Volks­hoch­schu­le Bay­reuth lädt zu einem “mor­bi­den Frau­en­Li­te­ra­tur­Sa­lon”

Frau­en, die mit schwar­zer Feder schrie­ben

Nach den begei­stert auf­ge­nom­me­nen Frau­en­Li­te­ra­tur­Sa­lons im Früh­jahr set­zen die Salo­niè­ren der Volks­hoch­schu­le die Rei­he im RW21 fort: Am Sonn­tag, 13. Novem­ber, laden Sil­via Guhr, Ange­li­ka Zieg­ler, Mela­nie Vogt und Lju­bow Grams ab 19 Uhr ins Lese­ca­fé Samoc­ca zu einer Begeg­nung mit der Poe­sie des Mor­bi­den ein. Die bewähr­ten Ingre­di­en­zi­en der Lite­ra­tur­sa­lons wer­den in Koope­ra­ti­on mit dem Café Samoc­ca und der Stadt­bi­blio­thek bei­be­hal­ten: Lite­ra­turre­zi­ta­ti­on, bio­gra­fi­sche Infor­ma­ti­on über die Autorin­nen, ein Bücher­tisch, musi­ka­li­sche und opti­sche Rei­ze, ein Cock­tail und auf das The­ma abge­stimm­te Häpp­chen bil­den eine durch­kom­po­nier­te Ganz­heit für alle Sin­ne.

Pas­send zur düste­ren Novem­ber­stim­mung ent­hält der Abend die­ses Mal viel von dem Stoff, aus dem die Alb­träu­me sind: Grus­lig-Abgrün­di­ges, Myste­riö­ses und Mon­strö­ses, dun­kel Roman­ti­sches, Ver­gäng­lich­keit und Todes­sehn­sucht begeg­nen den Besu­chern in Pro­sa und Lyrik, in Bal­la­de und Mori­tat – zu ent­decken in Tex­ten von Annet­te Dro­ste-Hüls­hoff, Syl­via Plath, Anne Sext­on und Mary Shel­ley – und in denen wei­te­rer Autorin­nen, die alle­samt zuwei­len mit raben­schwar­zer Feder schrie­ben. Düste­re Bil­der auf dem Moni­tor, Salo­niè­ren im Gruf­ti-Out­fit und neb­li­ge Klän­ge bil­den dazu den atmo­sphä­ri­schen Hin­ter­grund.

Zart­be­sai­te­te oder bereits vom Novem­ber­blues Erfass­te wer­den vor dem Besuch der Ver­an­stal­tung aus­drück­lich gewarnt. Denn was man hier gebo­ten bekommt, ist alles ande­re als erbau­lich oder erhei­ternd. Ganz im Gegen­teil: So man­cher Text­ab­schnitt dürf­te einem das Blut in den Adern gefrie­ren las­sen. Geht es doch unter ande­rem um nar­ko­ti­sier­te Vögel, Stie­fel mit blu­ti­gem Inhalt, im Moor her­um­ir­ren­de See­len, Tex­ti­li­en mit töd­li­cher Wir­kung und Refle­xio­nen über Metho­den, dem Leben ein Ende zu set­zen. Wem das noch nicht gru­se­lig genug ist, den wird spä­te­stens beim Büf­fet das Grau­sen packen, denn Blut­but­ter-Häpp­chen, Fin­ger­sup­pe und Moder­ku­chen sind nur zusam­men mit einem grü­nen Gift­cock­tail zu ertra­gen.

Auf­grund der begrenz­ten Plät­ze ist eine Reser­vie­rung oder Anmel­dung im RW21 unter den Tele­fon­num­mern (09 21) 50 70 38 40 (Volks­hoch­schu­le) oder 50 70 38 30 (Ser­vice­the­ke im RW21) bezie­hungs­wei­se per Mail unter volkshochschule@​stadt.​bayreuth.​de zu emp­feh­len. Für Kurz­ent­schlos­se­ne gibt es Rest­kar­ten an der Abend­kas­se, die eine hal­be Stun­de vor Ver­an­stal­tungs­be­ginn öff­net.

Schreibe einen Kommentar