An der Uni­ver­si­tät Bay­reuth ent­wickelt: Pro­gramm­sy­stem Z88Aurora über­zeugt Inge­nieu­re

15.000 Down­loads in nur einem Jahr

Das Team des Lehrstuhls

Das Team des Lehr­stuhls

Bereits im ver­gan­ge­nen Okto­ber hat­te ein erfolg­rei­cher Work­shop mit 35 Teil­neh­mern aus Indu­strie und For­schung statt­ge­fun­den, jetzt war die Nach­fra­ge der Indu­strie erneut stark: Das Team des Lehr­stuhls für Kon­struk­ti­ons­leh­re und CAD der Uni­ver­si­tät Bay­reuth orga­ni­sier­te in die­sen Tagen ein wei­te­ren Work­shop zum Pro­gramm­sy­stem Z88Aurora. Der geriet zugleich zu einer Geburts­ag­fei­er – fast auf den Tag genau vor einem Jahr hat­ten die Kon­struk­ti­ons­ex­per­ten der Uni­ver­si­tät Bay­reuth ihr frei ver­füg­ba­res Soft­ware-Paket der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt.

Unter der Lei­tung von Pro­fes­sor Dr.-Ing. Frank Rieg war am Lehr­stuhl für Kon­struk­ti­ons­leh­re und CAD das Pro­gramm­sy­stem Z88Aurora ent­wickelt wor­den, es basiert auf der bewähr­ten Fini­te-Ele­men­te (FE) Soft­ware Z88. Die­ses Nach­fol­ge­pro­gramm wur­de benut­zer­ge­recht auf die Bedürf­nis­se einer Inge­nieurs­an­wen­dung zuge­schnit­ten. Von Inge­nieu­ren für Inge­nieu­re.

Wenn Desi­gner und Inge­nieu­re Maschi­nen oder Bau­tei­le kon­stru­ie­ren, wenn sie Kon­sum­gü­ter ent­wer­fen, Leicht­bau betrei­ben oder auch vor der Auf­ga­be ste­hen, Res­sour­cen ein­zu­spa­ren, gehö­ren Fini­te-Ele­men­te-Pro­gram­me inzwi­schen zu ihren wich­tig­sten Werk­zeu­gen. Die Fini­te-Ele­men­te-Ana­ly­se ist eine com­pu­ter­ge­stütz­te Metho­de zur Festig­keits­be­rech­nung. Dabei wird ein Bau­teil in vie­le klei­ne Tei­le (eben in fini­te Ele­men­te) unter­teilt, um Bela­stun­gen beim Betrieb des Teils zu ana­ly­sie­ren. Hält das Bau­teil den Bela­stun­gen stand? Kann Mate­ri­al ein­ge­spart wer­den? Ist das Design bes­ser als das Vor­he­ri­ge? In der Fol­ge lässt sich mit der Fini­te-Ele­men­te-Ana­ly­se der teu­re Bau von Pro­to­ty­pen redu­zie­ren, las­sen sich auf­wen­di­ge Ver­su­che mini­mie­ren und belast­ba­re Aus­sa­gen über die Halt­bar­keit von
Kon­struk­tio­nen tref­fen.

Seit dem erfolg­rei­chen Start vor einem Jahr, so erklär­te Pro­fes­sor Rieg bei dem jet­zi­gen Work­shop, wur­de das Pro­gramm über 15.000mal von der Home­page (www​.z88​.de) her­un­ter­ge­la­den. Ein Vier­tel der Down­loads ent­fal­len dabei auf die App­le/­Mac-Ver­si­on, da Z88Aurora das ein­zi­ge FE-Pro­gramm ist, das als Free­ware unter die­sem Betriebs­sy­stem ange­bo­ten wird. „Erfreu­lich sind das rege Inter­es­se und die zahl­rei­chen Erwei­te­rungs­vor­schlä­ge sei­tens der Wirt­schaft“, so Pro­fes­sor Rieg. Modu­le für Tem­pe­ra­tur­be­rech­nun­gen, Kon­takt­be­rech­nung, Ana­ly­se nicht­li­nea­ren Mate­ri­al­ver­hal­tens, Fre­quenz­ana­ly­sen sowie ein Zusatz­pro­gramm zur Opti­mie­rung sind in Pla­nung und sol­len in den fol­gen­den Pro­gramm­ver­sio­nen ver­wirk­licht wer­den.

Die neu kon­zi­pier­te FE-Soft­ware Z88Aurora dient der Berech­nung von sta­tisch-mecha­ni­schen Pro­blem­stel­lun­gen. Das drei­glied­ri­ge System, bestehend aus Prä­pro­zes­sor (Zuwei­sen von Rand­be­din­gun­gen), Sol­ver (Berech­nen mit­tels ite­ra­ti­ver oder direk­ter linea­rer Glei­chungs­lö­ser), Post­pro­zes­sor (Visua­li­sie­ren der Ergeb­nis­se), soll sowohl für den uni­ver­si­tä­ren als auch für den Gebrauch in klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men (KMU) die­nen. Mit­tels Doku­men­ta­ti­ons­hil­fen (Hand­bü­cher, Vide­os, Bei­spie­len, etc.) sind ein Ein­stieg und das Erler­nen des Pro­gramms mühe­los und unkom­pli­ziert mög­lich.

Aktu­el­le For­schungs­be­rei­che des Lehr­stuhls für Kon­struk­ti­ons­leh­re und CAD sind die Mate­ri­al- und die geo­me­tri­sche Nicht­li­nea­ri­tät, freie Eigen­schwin­gun­gen, Kon­takt­be­rech­nun­gen sowie die sta­tio­nä­re und insta­tio­nä­re Wär­me­lei­tung. Des Wei­te­ren wird Z88Aurora als erstes FE-Pro­gramm ein eige­nes Sprach­mo­dul erhal­ten. Der Benut­zer kann dann die Spra­che nach Belie­ben an die eige­ne Mut­ter­spra­che anpas­sen. Die­se Modu­le und eine kon­text­sen­si­ti­ve Hil­fe, die den Benut­zer durch das Pro­gramm führt, um somit einen rei­bungs­lo­sen Ablauf zu garan­tie­ren, sol­len in zukünf­ti­gen Ver­sio­nen in Z88Aurora imple­men­tiert wer­den.

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