Lan­des­amt für Umwelt über­nimmt mit den Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten neue Auf­ga­be

„90.000 Kilo­me­ter Bäche sind wich­ti­ges Natur-Kapi­tal“

Mit den ‘Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten’ über­nimmt das Lan­des­amt eine neue und wich­ti­ge Auf­ga­be, erklär­te Claus Kumu­tat, Prä­si­dent des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Umwelt (LfU) in Augs­burg beim baye­ri­schen Bera­ter­tag der Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten.

Kumu­tat: „Bay­erns rund 90.000 Kilo­me­ter Bäche sind ein wich­ti­ges Rück­grat für die Bio­di­ver­si­tät. Mehr Natur­nä­he ist daher das wich­tig­ste Ziel der Unter­hal­tung und Ent­wick­lung die­ser Gewäs­ser“. Dafür för­dert der Frei­staat die Kon­zep­ti­on und Umset­zung von Gewäs­ser­re­na­tu­rie­run­gen. Über 50 erfah­re­ne Bera­ter unter­stüt­zen dar­über hin­aus die Kom­mu­nen, in deren Obhut die klei­nen Gewäs­ser lie­gen. Die Koor­di­na­ti­on und Lei­tung der Gewäs­ser­nach­bar­schaf­ten ist von der Regie­rung der Ober­pfalz ans LfU über­ge­gan­gen. „Die Bera­ter in den Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten enga­gie­ren sich in ganz Bay­ern für die natur­na­he Ent­wick­lung der Bäche“, so Kumu­tat.

Schwer­punkt­the­ma am Bera­ter­tag der Gewäs­ser-Nach­bar­schaf­ten ist die Umset­zung der EG-Was­ser­rah­men­richt­li­nie an den klei­nen Bächen. Sie for­dert den „guten Zustand“. In fünf baye­ri­schen Pilot­pro­jek­ten wird der­zeit gemein­de­über­grei­fend erprobt, wie die Vor­ga­ben der EG bei der Unter­hal­tung der klei­nen Gewäs­ser kon­kret umge­setzt wer­den kön­nen. Beson­ders im Fokus steht dabei die Ver­bes­se­rung der Durch­gän­gig­keit: Durch Weh­re und Abstür­ze kön­nen sich Fische und ande­re Was­ser­tie­re in den Bächen und Flüs­sen nicht mehr frei bewe­gen. Abhil­fe schaf­fen Ram­pen, Umge­hungs­ge­wäs­ser oder Fisch­auf­stiegs­hil­fen. Das LfU stellt beim Bera­ter­tag eine Samm­lung von kon­kre­ten Fall­bei­spie­len vor. Die­se zei­gen, wie die Öko­lo­gie an den klei­nen Bächen ver­bes­sert wer­den kann, ohne die Kom­mu­nen finan­zi­ell über Gebühr zu bela­sten. Die Fall­bei­spie­le wer­den an alle baye­ri­schen Kom­mu­nen, Städ­te und Krei­se kosten­los ver­teilt.

Wei­te­re Infos: www​.gn​-bay​ern​.de

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