Woche des Sehens vom 08. bis 15. Okto­ber 2011

Unter dem Mot­to „Sehen, was geht!“ wird durch eine Viel­zahl von Aktio­nen bun­des­weit auf die Bedeu­tung von gutem Seh­ver­mö­gen, auf die Ursa­chen ver­meid­ba­rer Erblin­dung sowie auf die Situa­ti­on seh­be­hin­der­ter und blin­der Men­schen in Deutsch­land und in den soge­nann­ten Ent­wick­lungs­län­dern auf­merk­sam gemacht.

1. Das Zen­trum Bay­ern Fami­lie und Sozia­les (ZBFS) Regi­on Ober­fran­ken ist für meh­re­re Lei­stun­gen für blin­de Men­schen zustän­dig. Mit dem Blin­den­geld als rei­ner Lan­des­lei­stung trägt der Frei­staat Bay­ern der beson­de­ren Situa­ti­on sei­ner blin­den Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger Rech­nung. Es setzt kei­ne Pfle­ge­be­dürf­tig­keit vor­aus, ist ein­kom­mens­un­ab­hän­gig und steu­er­frei. Das vol­le Blin­den­geld beträgt monat­lich 523 €.

Das Blin­den­geld wird gekürzt

  • auf 388 €, wenn der Blin­de Lei­stun­gen (Pfle­ge­geld, Sach­lei­stun­gen oder Kom­bi­na­ti­ons­lei­stun­gen) der Pfle­ge­stu­fe I aus der gesetz­li­chen oder pri­va­ten Pfle­ge­ver­si­che­rung erhält,
  • auf 351 €, wenn der Blin­de Lei­stun­gen der Pfle­ge­stu­fe II oder III erhält, Im Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken erhal­ten 644 Per­so­nen das vol­le Blin­den­geld und 745 Per­so­nen ein gekürz­tes Blin­den­geld, also ins­ge­samt 1.389 (Stand Juni 2011).

2. Bei Blind­heit wird das Merk­zei­chen Bl (Blind­heit) im Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis zuer­kannt. Das Merk­zei­chen Bl ermög­licht ver­schie­de­ne Nach­teils­aus­glei­che wie die Frei­fahrt im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr nach Erwerb einer Wert­mar­ke, Kraft­fahr­zeug­steu­er­be­frei­ung, einen Pausch­be­trag bei der Ein­kom­men­steu­er wegen außer­ge­wöhn­li­cher Bela­stung in Höhe von 3.700 € u. a.

Außer­dem erhal­ten Blin­de und Seh­be­hin­der­te mit einem Grad der Behin­de­rung (GdB) von min­de­stens 60 wegen der Seh­be­hin­de­rung das Merk­zei­chen RF (Befrei­ung von der Rund­funk­ge­büh­ren­pflicht) im Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis.

3. Fer­ner kön­nen Blin­de und Seh­be­hin­der­te ver­schie­de­ne Lei­stun­gen rund um das The­ma “Schwer­be­hin­de­rung und Arbeit” durch das Inte­gra­ti­ons­amt erhal­ten (Ein­rich­tung spe­zi­el­ler Arbeits­plät­ze, wie z. B. für blin­de Tele­fo­ni­sten, lau­fen­de Lohn­ko­sten­zu­schüs­se etc.). Das Inte­gra­ti­ons­amt ist Teil des Zen­trums Bay­ern Fami­lie und Sozia­les.

Rat­su­chen­de kön­nen sich an die Regio­nal­stel­le Ober­fran­ken des ZBFS in der Hegel­stra­ße 2 in Bay­reuth (Tel. 0921/605–1) oder an die Außen­stel­le in Selb (Gebrü­der-Netzsch-Str. 19, Tel. 09287/803–0) wen­den.

Dar­über hin­aus fin­den monat­lich fol­gen­de Sprech­ta­ge statt: Bam­berg (Rat­haus, Max­platz 3), Hof (Bür­ger­zen­trum der Stadt Hof, Karo­li­nen­str. 40) und in den Land­rats­äm­tern Coburg, Forch­heim, Kro­nach, Kulm­bach, Lich­ten­fels.

Die ein­zel­nen Sprech­tags­ter­mi­ne und wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich im Inter­net unter http://​www​.zbfs​.bay​ern​.de.

Schreibe einen Kommentar