Poli­zei­be­am­te ange­grif­fen und ver­letzt

Gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung des Poli­zei­prä­si­di­ums Ober­fran­ken und der Staats­an­walt­schaft Coburg

Ein ver­letz­ter Poli­zei­be­am­ter, zwei Fest­nah­men und meh­re­re Anzei­gen wegen Land­frie­dens­bruchs, Gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und wei­te­rer Straf­ta­ten sind das Ergeb­nis einer Zusam­men­kunft von rund fünf­zig Jugend­li­chen und Her­an­wach­sen­den am Sams­tag­abend auf dem Park­platz eines Lich­ten­fel­ser Ein­kaufs­mark­tes.

Gegen 21 Uhr war am Sams­tag, 15.10., bei der Poli­zei­in­spek­ti­on Lich­ten­fels die Mit­tei­lung ein­ge­gan­gen, dass meh­re­re Jugend­li­che auf einem Park­platz ran­da­lie­ren wür­den. Vor Ort stell­ten die Beam­ten etwa 50 Per­so­nen fest. Um Straf­ta­ten zu ver­hin­dern for­der­ten die Poli­zi­sten die Jugend­li­chen und Her­an­wach­sen­den auf, den Park­platz zu ver­las­sen. Die mei­sten der Anwe­sen­den lei­ste­ten die­ser Auf­for­de­rung auch ohne Wider­spruch Fol­ge.

Ein 18-jäh­ri­ger Lich­ten­fel­ser ver­hielt sich jedoch zuneh­mend aggres­siv und fing eine Schlä­ge­rei mit fünf ande­ren Per­so­nen an. Um die Schlä­ge­rei zu been­den, soll­te er in Gewahr­sam genom­men wer­den. Dabei belei­dig­te er die Poli­zei­be­am­ten zunächst auf das Übel­ste. Schnell hat­te sich auch ein Pulk um die Poli­zei­be­am­ten und den in Gewahr­sam Genom­me­nen gebil­det. Einem 36-jäh­ri­gen Beam­ten wur­de aus dem Pulk her­aus mas­siv in den Bauch getre­ten. Ledig­lich die Schutz­we­ste ver­hin­der­te hier schwe­re­re Ver­let­zun­gen. Die Beam­ten konn­ten sich zunächst nur durch den Ein­satz von Pfef­fer­spray und Ein­satz­stock aus der Situa­ti­on befrei­en. Kur­ze Zeit spä­ter gelang es den Angrei­fern jedoch, einen Poli­zei­be­am­ten zu Boden zu brin­gen und mit Füße auf den am Boden Lie­gen­den ein­zu­tre­ten. Erst das Ein­tref­fen wei­te­rer Poli­zei­strei­fen und der erneu­te Ein­satz von Pfef­fer­spray konn­te schließ­lich eine schlimm­me­re Eska­la­ti­on ver­hin­dern und die Angrei­fer auf Distanz hal­ten.

Im Ergeb­nis des Angriffs auf die Poli­zei­be­am­ten wur­de neben dem 18-jäh­ri­gen Lich­ten­fel­ser noch ein gleich­alt­ri­ger, eben­falls aus Lich­ten­fels stam­men­der Mann, fest­ge­nom­men. Erste­rer wur­de noch am Sonn­tag dem Ermitt­lungs­rich­ter vor­ge­führt. Die­ser erließ auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Coburg Haft­be­fehl und ord­ne­te die Ein­lie­fe­rung in eine baye­ri­sche Justiz­voll­zugs­an­stalt an.

Gegen die ande­ren an den Über­grif­fen auf die Poli­zei­be­am­ten Betei­lig­ten wur­den Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Land­frie­dens­bruchs, Gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung, Wider­stand gegen Voll­streckungs­be­am­te und ver­such­ter Gefan­ge­nen­be­frei­ung ein­ge­lei­tet. Die Kri­mi­nal­po­li­zei Coburg hat hier­zu die Ermitt­lun­gen über­nom­men.

Der ver­letz­te Poli­zei­be­am­te muss­te sich noch in der Nacht in ärzt­li­che Behand­lung bege­ben.

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