“Run­der Tisch” des Forch­hei­mer Land­rats mit dem Bund Natur­schutz

Gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung von Bund Natur­schutz, Kreis­grup­pe Forch­heim, und Land­rat Rein­hardt Glau­ber vom 30. Run­den Tisch des Land­rats mit dem Bund Natur­schutz am 4.August 2011

Beim 30. Run­den Tisch mit Land­rat Rein­hardt Glau­ber, Rein­hold Göl­ler, Karin Lämm­lein, den Ver­tre­tern des Bund Natur­schutz (BN) Hein­rich Kat­ten­beck, Edu­ard Zöbe­lein, Dr. Fried­rich Oeh­me, sowie dem Ver­tre­ter der Natur­schutz­wacht Gun­ter Brokt, mach­te der BN deut­lich, dass nach dem Ein­druck des BN der Bedarf an amt­li­chem Natur­schutz bzw. der Anfall von Auf­ga­ben zur zeit­na­hen Erle­di­gung im Land­kreis höher wäre als es die Per­so­nal­ka­pa­zi­tät der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de beim Land­rats­amt zu bewäl­ti­gen erlaubt. BN-Kreis­vor­sit­zen­der Hein­rich Kat­ten­beck zeig­te dies am aktu­el­len Stand einer Rei­he von natur­schäd­li­chen Ent­wick­lun­gen im Land­kreis Forch­heim auf (wir berich­te­ten jeweils aktu­ell über die ein­zel­nen Gescheh­nis­se). R. Göl­ler hält dem ent­ge­gen, dass die der­zei­ti­ge Beset­zung mit 2 Fach­kräf­ten als aus­rei­chend anzu­se­hen ist. Krank­heit und Frei­stel­lung für Per­so­nal­rats­auf­ga­ben sind nicht kom­pen­sier­bar. „Im Ver­gleich zu ande­ren Land­krei­sen sind wir sehr gut aus­ge­stat­tet.“

Ein grund­sätz­li­ches Anlie­gen des BN an die Behör­de ist die Aus­wei­sung von Natur­denk­mä­lern wie Land­schafts­bäu­men, Höh­len, Fels­for­ma­tio­nen usw. zur bes­se­ren Ver­hü­tung von Land­schafts­fre­vel. Frau Lämm­lein berich­tet dazu, dass die Liste der Denk­mä­ler nach dem Stand von 1976 zur Zeit in Über­ar­bei­tung ist, auf aktu­el­len Stand gebracht wird und sehr gute Fort­schrit­te macht. Rein­hold Göl­ler merkt an, dass die Aus­wei­sung von Natur­denk­mä­lern auch eine Etat­fra­ge ist, weil der Schutz von Natur­denk­mä­lern Kosten auf­wirft, die vom Land­kreis zu tra­gen sind. Was den gesetz­li­chen Schutz der Höh­len betrifft bzw. deren gewerb­li­che Nut­zung, dar­über soll in der Nov. Sit­zung dis­ku­tiert wer­den.

Es häu­fen sich die Anfra­gen beim BN: War­um gibt es kei­ne recht­zei­ti­gen Infor­ma­tio­nen und Bür­ger­be­tei­li­gun­gen bei der Auf­stel­lung von Funk­ma­sten des Tetra-Behör­den­funks?

Der Land­rat erklärt: „Der Erbau­er ist der Staat. Eine Geneh­mi­gung ist nicht erfor­der­lich. Sei­ne Behör­de ist auch nicht ein­ge­bun­den. Die Gemein­den wer­den von aus­füh­ren­den Fir­men im Auf­trag des Frei­staats direkt ange­spro­chen. R.Göller: „Das Netz des staat­li­chen Bau­am­tes und der Regie­rung wo ein Mast auf­ge­stellt wer­den soll ist Ver­schluss­sa­che“.

Rand­strei­fen der Kreis- und Gemein­de­stra­ßen haben oft den Cha­rak­ter von „Bio­to­pen am Stra­ßen­rand“. Hier wünscht sich der Bund Natur­schutz mehr Rück­sicht­nah­me bei den not­wen­di­gen Mäh­ar­bei­ten. Dr. Fried­rich Oeh­me: „Eine opti­ma­le Wahl des Mäh­zeit­punkts durch den Kreis­bau­hof könn­te u.a. zur Arten­viel­falt der Schmet­ter­lin­ge bei­tra­gen.“ Der Land­rat stimmt dem Anlie­gen des BN prin­zi­pi­ell zu, möch­te aber beim näch­sten Run­den Tisch (23.11.2011) eine Lösung unter Hin­zu­zie­hung der zustän­di­gen Fach­ab­tei­lung dis­ku­tie­ren.

Bei der Vor­be­rei­tung eines BN-Falt­blat­tes zur Bio­di­ver­si­tät im Land­kreis Forch­heim: „Blü­hen­der Forch­hei­mer Land­kreis“ anläss­lich des 100-jäh­ri­gen Bestehens des Bun­des Natur­schutz in Bay­ern und des 40-jäh­ri­gen Grün­dungs­ju­bi­lä­ums der Kreis­grup­pe Forch­heim im Jah­re 2013 sag­te Land­rat R. Glau­ber eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung zu. Dabei sol­len auch die Land­schafts­schutz­ge­bie­te im Land­kreis gewür­digt und das The­ma „braucht Land­schaft Schutz“ erör­tert wer­den?

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