Blick über den Zaun: Kurio­se Spiel­fi­gu­ren im Zirn­dor­fer Muse­um

Spielfigur "Busy Secretary"

Spiel­fi­gur “Busy Secreta­ry”

Blin­kend, rau­chend und mit viel Getö­se kom­men sie daher, die ori­gi­nel­len und far­ben­fro­hen bat­te­rie­be­trie­be­nen Spiel­fi­gu­ren aus Japan. Vom 11. Juni bis 03. Okto­ber zeigt das städ­ti­sche Muse­um eine inter­es­san­te Samm­lung „Bat­te­ry Toys“. In den 1950er und 1960er waren sie beson­ders bei den Ame­ri­ka­nern sehr beliebt. Neben Fred Feu­er­stein, Mickey Mou­se und Fran­ken­stein sind Clow­ne­rien und vie­le amü­san­te Tie­re und Scherz­fi­gu­ren im Dach­saal des Muse­ums zu Gast.

Bis zum zwei­ten Welt­krieg kamen haupt­säch­lich bil­li­ge Imi­ta­te euro­päi­scher und ame­ri­ka­ni­scher Blech­spiel­wa­ren aus Japan. Als dor­ti­ge Spiel­wa­ren­her­stel­ler die bis­her übli­chen Feder­wer­ke und Uhr­werk­an­trie­be durch klei­ne bat­te­rie­be­trie­be­ne Elek­tro­mo­to­ren ersetz­ten, kam Ende der 1940er Jah­re die Wen­de. Die mit bun­ten Stof­fen und Plüsch über­zo­ge­nen Blech­kör­per konn­ten nun noch kom­pli­zier­te­re Bewe­gun­gen und aus­ge­fal­le­ne Funk­tio­nen aus­füh­ren. Mit neu­en Licht‑, Ton- und Rau­ch­ef­fek­te ent­wickel­te sich die Spiel­zeug­indu­strie Japans rasant und hat­te Deutsch­land bald über­holt. Ihre far­ben­rei­chen Pro­duk­te waren von hoher Qua­li­tät und sorg­ten stets für Belu­sti­gung. Das Figu­ren­re­per­toire in der Son­der­aus­stel­lung ist eben­so viel­fäl­tig wie kuri­os. So ver­liert Fran­ken­stein stän­dig sei­ne Hose, Miss Fri­day klim­pert laut auf ihrer Schreib­ma­schi­ne und die hung­ri­ge Kat­ze fängt eif­rig Fische. Die zahl­rei­chen Affen, Bären, Häs­chen und Clowns machen genau­so Lärm wie die leb­haf­ten Cow­boys, India­ner und die vie­len humor­vol­len mensch­li­che Figu­ren.

Bis heu­te haben die „Bat­te­ry Toys made in Japan“ nichts von ihrem Charme ein­ge­büßt. Seit eini­gen Jah­ren sind sie vor allem mit ihren inter­es­san­ten Ori­gi­nal­kar­tons bei Samm­lern sehr begehrt.

In einem Film sind alle Bat­te­rie­au­to­ma­ten der Aus­stel­lung auch in Akti­on zu sehen. Eini­ge zei­gen sogar in der Vitri­ne ihr phan­ta­sie­rei­ches Kön­nen. Ein wah­res Ver­gnü­gen für die gan­ze Fami­lie!

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Muse­um Zirn­dorf, Spi­tal­stra­ße 2, 90513 Zirn­dorf, Tel.: 0911–96060590, Öff­nungs­zei­ten: Di-So 10–12 u. 14- 17 Uhr / Som­mer­öff­nungs­zei­ten vom 1. Juli bis 11. Sep­tem­ber Di-So 10–17 Uhr, www​.zirn​dorf​.de/​m​u​s​eum

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