Ver­an­stal­tung zum “Tag der Biblio­the­ken” am Mon­tag, den 24.10.2011 um 20.00 Uhr in der Stadt­bü­che­rei Forch­heim

Legen­den und Deli­ka­tes­sen – Gerd Berg­ho­fer spricht, liest und lebt Ber­tolt Brecht. Robert Lam­pis beglei­tet auf der Gitar­re

Zum 10jährigen Büh­nen­ju­bi­lä­um war­tet der Rezi­ta­tor Gerd Berg­ho­fer mit einem beson­de­ren Schman­kerl auf. Kei­nen gerin­ge­ren als Ber­tolt Brecht nimmt sich der 43jährige Fran­ke vor und trans­por­tiert Bio­gra­fie und Tex­te mal fröh­lich, mal nach­denk­lich, immer unter­halt­sam und authen­tisch und nie über­zo­gen auf die Büh­ne.

“Legen­den und Deli­ka­tes­sen” heißt das Pro­gramm, und es sind nicht nur die Tex­te der Haus­po­stil­le, die zum Vor­trag kom­men, son­dern auch Geschich­ten und Lie­der. Eben­so wird Brechts Leben aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven beleuch­tet: Der frü­he Brecht, der Autor im Exil und Brecht nach dem Krieg. Eine span­nen­de wie infor­ma­ti­ve und durch­aus unter­halt­sa­me Zeit­rei­se für den Zuschau­er darf ver­spro­chen wer­den. Tex­te wie die Geschich­ten von Herrn Keu­ner, der Besuch bei den ver­bann­ten Dich­tern, der Käl­ber­marsch und vie­les mehr.

Unter­stützt wird Gerd Berg­ho­fer von einem lang­jäh­ri­gen Büh­nen­be­glei­ter, mit dem er bereits meh­re­re Pro­gram­me prä­sen­tier­te: der Gitar­rist Robert Lam­pis sorgt für die musi­ka­li­sche Beglei­tung und die nöti­gen Akzen­te, damit Brecht in sei­ner Viel­sei­tig­keit erschei­nen kann.

Der Rezi­ta­tor Gerd Berg­ho­fer wur­de 1967 gebo­ren und einem brei­ten Publi­kum durch sei­ne vie­len Ein­sät­ze bei Hör­buch­pro­duk­tio­nen und als Syn­chron­stim­me bekannt. Er steht in einer Rei­he mit einer Genera­ti­on jün­ge­rer Rezi­ta­to­ren, wie bei­spiels­wei­se Cle­mens von Ramin oder Oli­ver Stel­ler, Lutz Gör­ners Mei­ster­schü­ler. Berg­ho­fers Reper­toire erstreckt sich von Wil­helm Busch bis hin zu Wil­helm Hauffs „Zwerg Nase“. Und so hat sich der gebür­ti­ge Mit­tel­fran­ke, der sei­nen Dia­lekt „auf Knopf­druck abschal­ten kann“ (Nürn­ber­ger Nach­rich­ten) den Ruf eines sprachmäch­ti­gen Wort­künst­lers erar­bei­tet, der auf Klein­kunst­büh­nen wie an Schu­len und in Thea­tern wie in Stadt­bi­blio­the­ken glei­cher­ma­ßen zuhau­se ist. Robert Lam­pis stu­dier­te klas­si­sche Gitar­re und ist seit vie­len Jah­ren ein gefrag­ter Kon­zert­gi­tar­rist, der auch mit moder­nen Klän­gen und Effek­ten zu über­ra­schen weiß.

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