung eben­falls: Wie hoch ist der Boden­richt­wert? Wel­che Fest­set­zun­gen trifft der Bebau­ungs­plan? Wo läuft mei­ne Grund­stücks­gren­ze? Gibt es Leer­roh­re für Daten­lei­tun­gen in mei­nem Wohn­ge­biet? Sol­che und ähn­li­che Fra­ge­stel­lun­gen kön­nen heu­te mit weni­gen Maus­klicks beant­wor­tet wer­den. Geo­in­for­ma­ti­ons­sy­ste­me unter­stüt­zen die Kom­mu­nen bei ihrer täg­li­chen Arbeit. Doch die­se Syste­me benö­ti­gen Basis­da­ten, also Kar­ten, Luft­bil­der und vie­les mehr, die die Baye­ri­sche Ver­mes­sungs­ver­wal­tung zur Ver­fü­gung stellt.

Jetzt pro­fi­tie­ren die baye­ri­schen Städ­te und Gemein­den von einer neu­en Gene­ral­ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Finanz­mi­ni­ste­ri­um und dem Baye­ri­schen Städ­te- und Gemein­de­tag, in deren Rah­men sämt­li­che Geo­ba­sis­da­ten den Kom­mu­nen zum gün­sti­gen Pau­schal­preis zur Ver­fü­gung gestellt wer­den – sozu­sa­gen „eine Flat­rate für Geo­da­ten“! Die Stadt Bay­reuth ist die­ser Ver­ein­ba­rung nun bei­getre­ten und bekommt eine Viel­zahl von Geo­da­ten über das Ver­mes­sungs­amt Bay­reuth zur Nut­zung an allen städ­ti­schen Arbeits­plät­zen. Es sind dies unter ande­rem digi­ta­le topo­gra­phi­sche Kar­ten der ver­schie­den­sten Maß­stä­be, aktu­el­le Luft­bil­der vom Mai die­ses Jah­res, aber auch Color-Infra­rot-Luft­bil­der, die eine bes­se­re Dif­fe­ren­zie­rung der Vege­ta­ti­on und ver­sie­gel­ter Flä­chen zulassen.

Zudem wird die drit­te Dimen­si­on bedient: Mit Hil­fe eines digi­ta­len Gelän­de­mo­dells wird die Erd­ober­flä­che drei­di­men­sio­nal dar­ge­stellt. Die­se Daten sind mitt­ler­wei­le uner­läss­lich für Pla­nun­gen, beson­ders im Bereich des Hoch­was­ser­schut­zes. Drei­di­men­sio­na­le Gebäu­de­mo­del­le bil­den außer­dem sämt­li­che Gebäu­de des Stadt­be­reichs als Klötz­chen­mo­dell ab und bedie­nen Lärm­aus­brei­tungs- und Ener­gie­be­darfs­ana­ly­sen, sind aber auch zur Ortung und Navi­ga­ti­on oder in der Stadt­pla­nung einsetzbar.

Letzt­end­lich bekommt die Stadt auch Zugriff auf den Satel­li­ten­po­si­tio­nie­rungs­dienst SAPOS®, der es ermög­licht, mit Hil­fe von vor­han­de­nen Posi­tio­nie­rungs­sy­ste­men zen­ti­me­ter­ge­naue Lage- und Höhen­fest­le­gun­gen im Gelän­de zu tref­fen. Über Online­dien­ste kön­nen die städ­ti­schen Mit­ar­bei­ter auf tages­ak­tu­el­le Ver­mes­sungs­da­ten zugreifen.

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