Tipps fürs Hei­zen mit festen Brenn­stof­fen

Lackier­te und lasier­te Höl­zer haben in Feue­rungs­an­la­gen nichts ver­lo­ren

Mit dem Beginn der kal­ten Jah­res­zeit und der ein­set­zen­den Heiz­pe­ri­ode häu­fen sich erfah­rungs­ge­mäß bei der Stadt Bay­reuth die Beschwer­den über Rauch- und Geruchs­be­lä­sti­gun­gen. Die Stadt­ver­wal­tung macht des­halb auf Tipps zum umwelt­ge­rech­ten Hei­zen in Feue­rungs­an­la­gen für feste Brenn­stof­fe auf­merk­sam.

Beim Ver­bren­nen von lackier­ten, lasier­ten, mit Kunst­stoff beschich­te­ten oder mit Schutz­mit­teln gegen Pilz- und Schäd­lings­be­fall behan­del­ten Höl­zern sowie von Span­plat­ten wer­den akut gif­ti­ge und krebs­er­re­gen­de Stof­fe wie Salz­säu­re­dämp­fe, Dioxi­ne und Fura­ne frei­ge­setzt. Die­se Mate­ria­li­en dür­fen daher in den übli­cher­wei­se zur Gebäu­de­hei­zung ver­wen­de­ten Feue­rungs­an­la­gen für feste Brenn­stof­fe nicht ein­ge­setzt wer­den. Neben gesund­heit­li­chen Schä­den führt das Ver­bren­nen von der­ar­tig behan­del­ten Höl­zern zu einer nicht sel­ten erheb­li­chen Geruchs- und Rauch­be­lä­sti­gung der Umge­bung.

Zum Schutz der Umwelt vor schäd­li­chen Ein­wir­kun­gen dür­fen klei­ne­re Feue­rungs­an­la­gen für feste Brenn­stof­fe nur mit fol­gen­den Brenn­stof­fen beheizt wer­den: Stein­koh­len, nicht pech­ge­bun­de­ne Stein­koh­le­bri­ketts, Braun­koh­len, Braun­koh­le­bri­ketts, Braun­koh­le­koks, Torf­bri­ketts, Brenn­torf, Grill-Holz­koh­le, Grill-Holz­koh­len­bri­ketts, natur­be­las­se­ne Holz­stücke ein­schließ­lich Rin­de bei­spiels­wei­se in Form von Scheit­holz, Hack­schnit­zeln, Rei­sig und Zap­fen sowie Preß­lin­ge aus natur­be­las­se­nem Holz in Form von Holz­bri­ketts.

Die Feue­rungs­an­la­ge muss nach den Anga­ben des Her­stel­lers für den jewei­li­gen Brenn­stoff geeig­net sein. Errich­tung und Betrieb haben sich nach den Vor­ga­ben des Her­stel­lers zu rich­ten.

Mit der Neu­fas­sung der 1. Bun­des-Immis­si­ons-Schutz­ver­ord­nung vom Janu­ar 2010 wur­den für Feue­rungs­an­la­gen für feste Brenn­stof­fe mit einer Nenn­wär­me­lei­stung von 4 kW oder mehr (aus­ge­nom­men Feue­rungs­an­la­gen für Ein­zel­räu­me) Emis­si­ons­grenz­wer­te für Staub und Koh­len­mon­oxid, gestuft nach dem Zeit­punkt der Inbe­trieb­nah­me, ein­ge­führt. Die­se Feue­rungs­an­la­gen müs­sen auch vom Bezirks­ka­min­keh­rer­mei­ster regel­mä­ßig über­wacht wer­den. Für bestehen­de Feue­rungs­an­la­gen wur­den Über­gangs­fri­sten ein­ge­führt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum die­sem The­ma gibt’s beim jeweils zustän­di­gen Bezirks­ka­min­keh­rer­mei­ster oder beim Amt für Umwelt­schutz der Stadt Bay­reuth, Neu­es Rat­haus, Luit­pold­platz 13, Tele­fon 09 21/25 13 85 oder 25 11 18.

Schreibe einen Kommentar