Interkulturelle Wochen in Bayreuth

Zahlreiche Veranstaltungen vom 24. September bis 3. Oktober 12.000 Bayreuther mit Migrationshintergrund

Auch in diesem Jahr finden in Bayreuth die interkulturellen Wochen statt. Die Veranstaltungsreihe, die in der Wagnerstadt eine langjährige Tradition hat, wird in Regie des Amtes für Integration der Stadt Bayreuth gemeinsam mit einer ganzen Reihe von Verbänden, Vereinen und Initiativen organisiert. Sie steht diesmal unter dem Motto „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“.

Vom 24. September bis 3. Oktober leisten die interkulturellen Wochen mit einer breiten Palette unterschiedlicher Veranstaltungen einen wertvollen Beitrag zur Integration ausländischer Mitbürger und zu einem intensiven Dialog zwischen den verschiedenen in Bayreuth lebenden Kulturen.

Los geht es am Samstag, 24. September, um 11 Uhr, mit einem interkulturellen Kinderfest, zu dem Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH gemeinsam mit dem Caritasverband, der Evangelischen Familienbildungsstätte und dem Stadtjugendring auf dem Stadtparkett in der Bayreuther Fußgängerzone einlädt. Der offizielle Startschuss für die interkulturellen Wochen fällt dann am Sonntag, 25. September, um 14 Uhr, bei einem gemeinsamen Eröffnungsgottesdienst der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Türkisch-Islamischen Gemeinde Bayreuth und des Vereins „Gärten der Begegnung“ in der Glockenstraße 30 – 34.

„Die interkulturellen Wochen, bei deren Organisation die Stadt eng mit den Bayreuther Kirchen und Sozialverbänden, mit privaten Initiativen und Vereinen, aber auch mit der Universität zusammenarbeitet, sind eine etablierte und für unsere Bürger sehr wichtige Veranstaltungsreihe. Es sind gerade diese Veranstaltungen, die Bayreuth als eine tolerante, weltoffene und anderen Kulturen aufgeschlossene Stadt prägen und die daher jede Unterstützung verdienen“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl anlässlich der Programmvorstellung. „Vorurteile können nur dann ausgeräumt werden, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen.“

Ziel der Veranstaltungsreihe, die inzwischen auf eine weit über 20jährige Tradition zurückblicken kann, ist es unverändert, Menschen mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 12.000 Mitbürger und damit rund 17 Prozent der Bayreuther Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. „Bayreuth ist bei diesem Thema auf einem guten Weg“, unterstreicht OB Dr. Hohl. Als eine der ersten bayerischen Städte überhaupt habe man ein eigenes städtisches Amt für Integration eingerichtet. Die Bayreuther Initiativen auf dem Gebiet der Integration würden inzwischen bis hin zum Bayerischen Städtetag mit großer Aufmerksamkeit wahrgenommen.

Der städtische Integrationsbeauftragte Gerhard Eggert verweist in diesem Zusammenhang auf die gute Vernetzung der vielfältigen Bayreuther Initiativen. „Wichtig ist der Dialog und wichtig ist das Miteinander.“

Die Palette der Veranstaltungen zu den diesjährigen interkulturellen Wochen ist vielfältig. Sie reicht von Filmvorführungen im Weltladen „Die Brücke“ der Evangelischen Studentengemeinde über einen argentinischen Koch- und Erzählabend in der Familienbildungsstätte bis zur Lesung mit dem türkischen Schriftsteller Habib Bektas im RW21. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft lädt zum Konzert mit dem polnischen Komponisten und Pianisten Ignacy Jan Paderewski und der Verein „Bunt statt braun“ organisiert ein Aktionsspiel zur Situation von Asylbewerbern auf dem Stadtparkett in der Fußgängerzone. Ein Faltblatt, das sowohl bei den Bürgerdiensten in beiden Rathäusern wie auch bei den Veranstaltern erhältlich ist, informiert ausführlich über die einzelnen Programmpunkte. Es steht außerdem auf den Internetseiten der Stadt unter www.bayreuth.de zum Download zur Verfügung.