Gud­run Bren­del-Fischer, MdL: Aus­ge­wo­ge­ne Stan­dards für den Wald­we­ge­bau

“Wald­we­ge­bau und Natur­schutz” – das ist der Titel einer gemein­sa­men Bekannt­ma­chung des Forst- und des Umwelt­mi­ni­ste­ri­ums, die nun in Kraft tritt. Wie Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gud­run Bren­del-Fischer mit­teilt, schafft die neue Bekannt­ma­chung einen ange­mes­se­nen Aus­gleich zwi­schen Forst­wirt­schaft und Natur­schutz: „Damit set­zen wir aus­ge­wo­ge­ne Stan­dards für den Wald­we­ge­bau in Bay­ern”, betont die CSU-Abge­ord­ne­te, die sich für eine annehm­ba­re Lösung maß­geb­lich mit ein­ge­setzt hat­te. Die dort for­mu­lier­ten Regeln für die künf­ti­ge Geneh­mi­gung von Wald­we­gen sei­en ein­heit­lich und pra­xis­nah, sie bestä­ti­gen das öffent­li­che Inter­es­se am Bau von Wald­we­gen.

Nach Ansicht Gud­run Bren­del-Fischers wer­den damit die Inter­es­sen der Wald­be­sit­zer best­mög­lich mit den Belan­gen des Natur­schut­zes in Ein­klang gebracht. Ziel ist, dass in öko­lo­gisch her­aus­ra­gen­den und beson­ders sen­si­blen Wald­räu­men die Ein­grif­fe so scho­nend wie mög­lich aus­ge­führt wer­den. Not­wen­di­ge Kom­pen­sa­tio­nen kön­nen die Wald­be­sit­zer künf­tig durch bestimm­te Maß­nah­men auch selbst erbrin­gen. Die­se müs­sen aber über die im Wald­ge­setz vor­ge­schrie­be­nen Anfor­de­run­gen hin­aus­ge­hen. Bei­spie­le dafür sind Wald­um­bau­maß­nah­men oder die Auf­wer­tung öko­lo­gisch wert­vol­ler Wald­stand­or­te.

Laut Bren­del-Fischer sind Wald­we­ge eine unver­zicht­ba­re Vor­aus­set­zung für natur­na­he Forst­wirt­schaft und vor­sor­gen­den Wald­um­bau, denn: “Sie erleich­tern die stand­ort­ge­rech­te Nut­zung und Pfle­ge der Wäl­der.” Zudem sichert ein bedarfs­ge­rech­tes und natur­ver­träg­li­ches Wege­netz die Bereit­stel­lung von Holz. Der Frei­staat stellt wegen des öffent­li­chen Inter­es­ses seit 1963 für den Bau von Forst­we­gen erheb­li­che För­der­mit­tel bereit. In den ver­gan­ge­nen fünf Jahr­zehn­ten konn­ten so in den Pri­vat- und Kör­per­schafts­wäl­dern Bay­erns rund 12 000 Kilo­me­ter Wege gebaut und 450 000 Hekt­ar Wald erschlos­sen wer­den. Zu den dafür nöti­gen Inve­sti­tio­nen steu­er­te das Forst­mi­ni­ste­ri­um 185 Mil­lio­nen Euro Zuschüs­se aus Landes‑, Bun­des- und EU-Mit­teln bei.

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