Krip­pen­stadt Bam­berg 2011 wird mit der Aus­stel­lung „Vom Him­mel hoch – Böh­mi­sche Krip­pen­land­schaf­ten“ eröffnet

26.11.2011 – 8.1.2012, Histo­ri­sches Muse­um Bamberg

Böhmische Krippenlandschaften

Böh­mi­sche Krippenlandschaften

Mit der Eröff­nung der Krip­pen­aus­stel­lung „Vom Him­mel hoch. Böh­mi­sche Krip­pen­land­schaf­ten aus der Samm­lung Kle­be“ am Frei­tag, den 25. Novem­ber 2011, 17 Uhr wird die dies­jäh­ri­ge Krip­pen­sai­son der „Krip­pen­stadt Bam­berg „ offi­zi­ell eröff­net. Die 400 Jah­re alten Tra­di­ti­on des Krip­pen­auf­stel­lens wird an 41 Sta­tio­nen im Welt­kul­tur­er­be Bam­berg in der gan­zen Stadt mit ins­ge­samt ca. 400 ver­schie­de­ne Krip­pen sicht­bar und erfahr­bar, gro­ße und klei­ne, histo­ri­sche und moder­ne, frän­ki­sche oder aus aller Welt. Neben zahl­rei­chen Kir­chenkrip­pen und Großkrip­pen auf öffent­li­chen Plät­zen, lohnt auch der Besuch von Muse­en und Aus­stel­lun­gen. Ein Krip­pen­mu­se­um, präch­ti­ge Krip­pen­we­ge und wun­der­schö­ne Orts- und Kir­chenkrip­pen bie­tet auch das Bam­ber­ger Land.

Das Histo­ri­sche Muse­um Bam­berg zeigt in die­sem Jahr Böh­mi­sche Krip­pen aus der Samm­lung Kle­be, Bre­men. Der Brauch, Krip­pen dar­zu­stel­len, ist bereits sehr alt. Im Jahr 1223 hielt der hei­li­ge Fran­zis­kus von Assi­si die erste Krip­pen­fei­er ab, die zum Vor­bild für die Krip­pen­dar­stel­lun­gen wur­de, wie wir sie heu­te noch ken­nen. Waren Krip­pen bis ins 18. Jahr­hun­dert hin­ein vor­nehm­lich in Kir­chen auf­ge­stellt wor­den, so fan­den sie von die­ser Zeit an im häus­li­chen Umfeld einen festen Ort und bil­den seit­dem einen festen Bestand­teil im weih­nacht­li­chen Brauch­tum. Vor allem in Böh­men, Mäh­ren und dem Erz­ge­bir­ge ent­stan­den gro­ße Krip­pen­land­schaf­ten, sog. Krip­pen­ber­ge, die von Jahr zu Jahr rei­cher aus­ge­stat­tet und ver­voll­stän­digt wur­den. Beson­ders die reich aus­ge­stal­te­ten böh­mi­schen Krip­pen geben Zeug­nis vom Leben der bür­ger­li­chen Fami­li­en ab dem 18. Jahr­hun­dert bis ins 20. Jahr­hun­dert hin­ein. Dem Samm­ler-Ehe­paar Kle­be, das jahr­zehn­te­lang Krip­pen zusam­men­ge­tra­gen hat, ist es zu ver­dan­ken, dass Vie­les erhal­ten blieb und wir nun gro­ße und klei­ne Kost­bar­kei­ten reli­giö­ser Volks­kunst im Histo­ri­schen Mar­stall der Alten Hof­hal­tung mit Genuss betrach­ten können.

Geöff­net ab dem 26. Novem­ber 2011 bis zum 8. Janu­ar 2012 täg­lich von 9 – 17 Uhr, am 24. Dezem­ber 2011 und am 1. Janu­ar 2012 ist die Aus­stel­lung von 13 – 17 Uhr zu sehen! Ein­tritt € 3,50, erm. € 3, Schü­ler 1 €, erreich­bar mit der Bus­li­nie 10, Hal­te­stel­le Domplatz

Begleit­pro­gramm:

[ha:ilichə nacht]*: Hei­li­ge Nacht

Die Weih­nachts­le­gen­de von Lud­wig Thoma

Sonn­tag, 18.12.11, 11 Uhr, Histo­ri­sches Muse­um Bamberg

*in frän­ki­scher Mund­art vor­ge­tra­gen von Georg Leu­mer und den Bam­ber­ger Spielleuten

Ein­tritt 12 € / 9 € – Aus­stel­lungs­be­such inkl., Vor­ver­kauf im Histo­ri­schen Muse­um und in der Samm­lung Lud­wig im Alten

Rat­haus ab 26.11.2011

Lud­wig Tho­mas Nach­dich­tung des Weih­nachts­ge­sche­hens nach Lukas ist die schön­ste und bekann­te­ste Weih­nachts­ge­schich­te im Dia­lekt. Der Schau­spie­ler Georg Leu­mer, ein gebür­ti­ger Bam­ber­ger, und das drei­köp­fi­ge Ensem­ble „Bam­ber­ger Spiel­leut’“ bie­ten am 18.12.2011 um 11 Uhr in der Alten Hof­hal­tung im Rah­men der weih­nacht­li­chen Krip­pen­aus­stel­lung mit ihrer frän­ki­schen Fas­sung ein Gesamt­kunst­werk aus Lite­ra­tur und Musik, ganz ohne Kitsch und Zuckerguss.

In guter Tra­di­ti­on tre­ten Georg Leu­mer und sei­ne musi­ka­li­sche Beglei­tung Franz Blasch­ko (Vio­li­ne, Vio­la, Kon­tra­bass), Josef Gen­til (Kla­ri­net­te) und San­dra Ruß (Akkor­de­on) seit eini­gen Jah­ren vor­wie­gend im nord­baye­ri­schen Raum auf. Die ruhi­ge und gesam­mel­te Stim­mung, das Erleb­nis der Stil­le in den knapp 80 Minu­ten und das bruch­lo­se Zusam­men­wir­ken von Text und Musik fügen sich zu einer ganz neu­en künst­le­ri­schen Ein­heit. Die Auf­füh­rung ver­zich­tet auf gän­gi­ge, schon all­zu oft gehör­te weih­nacht­li­che Musik­stücke und bie­tet statt­des­sen ver­hal­te­ne, bis­wei­len sogar melan­cho­li­sche Wer­ke von Orff über Cor­ne­li­us und Fres­co­bal­di bis Bar­tók, die jedoch immer leben­dig blei­ben und ihre Her­kunft aus der Volks­mu­sik nicht verleugnen.

Georg Leu­mers sen­si­bler Vor­trag sei­ner Bam­ber­ger Text­fas­sung fügt sich wür­dig in die Tra­di­ti­on der gro­ßen baye­ri­schen Volks­schau­spie­ler: boden­stän­dig, aber nicht volks­tü­melnd, erd­ver­bun­den, aber nicht derb und vor allem das Heu­te auch im Dia­lekt nicht ver­leug­nend. So prä­sen­tiert sich Lud­wig Tho­mas Weih­nachts­le­gen­de „Hei­li­ge Nacht“ auch über 90 Jah­re nach ihrer Ver­öf­fent­li­chung in die­ser frän­ki­schen Fas­sung als eine beglücken­de Ein­stim­mung auf die Weihnachtszeit.

26.11.2011 – 8.1.2012, Eine Rei­se ins Hei­li­ge Land

Die barocke Großkrip­pe der Samm­lung Ludwig
Altes Rat­haus, Flussgeschoss

Im Unter­ge­schoss des Alten Rat­hau­ses in der Samm­lung Lud­wig ist auch in die­sem Jahr wie­der die „Großkrip­pe Lud­wig“ zu sehen. Die­ses bemer­kens­wer­te Ensem­ble, dass in sei­nem Kern aus dem 18. Jahr­hun­dert stammt, prä­sen­tiert auf dem 9 m² gro­ßen Krip­pen­berg ins­ge­samt sie­ben Bege­ben­hei­ten der Kind­heit Jesu vom Ein­trag in die Steu­er­li­sten über die Her­bergs­su­che bis zur Dar­brin­gung im Tem­pel. Im Zen­trum des Gan­zen befin­det sich natür­lich das Weih­nachts­ge­sche­hen mit der Geburt Chri­sti. Da auch in die­sem Jahr nicht alle 450 Figu­ren auf dem Krip­pen­berg Platz haben, wur­den eini­ge in Vitri­nen auf­ge­stellt: Hier sind unter ande­rem die Hoch­zeit zu Kana­an und der Zwölf­jäh­ri­ge Jesus im Tem­pel zu sehen. Und hier kann man sich die Krip­pen­fi­gu­ren auch ein­mal aus der Nähe anse­hen und die fein geschnit­te­nen Wachs­ge­sich­ter und auf­wen­dig gear­bei­te­ten Klei­der ganz genau betrachten.

Di – So 9:30 – 16:30 Uhr, am 24.12.2011 und 1.1.2012 geschlossen.

17. u. 18. Dezem­ber 2011, 9:30 – 19:00 Uhr: Künst­ler­markt 2011 – Exqui­si­tes zum Fest

Die schön­sten Geschen­ke kom­men zum Schluss
Altes Rat­haus, Flussgeschoss

Am 4. Advents­wo­chen­en­de öff­nen sich die Türen im Fluss­ge­schoss des Alten Rat­hau­ses Bam­berg zum 3. Künst­ler­markt. Die Aus­stel­ler zei­gen Uni­ka­te, Klein­se­ri­en, Drucke und Mul­ti­ples. Im Gespräch mit den anwe­sen­den Künst­lern erfah­ren Sie Wis­sens­wer­tes über deren Inten­ti­on und Arbeits­wei­se. Las­sen Sie sich vor Ort inspi­rie­ren und ent­decken Sie Ihr indi­vi­du­el­les Weihnachtsgeschenk.

Sozu­sa­gen in “letz­ter Minu­te” vor Weih­nach­ten besteht für alle Lieb­ha­ber der bil­den­den und ange­wand­ten Kunst die Gele­gen­heit, Exqui­si­tes für den Gaben­tisch zu erwer­ben. Im Fluss­ge­schoss des Alten Rat­hau­ses prä­sen­tie­ren zehn Künst­ler aus ganz Deutsch­land ihre Arbei­ten aus den Berei­chen Male­rei, Skulp­tur, Eisen­guss, Objekt, Schmuck, Tex­til, Glas, Holz und Kera­mik. Jeder ver­schrieb sich unter­schied­li­chen Mate­ria­li­en und Tech­ni­ken, jeder ent­wickel­te mit sei­ner Hand­schrift sei­nen unver­wech­sel­ba­ren Aus­druck. Und jeder zeigt auf sei­ne Art, dass “klas­si­sche” Gestal­tungs­mit­tel zeit­ge­nös­sisch und zeit­los zugleich sein kön­nen. Las­sen Sie sich von den For­men und Inhal­ten, der Far­big­keit und dem indi­vi­du­el­len Charme der Kunst­wer­ke begei­stern. Nut­zen Sie die Gele­gen­heit, an zwei Tagen die Künst­ler mit ihren teils preis­ge­krön­ten Wer­ken zu erleben.

Ein­tritt Erwach­se­ne 1,50 €, Schü­ler 1,00 €, Kom­bi­kar­te (Künst­ler­markt, Lud­wig­skrip­pe und Por­zel­lan-Samm­lung Lud­wig), Erwach­se­ne 3,50 €, erm. Ein­tritt 2,50 €, Schü­ler 1,00 €

Bit­te beach­ten Sie, dass der Zugang am Abend bis 19:00 Uhr nur über die Unte­re Brücke besteht.

www​.last​-minu​te​-bam​berg​.de

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