Ober­frän­ki­sche SPD zufrie­den: Neu­es Abfall­ge­setz im Vermittlungsausschuss

Die ober­frän­ki­sche SPD begrüßt, dass die Novel­le zum Kreis­lauf­wirt­schafts- und Abfall­ge­setz zunächst im Bun­des­rat gestoppt wur­de. „Die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung, die pri­va­te Wirt­schaft zu Lasten der Kom­mu­nen zu begün­sti­gen, sind nicht hin­nehm­bar“, kri­ti­siert die ober­frän­ki­sche SPD-Che­fin Anet­te Kram­me. Trotz Ver­bes­se­run­gen in letz­ter Minu­te wäre über die Zulas­sung gewerb­li­cher Samm­lun­gen wei­ter­hin Rosi­nen­picke­rei zugun­sten der pri­va­ten Wirt­schaft mög­lich gewe­sen. Die geplan­te wei­te­re „Libe­ra­li­sie­rung“ der Haus­müll­ent­sor­gung zu Gun­sten Pri­va­ter tra­ge die Hand­schrift der FDP und sei klar klientelorientiert.

Die Mehr­heit des Bun­des­rats folg­te mit der Anru­fung des Ver­mitt­lungs­aus­schus­ses der Ansicht von SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Ver­di, Umwelt­ver­bän­den, zahl­rei­chen Kom­mu­nen und öffent­lich-recht­li­chen Ent­sor­gern, dass das Gesetz in sei­ner vor­lie­gen­den Ver­si­on wei­ter­hin die kom­mu­na­le Zustän­dig­keit gefährde.

„Das Abfall­recht gehört zur öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge. Wir brau­chen eine bezahl­ba­re, gesi­cher­te und öko­lo­gi­sche Abfall­po­li­tik. Es ist daher not­wen­dig, dass die Kom­mu­nen zustän­dig blei­ben für die Ent­sor­gung von Abfäl­len aus pri­va­ten Haus­hal­ten“, argu­men­tiert Kram­me. Es gel­te nun, im Ver­mitt­lungs­aus­schuss sicher­zu­stel­len, dass die kom­mu­na­le Zustän­dig­keit für die Haus­müll­ent­sor­gung erhal­ten blei­be. Dazu müs­se die soge­nann­te Gleich­wer­tig­keits­klau­sel ent­fal­len und die Defi­ni­ti­on der gewerb­li­chen Samm­lung dem Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ange­passt wer­den. Nur so sei eine res­sour­cen­scho­nen­de Abfall­wirt­schaft mit fai­ren Prei­sen und gutem Ser­vice für die Bür­ger und fai­ren Löh­nen und Arbeits­be­din­gun­gen für die Arbeit­neh­mer möglich.

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