Aus­stel­lungs­en­de: Juri Kra­vets “Die Kraft der Ruhe” in Kun­reuth

Ausstellung in Kunreuth

Aus­stel­lung in Kun­reuth

Abschluß-Ver­nis­sa­ge am Frei­tag, den 16. 09. 2011 um 19.00 Uhr in Kun­reuth, Gast­haus zum Schloß

Ein Akkor­de­on­spie­ler malt den “Feh­len­den Klang”: Als sich Juri Kra­vets als Sechs­jäh­ri­ger ent­schei­den soll­te, ob er Musi­ker oder Maler wird, wähl­te er die Musik. Heu­te ist er ein her­aus­ra­gen­der Akkor­de­on­vir­tuo­se – die Lei­den­schaft zur Male­rei hat ihn jedoch nie ver­las­sen. Sei­ne Ölbil­der zei­gen wie die Welt für ihn aus­sä­he, wenn er Töne hin­weg denkt.

Die Land­schaf­ten und Ansich­ten von Städ­ten, Musi­kern und Tän­zern erschei­nen selt­sam schwei­gend; die Stil­le der Bil­der irri­tiert den Betrach­ter und ihre Ton­lo­sig­keit lässt in sei­nen Ohren die feh­len­den Töne oder sogar Melo­dien erklin­gen.

Juri Kra­vets

Juri Kra­vets wur­de 1957 in der West­ukrai­ne gebo­ren. Als Fünf­jäh­ri­ger begann er sei­ne musi­ka­li­sche Aus­bil­dung auf dem rus­si­schen Knopf­ak­kor­de­on, dem Bajan, und wur­de Schü­ler der Kin­der- und Jugend- Kunst­aka­de­mie. Bereits als Zwöl­fäh­ri­ger besuch­te er das renom­mier­te Kon­ser­va­to­ri­um in Lwiw (Lem­berg).

Nach sei­nen Stu­di­en­ab­schlüs­sen auf den Instru­men­ten Bajan und Kla­vier sowie im Fach Orche­ster­lei­tung mach­te er in der ehe­ma­li­gen UdSSR als Orche­ster­lei­ter und Solo-Akkor­deo­nist eine beein­drucken­de Kar­rie­re; zuletzt war er u.a. Lei­ter des Mos­kau­er Radiosin­fo­nie­or­che­sters.

Seit über zehn Jah­ren lebt Juri Kra­vets in Fran­ken. Er ist Musi­ker, Kom­po­nist, Arran­geur und Lehr­mei­ster für Knopf­ak­kor­de­on. Neben unter­schied­li­chen Sen­dun­gen und Kopro­duk­tio­nen mit dem Baye­ri­schen Rund­funk (Hör­funk und TV) ver­öf­fent­lich­te er meh­re­re CDs selbst, zum Bei­spiel Jazz, Tan­go, Chan­sons sowie eige­ne Kom­po­si­tio­nen und Arran­ge­ments klas­si­scher Wer­ke. Juri Kra­vets arbei­tet außer­dem als erfah­re­ner Thea­ter- und Stu­dio­mu­si­ker, tritt als Solist auf und spielt in unter­schied­li­chen For­ma­tio­nen.

Gemein­sam mit Nor­bert Nagel (Klarinette/​Saxophon) und dem Ensem­ble JuNo hat Juri Kra­vets etwa in einer Pro­duk­ti­on des Baye­ri­schen Rund­funks die CD Ein Spa­zier­gang auf­ge­nom­men und ist damit auch live zu hören. In vir­tuo­ser Beset­zung, unter­stützt von Per­cus­sion und Kon­tra­bass, spielt JuNo ein atem­be­rau­bend arran­gier­tes Pro­gramm aus Klas­sik, Klez­mer, Tan­go und eige­nen Kom­po­si­tio­nen. Im Jahr 2009 ging JuNo als Sie­ger des Musik­wett­be­werbs „creo­le – Welt­mu­sik aus Bay­ern“ her­vor. Im Früh­ling 2011 wird JuNo bei Open-Air- Kon­zer­ten mit dem Münch­ner Rund­funk­or­che­ster auf­tre­ten; Juri Kra­vets hat für die­se Kon­zert­rei­he eige­ne Arran­ge­ments geschaf­fen.

Den Tan­go­wer­ken Astor Piaz­zol­las wid­me­te Juri Kra­vets im Jahr 2004 gemein­sam mit dem ensem­ble tri­ci­clo die CD nacht­ca­fé. Sei­ne bril­lan­ten Arran­ge­ments begei­stern auch das Streich­quin­tett der Bam­ber­ger Sin­fo­ni­ker, mit dem er nicht nur Piaz­zol­la, son­dern auch eige­ne Kom­po­si­tio­nen und Neu­be­ar­bei­tun­gen klas­si­scher Stücke auf die Kon­zert­büh­nen bringt. So hat Juri Kra­vets im Jahr 2008 zum Bei­spiel bei Klas­sik-open-air-Kon­zer­ten in Fürth und in Bad Brücken­au als Solist mit dem Baye­ri­schen Kam­mer­or­che­ster Bad Brücken­au u.a. Piaz­zol­las Vier Jah­res­zei­ten zur Auf­füh­rung gebracht.

Ab dem Som­mer 2010 wird Juri Kra­vets das Streich­or­che­ster der Thü­rin­gen Phil­har­mo­nie Gotha auf des­sen Open-Air-Tour­nee 2010/11 durch Deutsch­land kraft­voll beglei­ten.

Auch als vir­tuo­ser Solist demon­striert Juri Kra­vets sei­ne außer­or­dent­li­che künst­le­ri­sche Band­brei­te und Büh­nen­prä­senz. Auf sei­ner CD ASTI­LI prä­sen­tier­te er sich im Jahr 2000 erst­mals solo in Deutsch­land und mit von ihm bear­bei­te­ten Klas­si­kern (air/​Bach und Hummelflug/​Rim­ski-Kor­sa­kow) sowie eige­nen Kom­po­si­tio­nen.

Juri Kra­vets’ beson­de­res Anlie­gen ist das Akkor­de­on im Jazz. Im Jahr 2002 gewann das Juri Kra­vets Quar­tett den 1. Preis beim inter­na­tio­na­len Akkor­de­on­wett­be­werb in Castelfidardo/​Italien in der Kate­go­rie Jazz sowie den 1. Preis von Intermusik/​Schmülling. Im Jahr dar­auf nahm er mit dem Juri Kra­vets Quar­tett die Jazz-CD „juri kra­vets“ auf. Kon­zer­te, Work­shops und Mei­ster­kur­se an der Musik­hoch­schu­le Lwiw tru­gen nicht nur in der ost­eu­ro­päi­schen Musik­welt zu Juri Kra­vets’ her­aus­ra­gen­dem Ruf als ein­zig­ar­ti­ger Jazz­ak­kor­deo­nist bei. Meh­re­re Stu­den­ten unter­schied­li­cher deut­scher und inter­na­tio­na­ler Musik­hoch­schu­len besu­chen ihn seit­her in Nürn­berg, um von ihm Ein­zel­un­ter­richt zu erhal­ten.

Neben dem gro­ßen rus­si­schen Knopf­ak­kor­de­on (Bajan) ist Juri Kra­vets außer­dem ein Mei­ster auf dem äußerst sel­te­nen Vibran­do­ne­on, einem mund­ge­bla­se­nen Hand­ak­kor­de­on, das ganz beson­ders im Jazz, aber auch in der Barock­mu­sik neue Klang­mög­lich­kei­ten eröff­net. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über Juri Kra­vets unter www​.juri​-kra​vets​.de

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