Distrikts­vor­ste­her haben immer ein offe­nes Ohr: Bay­reuth ist in 39 Stadt­di­strik­te ein­ge­teilt

Weh­we­chen und Wün­sche

„Wir sind ein fried­li­cher Distrikt, bei uns gibt es kaum Ärger“, schmun­zelt Richard Frank aus Destu­ben. Der 82-Jäh­ri­ge ist einer der 39 ehren­amt­li­chen Distrikts­vor­ste­her in Bay­reuth und Ansprech­part­ner für rund 400 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Stadt­teil Destu­ben, Thier­gar­ten und Rödens­dorf. Seit 1991 ist Frank als Bin­de­glied zwi­schen der Stadt­ver­wal­tung und den Nach­barn in „sei­nem“, dem 37. Distrikt tätig. „Und wenn es mir wei­ter­hin gesund­heit­lich gut geht, dann mache ich das auch noch bis Ende der Wahl­pe­ri­ode 2014“, so Frank.

Die ein­zel­nen Distrikts­vor­ste­her wer­den näm­lich zu Beginn einer Wahl­pe­ri­ode vom Stadt­rat bestellt, des­we­gen ist ihre Amts­zeit genau­so lang wie die der Stadt­rä­te. „Ursprüng­lich soll­te ich mich damals für eine Stadt­rats­kan­di­da­tur auf­stel­len las­sen, aber ich hat­te mich gera­de mit mei­nem Archi­tek­tur­bü­ro selbst­stän­dig gemacht und aus Zeit­grün­den abge­lehnt. Und dann wur­de ich gefragt, ob ich Distrikts­vor­ste­her sein möch­te“, erzählt Frank.

Eine Bay­reu­ther Beson­der­heit

Distrikts­vor­ste­her sind eine kom­mu­na­le Beson­der­heit – kei­ne ande­re Stadt in Bay­ern hat die­ses Ehren­amt ein­ge­führt. In Bay­reuth hat der dama­li­ge Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Oskar Mey­er bereits 1946 die ersten Distrikts­vor­ste­her ernannt. Ihre Haupt­auf­ga­be ist bis heu­te die Ver­mitt­lung zwi­schen der Bevöl­ke­rung und der Stadt­ver­wal­tung, sie sind für bei­de Sei­ten der erste Ansprech­part­ner.

„Natür­lich kom­men immer wie­der Leu­te aus unse­rem Distrikt mit ihren Weh­weh­chen und Wün­schen zu mir – dafür bin ich ja da. Dabei han­delt es sich aber meist um klei­ne Sachen, die schnell aus der Welt zu schaf­fen sind“, berich­tet Frank von sei­ner Arbeit. In sei­ner bis­he­ri­gen Amts­zeit ging es meist um den Ver­kehr in und um Destu­ben, zum Bei­spiel um zu enge Stra­ßen, um nicht vor­han­de­ne Geh­stei­ge, um Bus­hal­te­stel­len oder man­geln­de Park­mög­lich­kei­ten. In allen Fäl­len ver­sucht der Distrikt­vor­ste­her, zwi­schen den Bewoh­nern und der Ver­wal­tung zu ver­mit­teln, um gemein­sam Lösun­gen und Kom­pro­mis­se zu fin­den, die allen Betei­lig­ten gerecht wer­den.

Mit ihrem Ein­satz lei­sten die Distrikt­vor­ste­her einen wich­ti­gen Bei­trag zu einem har­mo­ni­schen Mit­ein­an­der in der Stadt. Sie ken­nen ihren über­schau­ba­ren Bereich, wis­sen um die Pro­ble­me in ihrem Distrikt und sind mit den ört­li­chen Gege­ben­hei­ten ver­traut. Auf­grund ihrer Nähe zum Bür­ger sind sie damit eine wert­vol­le Stüt­ze für die Ver­wal­tung – und für die Distrikts­be­woh­ner ein wert­vol­ler und unbü­ro­kra­ti­scher Hel­fer in allen Fra­gen rund ums Leben und Woh­nen in Bay­reuth.

Info: Alle Bay­reu­ther Distrikts­vor­ste­her mit Adres­sen und Tele­fon­num­mern fin­den Inter­es­sier­te im Inter­net unter www​.bay​reuth​.de.

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