Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur Stadt und Land­kreis Bam­berg gegrün­det

Staats­se­kre­tä­rin Mela­nie Huml über­reicht För­der­be­scheid

Stadt und Land­kreis Bam­berg haben eine Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur gegrün­det. Hin­ter dem Begriff ver­birgt sich eine Geschäfts­stel­le zur Bün­de­lung der Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten in der Regi­on. Mög­lich wur­de die Ein­rich­tung einer sol­chen Agen­tur nur durch die groß­zü­gi­ge För­de­rung durch das Baye­ri­sche Mini­ste­ri­um für Wirt­schaft, Infra­struk­tur, Ver­kehr und Tech­no­lo­gie, das 2010 ein För­der­pro­gramm für Ener­gie­agen­tu­ren auf­ge­legt hat. Über­reicht wur­de der För­der­be­scheid über 130.000 Euro für drei Jah­re von Umwelt­staats­se­kre­tä­rin Mela­nie Huml: „Die Grün­dun­gen von Ener­gie­agen­tu­ren sind Trieb­fe­dern der Ener­gie­wen­de. Die auf regio­na­ler und kom­mu­na­ler Ebe­ne täti­gen Agen­tu­ren lei­sten aus­ge­zeich­ne­te Arbeit. Sie bie­ten Haus­be­sit­zern, Ver­brau­chern sowie Indu­strie- und Gewer­be­be­trie­ben eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge, unab­hän­gi­ge Ener­gie­be­ra­tung“, so Huml.

Im Anschluß an die Über­ga­be unter­zeich­ne­ten Land­rat Dr. Gün­ther Denz­ler und Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke die Ver­ein­ba­rung für die Grün­dung der Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur. Land­rat Dr. Gün­ther Denz­ler: „Mit der Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur haben die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Stadt und Land­kreis künf­tig eine Anlauf­stel­le für alle Fra­gen rund um das The­ma Kli­ma­schutz. Dar­über hin­aus sind bereits heu­te erste Pro­jek­te geplant, um die Öffent­lich­keit für das The­ma zu sen­si­bi­li­sie­ren. Neben Ener­gie­be­ra­tun­gen vor Ort bei den Bür­gern fin­det am 17. Juli auf dem Gelän­de des Kreis­bau­ho­fes in Mem­mels­dorf die 1. Ener­gie­mes­se statt.“

Die Geschäfts­füh­rung der Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur wird zunächst für zwei­ein­halb Jah­re Kreis­bau­mei­ste­rin Gabrie­le Pfeff-Schmidt inne­ha­ben, anschlie­ßend wech­selt die Geschäfts­füh­rung zur Stadt Bam­berg. Dort wird Umwelt­re­fe­rent Ralph Haupt die Auf­ga­ben des Geschäfts­füh­rers wahr­neh­men. Des Wei­te­ren arbei­ten die bei­den Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten von Stadt und Land­kreis Bam­berg gemein­sam für die Geschäfts­stel­le, sie wer­den dabei von zwei Assi­stenz­kräf­ten unter­stützt.

Die Ein­rich­tung einer Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur ist ein zen­tra­ler Mei­len­stein der im Sep­tem­ber 2008 gegrün­de­ten Kli­maal­li­anz Bam­berg. Eines der Zie­le der Alli­anz ist die Ener­gie­aut­ar­kie bis 2035. Um den Ist-Zustand und die Poten­zia­le an Erneu­er­ba­ren Ener­gien zu ermit­teln, wur­de das Fraun­ho­fer Insti­tut, UMSICHT mit der Erstel­lung einer Poten­zi­al­ana­ly­se beauf­tragt. Die Stu­die stellt fest, dass unter bestimm­ten Vorraus­set­zun­gen eine Ener­gie­aut­ar­kie ohne Kfz-Strom mach­bar ist. Auch im Rah­men der Poten­zi­al­ana­ly­se wur­de die Ein­rich­tung einer Geschäfts­stel­le zur Bün­de­lung der Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten vor­ge­schla­gen. „Die­sen wich­ti­gen Schritt haben Stadt und Land­kreis Bam­berg mit der Ver­trags­un­ter­zeich­nung zur Ein­rich­tung einer Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur nun voll­zo­gen“, so Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke.

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