Leserbrief: Buserschließung während des Weltkulturerbelaufs

Sehr geehrte Damen und Herren!

Während des Weltkulturerbelaufs waren viele Bereiche der Stadt Bamberg von der Buserschließung abgeschnitten. Den hiervon betroffenen Menschen wurde empfohlen, die Park & Ride-Plätze anzusteuern und die P&R-Buslinien für die Fahrt in die Innenstadt zu nutzen. Wie aber gelangt jemand, der auf den Linienbus angewiesen ist, zu den P&R-Plätzen? Offenbar gehen die Verantwortlichen davon aus, daß alle ein Kraftfahrzeug zur Verfügung haben. Dies jedoch ist mitnichten der Fall.

Es wäre wünschenswert, künftig in ähnlichen Fällen ein „Ersatzbusnetz“ vorzufinden, das allen Regionen der Stadt ein Mindestmaß an Erschließung bietet. So wäre denkbar, um das von der Veranstaltung betroffene Gebiet herum Haltepunkte einzurichten, von denen die Fahrgäste zu den in die Innenstadt führenden Linien gebracht werden. Die Einstellung, wer nicht selbst fahren kann, hat eben Pech und bleibt von der Mobilität ausgeschlossen, zeugt nicht gerade von Kundenfreundlichkeit. Kunden = Menschen, eben Fahrgäste, sind nicht nur Beförderungsfälle, die einfach links liegen gelassen werden dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Bönig
Gaustadt