Aus­stel­lungs­über­sicht der Bam­ber­ger Muse­en bis August 2011

Über­blick der aktu­el­len Aus­stel­lun­gen in allen drei Häu­sern der “MUSE­EN DER STADT BAM­BERG” (Altes Rat­haus, Histo­ri­sches Muse­um Bam­berg, Stadt­ga­le­rie Bam­berg- Vil­la Des­sau­er).

Altes Rat­haus

Obe­re Brücke 1 – 96047 Bam­berg – Di – So 9:30 – 16:30 Uhr
Tel. 0951.87 1871 (Kas­se) – Tel. 0951.87 1142 (Ver­wal­tung)
www​.muse​um​.bam​berg​.de – museum@​stadt.​bamberg.​de

5.2. – 6.11.2011
Von Ans­bach bis Zürich
Die Manu­fak­tu­ren der Samm­lung Lud­wig Bam­berg

Nach­dem in der Samm­lung Lud­wig 2010 der Blick ganz auf die Manu­fak­tur Mei­ßen und damit auf die Erfin­dung des euro­päi­schen Por­zel­lans gerich­tet war, wird im Jahr 2011 die gan­ze Band­brei­te der Por­zel­lan­kunst zu sehen sein. Vie­le der aus­ge­stell­ten Kost­bar­kei­ten waren jah­re­lang nicht mehr öffent­lich zu sehen und wer­den ganz neu prä­sen­tiert.

Mei­ßen hat­te das Geheim­re­zept der Por­zel­lan­her­stel­lung um jeden Preis bewah­ren wol­len, doch schon weni­ge Jah­re spä­ter dran­gen die Spe­zi­al­kennt­nis­se Stück für Stück nach außen und ein wah­rer Grün­dungs­boom setzt ein. Man riss sich aller­or­ten um die Por­zel­l­an­künst­ler, warb sie ab, lock­te sie und droh­te ihnen. Nach und nach ent­stan­den die ande­ren gro­ßen Por­zel­lan­ma­nu­fak­tu­ren wie Nym­phen­burg und Ber­lin, Höchst und Für­sten­berg, Lud­wigs­burg und Fran­ken­thal. Auch klei­ne­re Fabri­ken lei­ste­ten Erstaun­li­ches und run­den das Bild des euro­päi­schen Por­zel­lans im 18. Jahr­hun­dert ab. Frän­ki­sche Manu­fak­tu­ren wie Ans­bach und Würz­burg sind ver­tre­ten, dane­ben äußerst rare Stücke aus Nea­pel und Vene­dig, aus Sèv­res und Zürich.

ganz­jäh­rig
GLANZ DES BAROCK
Samm­lung Lud­wig Bam­berg – Fay­ence und Por­zel­lan

Straß­bur­ger Fay­en­cen und Mei­ße­ner Por­zel­lan ste­hen im Mit­tel­punkt der Samm­lung Lud­wig im Alten Rat­haus. Figu­ren als Tisch­de­ko­ra­ti­on, Ter­ri­nen in Tier­form, Duft­ge­fä­ße und Ser­vice erin­nern in der Samm­lung Lud­wig an das prunk­vol­le Leben und die Tisch­kul­tur des 18. Jahr­hun­derts. Außer­halb Frank­reichs wird man kaum eine grö­ße­re Pri­vat­samm­lung mit Straß­bur­ger Fay­en­cen antref­fen. Eine beson­de­re Attrak­ti­on ist bei­spiels­wei­se eine sehr sel­te­ne Ter­ri­ne in Form eines Trut­hahns, die schon allein auf­grund ihrer Grö­ße beein­druckt. Die Samm­lung zeigt auch die Ent­wick­lung der Mei­ße­ner Por­zel­lan­erfin­dung vom Bött­ger­stein­zeug über die ersten Por­zel­lan­mi­schun­gen mit Ala­ba­ster bis hin zur end­gül­ti­gen, noch heu­te ver­wen­de­ten Rezep­tur. Abge­run­det wird die Samm­lung durch Expo­na­te aller ande­ren wich­ti­gen Manu­fak­tu­ren des 18. Jahr­hun­derts.

Histo­ri­sches Muse­um Bam­berg

Dom­platz 7 – 96049 Bam­berg – Di – So 9 – 17 Uhr
Tel. 0951.5190746 (Kas­se) – Tel. 0951.87 1142 (Ver­wal­tung)
www​.muse​um​.bam​berg​.de – museum@​stadt.​bamberg.​de

16.4. – 6.11.2011
Camin­ob­scu­ra – Gün­ter Der­leth – Sven Nie­der
Spa­ni­sche Pil­ger­we­ge in Foto­gra­fien der Came­ra obscu­ra

Gün­ter Der­leth und Sven Nie­der haben, ohne von­ein­an­der zu wis­sen, im Jah­re 2003 den Cami­no Fran­ces und den Cami­no Moza­ra­be mit der Came­ra Obscu­ra erkun­det. Das archai­sche Instru­ment, das fast so alt ist wie die Folie der Pil­ger­we­ge selbst, gewähr­te ihnen jene Frei­heit, auf visu­el­ler Ebe­ne eine Ent­spre­chung zur eige­nen Seh- und Geh­erfah­rung zu fin­den. Ihre Bil­der­kun­dun­gen zeu­gen denn auch ein­drucks­voll von eben­so tie­fem Ernst wie tie­fer Gelas­sen­heit. Bei­de Erfah­run­gen sind untrenn­bar mit dem Gehen ver­bun­den. Denn Wege ver­än­dern das Sehen.

16.4. – 6.11.2011
Jacobs Brü­der – Vom Pil­gern

Als „Jacobs Brü­der“ pil­gern die Men­schen seit dem Mit­tel­al­ter zum Grab des hei­li­gen Apo­stels Jako­bus im spa­ni­schen Sant­ia­go de Com­po­ste­la. Die gefahr­vol­le Rei­se in den äußer­sten Westen Euro­pas dient bis heu­te der reli­giö­sen Besin­nung und spi­ri­tu­el­len Erfah­rung. Neben der Fröm­mig­keit kann aber auch Neu­gier und Rei­se­lust ein Antrieb zum Pil­gern sein. Die Aus­stel­lung zeigt Kunst­wer­ke, Pil­ge­ran­den­ken und sozi­al­ge­schicht­li­che Zeug­nis­se und erzählt vom Pil­gern.

16.4. – 6.11.2011
Im Fluss der Geschich­te – Bam­bergs Lebens­ader Reg­nitz
(als neue Dau­er­aus­stel­lung ein­ge­rich­tet)

Auf­grund der gro­ßen Beliebt­heit wird die von der UNESCO preis­ge­krön­te Son­der­schau ab Früh­jahr 2011 in Koope­ra­ti­on mit dem Fluss­pa­ra­dies Fran­ken e.V. als Dau­er­aus­stel­lung im Histo­ri­schen Muse­um Bam­berg zu sehen sein. Die Aus­stel­lung zeigt auf, wie eng Stadt- und Fluss­ge­schich­te in Bam­berg ver­knüpft sind und fokus­siert die Bedeu­tung des Flus­ses für die wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Ent­wick­lung von Stadt und Regi­on. Sie stellt so bei­spiel­haft die Ver­bin­dung von Geschich­te, Kul­tur und Natur dar. Hier­bei wer­den die unter­schied­li­chen The­men Brücken­bau und Archi­tek­tur, Öko­lo­gie und Archäo­lo­gie, Schiff­fahrt und Kanal­bau, Hand­werk und Frei­zeit am Fluss auf­ge­grif­fen und in Bezie­hung gesetzt. Die Aus­stel­lung regt durch inter­ak­ti­ve Ele­men­te zum Mit­ma­chen an und wird auch 2011 durch ein Begleit­pro­gramm ergänzt, das durch Aktio­nen und Füh­run­gen die Aus­stel­lung mit Stadt und Regi­on ver­bin­det. Auch in die­sem Jahr wer­den wie­der muse­ums­päd­ago­gi­sche Pro­gram­me für Kin­der­gär­ten und Schu­len ange­bo­ten. Ein beson­de­res High­light ist der Audio-Gui­de, der durch eine mul­ti­me­dia­le GPS-Füh­rung die Aus­stel­lung mit der UNESCO-Welt­erbe­stadt ver­bin­det.

16.4. – 6.11.2011
100 Mei­ster­wer­ke
Von Lucas Cra­nach über Pie­ter Breu­ghel zu Otto Moder­sohn

Mei­ster­wer­ke aus sie­ben Jahr­hun­der­ten wur­den aus den Kunst­schät­zen der städ­ti­schen Gemäl­de­samm­lung aus­ge­wählt und geben einen Ein­blick in die rei­che Viel­falt der Bam­ber­ger Samm­lung. Wer­ke aus dem Mit­tel­al­ter bis zum frü­hen 20. Jahr­hun­dert wer­den in der ehe­ma­li­gen Hof­hal­tung Kai­ser Hein­richs II. in einem male­ri­schen Fach­werk­flü­gel der Renais­sance­zeit gezeigt.

16.4. – 6.11.2011
Von der Roman­tik bis zur Grün­der­zeit
Bür­ger­kul­tur im 19. Jahr­hun­dert in Bam­berg

Die Schau­samm­lung zeigt Male­rei, Gra­fik und Kunst­hand­werk aus dem Zeit­raum von der Roman­tik bis zur Grün­der­zeit. Auf einer Flä­che von ca. 350 qm wer­den das bür­ger­li­che Enga­ge­ment und der damit ver­bun­de­ne Auf­bruch nach der Säku­la­ri­sa­ti­ons­zeit the­ma­ti­siert. Por­träts zei­gen bedeu­ten­de Per­sön­lich­kei­ten aus dem Bam­ber­ger Bür­ger­tum.

Von über­re­gio­na­ler Bedeu­tung sind die zusam­men­ge­tra­ge­nen Objek­te zum Wir­ken des Schmidt’schen Por­zel­lan­ma­ler­insti­tuts in Bam­berg. Es sind wert­vol­le Ser­vice und Ein­zel­stücke nach Vor­la­gen mei­ster­li­cher Maler­kunst von der Renais­sance bis zum 19. Jahr­hun­dert. Möbel, Musik­in­stru­men­te, Gefä­ße, Gerä­te, Tex­ti­li­en und Schmuck aus der Zeit des Bie­der­mei­er run­den das Bild ab.

16.4. – 6.11.2011
Aus frän­ki­schen Küchen auf den Tisch
Küchen­ge­schirr und Tisch­kul­tur von der Jung­stein­zeit bis ins 20. Jahr­hun­dert – Eine Aus­wahl aus der Samm­lung des Histo­ri­schen Ver­eins Bam­berg

Die Aus­stel­lung zeigt Vor­rats­ge­fä­ße und Koch­ge­schirr aus Gra­bun­gen in und um Bam­berg, stellt aus der Küche des 18. Jahr­hun­derts kup­fer­ne Pud­ding­for­men, Zinn­ge­schirr und Back­mo­del vor und prä­sen­tiert edle Barock­glä­ser. Die Tisch­kul­tur des 19. Jahr­hun­derts spie­gelt sich in Por­zel­lan und dama­ste­ner Tisch­wä­sche wider. Abge­run­det wird die Aus­wahl durch Geschirr und Spei­se­kar­ten aus Bam­ber­ger Gast­häu­sern.

Stadt­ga­le­rie Bam­berg- Vil­la Des­sau­er

Hain­stra­ße 4a – 96047 Bam­berg – nur zu Son­der­aus­stel­lun­gen geöff­net:
Di – Do 10 – 16 – Fr – So 12 – 18 Uhr
Tel. 0951.87 1861 (Kas­se) – Tel. 0951.87 1142 (Ver­wal­tung)
www​.muse​um​.bam​berg​.de – museum@​stadt.​bamberg.​de

2.7. – 15.8.2011
Was will uns der Künst­ler damit sagen?
Jah­res­aus­stel­lung des Berufs­ver­ban­des Bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler Ober­fran­ken e.V.

Über Kunst wur­de und wird schon immer viel gespro­chen: Aus­stel­lungs­re­den, Feuil­le­ton­tex­te, Small­talk. Gro­ße Auf­merk­sam­keit ent­steht recht schnell durch „bewähr­te“ Zuta­ten: Pro­vo­ka­ti­on, Blas­phe­mie, Por­no­gra­phie, VIPs, pro­mi­nen­ter Ort, Men­schen, Tie­re Sen­sa­tio­nen etc..
Muss es um ein Werk, das dar­auf ver­zich­tet, auto­ma­tisch stil­ler wer­den? Wel­che Wor­te fol­gen auf wel­che Kunst? Die­ses Span­nungs­feld the­ma­ti­sie­ren Mit­glie­der des Berufs­ver­ban­des Bil­den­der Künst­ler und Künst­le­rin­nen Ober­fran­ken e.V. Die Besu­cher sind ein­ge­la­den nach Her­zens­lust zu inter­pre­tie­ren, kri­ti­sie­ren, schwa­dro­nie­ren.
.

Schreibe einen Kommentar