Stun­de der Gar­ten­vö­gel in Bay­ern: Dem Spatz geht’s bes­ser

Star nimmt zu – Mehl­schwal­be auf nied­ri­gem Niveau – Betei­li­gung in Bay­ern 35% höher

Knapp 9.000 baye­ri­sche Natur­freun­de zähl­ten 210.000 Vögel in 6.000 Gär­ten, Bal­ko­nen und Parks. Das ist die posi­ti­ve Bilanz der sieb­ten Stun­de der Gar­ten­vö­gel in Bay­ern, die am zwei­ten Mai­wo­chen­en­de statt­fand. Die Ergeb­nis­se, die land­kreis­ge­nau zur Ver­fü­gung ste­hen, fal­len sehr unter­schied­lich aus: Wäh­rend Spatz und Star zule­gen konn­ten, blie­ben Mehl­schwal­be und Buch­fink zurück.

So hat der Spatz nach jah­re­lan­gem Rück­gang sei­nen Spit­zen­platz wie­der festi­gen und in allen Bezir­ken zurück­er­obern kön­nen. Sogar in Mün­chen, wo er zuletzt nur noch auf dem 7. Rang stand, konn­te er etwas zule­gen. Erst die Zäh­lun­gen der näch­sten Jah­re kön­nen laut LBV jedoch zei­gen, ob es sich dabei wirk­lich um eine Trend­um­kehr han­delt.

Beson­ders stark war der Star, der lan­ge Zeit auf Platz 3 stand und erst am Schluss der Ein­ga­be auf Platz 4 zurück­fiel. Sein posi­ti­ver Trend der letz­ten Jah­re wur­de durch das war­me Früh­jahr ver­stärkt. Denn so waren in vie­len Gär­ten bereits die Jung­vö­gel aus­ge­flo­gen, was die Zahl der gemel­de­ten Vögel in die Höhe trieb.

Eine Hoff­nung der Umwelt­schüt­zer zer­schlug sich jedoch beim Abschnei­den der Mehl­schwal­be in Bay­ern. Sie hat­te im Vor­jahr einen star­ken Ein­bruch zu ver­zeich­nen, den sie in die­sem Jahr nur gering­fü­gig aus­glei­chen konn­te. Die Ursa­chen für den bun­des­weit deut­li­chen Rück­gang des Buch­fin­ken, der sich bereits seit 2005 abzeich­ne, sind noch unklar.

Beson­de­res Augen­merk schenk­ten die Vogel­schüt­zer dem zum „Vogel des Jah­res“ gewähl­ten Gar­ten­rot­schwanz. Der süd­lich der Saha­ra über­win­tern­de Zug­vo­gel konn­te in Bay­ern sein Vor­jah­res­ni­veau hal­ten und lag in den Streu­obst­ge­bie­ten Unter­fran­kens sogar auf Platz 21.

Die Betei­li­gung lag in Bay­ern 35 % über dem Vor­jahr, was der LBV auf ein stei­gen­des Inter­es­se an der Vogel­welt zurück­führt. Die zahl­rei­chen Emails, Anru­fe und Brie­fe zeig­ten, dass bei vie­len Teil­neh­mern eine regel­rech­te Begei­ste­rung für die Natur vor der eige­nen Haus­tür herr­sche. Der LBV und sein Part­ner Natur­schutz­bund Deutsch­land (NABU) sehen dar­in eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für erfolg­rei­chen Natur­schutz.

Die baye­ri­schen Ergeb­nis­se sind land­kreis­ge­nau auf www​.stun​de​-der​-gar​ten​vo​e​gel​.lbv​.de ein­zu­se­hen.

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