Front gegen die Stimm­kreis­re­form wächst wei­ter: Grü­ne begrü­ßen die Kla­ge des Land­krei­ses Wunsiedel

Nach den Kla­gen des Land­krei­ses Kulm­bach und der grü­nen Bezirk- und Kreis­vor­stän­de aus Ober­fran­ken hat heu­te auch der Kreis­tag in Wun­sie­del beschlos­sen, Ver­fas­sungs­kla­ge beim baye­ri­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hof gegen den umstrit­te­nen „Hundeknochen“-Stimmkreis ein­zu­le­gen. Die­se Ent­schei­dung löste bei den Klä­gern in Rei­hen der ober­frän­ki­schen Grü­nen brei­te Zustim­mung aus. „Eine gute Ent­schei­dung für Ober­fran­ken“ sag­te der Initia­tor der grü­nen Kla­ge, Andre­as Lösche dazu. Dies zei­ge, dass die Ober­fran­ken nicht alles mit sich machen ließen.

Die Wun­sied­ler Kreis­rä­tin und Kreis­vor­sit­zen­de Bri­git­te Art­mann freut sich, dass sich nun auch der Land­kreis Wun­sie­del um das Grund­recht auf Gleich­be­hand­lung und Nicht-dis­kri­mi­nie­rung bei Wah­len in Bay­ern bemühe.

Ein nicht gewach­se­ner Wahl­kreis in der Form eines Hun­de­kno­chens mache die Land­krei­se Wun­sie­del und Kulm­bach ein­fach lächerlich.

Unter­des­sen wächst auch in Rei­hen der ober­frän­ki­schen Grü­nen die Liste der Klä­ger. Nach den Kreis­vor­stän­den aus den Land­krei­sen Hof, Wun­sie­del, Coburg, Bay­reuth und Bam­berg haben sich mit Lisa Badum und Edith Berg nun auch Kreis­vor­sit­zen­de aus Forch­heim und Kulm­bach angeschlossen.

Die Kla­ge der Grü­nen soll Anfang der kom­men­den Woche ein­ge­reicht wer­den. Für Andre­as Lösche zeigt die Kla­ge­wel­le gegen die Stimm­kreis­re­form auch ein kla­res poli­ti­sches Signal: „Ober­fran­ken ist nicht Pri­vat­be­sitz der CSU“ sag­te er. Aus Sicht der Grü­nen sei es äußerst erfreu­lich, dass sich hier eine Uni­on für Ober­fran­ken quer durch alle poli­ti­schen Lager zusammenfinde.

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