Das Jugend­amt des Land­krei­ses Forch­heim sucht Pfle­ge­fa­mi­li­en

„Suche Kin­der­zim­mer mit Voll­pen­si­on in Fami­li­en ‑WG mit net­ten Eltern.“ – So oder ähn­lich könn­te eine Anzei­ge aus­se­hen, mit der ein Kind ein neu­es Zuhau­se sucht. Der Pfle­ge­kin­der­dienst des Amtes für Jugend und Fami­lie Forch­heim sucht neue Pfle­ge­fa­mi­li­en.

Ins­ge­samt leben in Stadt und Land­kreis Forch­heim 60 Kin­der und Jugend­li­che in 40 Pfle­ge­fa­mi­li­en. „Pfle­ge­el­tern sind Wahl-Eltern, die einem Kind oder Jugend­li­chen eine Chan­ce im Leben geben“, sagt Frau Mar­ti­na Schulz vom Amt für Jugend und Fami­lie Forch­heim. Wer sich für ein Pfle­ge­kind ent­schei­det, habe einen 24-Stun­den- Job. „Da kommt ein klei­ner Gast, der ein siche­res Nest sucht. Und er braucht Zeit, Zuwen­dung und Zunei­gung“, so Mar­ti­na Schulz.

Man­che Kin­der und Jugend­li­che kom­men ledig­lich vor­über­ge­hend in eine Pfle­ge­fa­mi­lie – und zwar dann, wenn Zuhau­se die Welt auf dem Kopf steht und die leib­li­chen Eltern mit ihren Bela­stun­gen im All­tag nicht mehr fer­tig wer­den. Ehe­pro­ble­me, Arbeits­lo­sig­keit, Krank­heit, Sucht­pro­ble­me und Gewalt in der Fami­lie kön­nen Grün­de sein, war­um das Amt für Jugend und Fami­lie sich ent­schließt, eine Pfle­ge­fa­mi­lie für Kin­der zu suchen.

Künf­ti­ge Pfle­ge­el­tern wer­den sorg­fäl­tig auf ihre neue Arbeit vor­be­rei­tet: Es gibt Tipps für den All­tag, päd­ago­gi­sche Rat­schlä­ge, recht­li­che Hin­wei­se und Hil­fe­stel­lun­gen beim Umgang mit den leib­li­chen Eltern.

Wer sich wei­ter zu die­sem The­ma infor­mie­ren will, ist herz­lich zum Infor­ma­ti­ons­abend am Mitt­woch, 19. Okto­ber, um 19.30 Uhr in der Gere­ons­ka­pel­le am Land­rats­amt in Forch­heim will­kom­men.

Die Pfle­ge­fa­mi­li­en hel­fen in vie­len Fäl­len einen Heim­auf­ent­halt zu ver­mei­den. Ob sie für ein Pfle­ge­kind in Fra­ge kom­men, ent­schei­det das Amt für Jugend und Fami­lie. Und des­sen „Pfle­ge­fa­mi­lie – Check“ ist gründ­lich: „Wir suchen einen ´Platz mit Wär­me. Die Pfle­ge­el­tern müs­sen Zeit, Geduld, Belast­bar­keit, Offen­heit und auch Tole­ranz mit­brin­gen. Ein Pfle­ge­kind auf­zu­neh­men, ist eine schö­ne Auf­ga­be, aber auch eine rie­si­ge Her­aus­for­de­rung. Es muss ver­sorgt, betreut, beschützt und geför­dert wer­den“, so Mar­ti­na Schulz. Dabei sei immer der Blick­win­kel wich­tig. Des­halb beglei­tet das Amt für Jugend und Fami­lie das Kind auch in der Pfle­ge­fa­mi­lie.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten sie bei Mar­ti­na Schulz im Amt für Jugend und Fami­lie Forch­heim unter der Tele­fon­num­mer: 09191/86–2314.

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