Zustandserfassung an Staats- und Bundesstraßen

Das eingesetzte Messfahrzeug ist mit einem Frontbalken und integrierten Laserabtastungen ausgestattet, um die Fahrbahn nach Unebenheiten zu untersuchen und um die Querneigung zu ermitteln. Mit den Messwerten werden im Abstand von 20 Metern komplette Querprofile auf der gesamten Fahrbahnbreite generiert.

Messfahrzeug

Derzeit findet in Bayern die turnusmäßige Befahrung der Staats- und Bundesstraßen statt, die alle vier Jahre durchgeführt wird, um den Zustand der Straßen flächendeckend zu ermitteln. Auch wenn die massiven Straßenschäden des letzten Winters mit bloßem Auge erkennbar sind, geht es bei der Zustandserfassung um weitergehende Erkenntnisse. Mit Laserabtastungsgeräten wird die Straßenoberfläche nach Spurrinnen, Rissen, Flickstellen und allgemeinen Unebenheiten untersucht.

Ein weiteres Messfahrzeug ermittelt die Griffigkeit des Straßenbelages. Durch die angebrachten Videokameras wird die Straßenoberfläche aufgenommen und die Zustandswerte werden über das Stationierungssystem jeder Straße genau zugeordnet. Über die anschließende Auswertung erfolgt eine Berechnung der Zustandsgrößen und über festgelegte Warn- oder Schwellenwerte werden Substanz-, Gebrauchs- und Gesamtwerte gebildet. Die Zustandsgrößen können als wesentlicher Bestandteil in Kartenwerken und Zustandsprofilen visualisiert werden und dienen als Grundlage für die nachfolgende systematische Erhaltungsplanung. Durch die Überlagerung mit weiteren Kenndaten des Straßenabschnittes, werden unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, die vorzunehmenden Erhaltungsmaßnahmen geplant und umgesetzt.

Die eingesetzten Messfahrzeuge sind selbstsichernd und fahren während der Erfassung mit normaler Verkehrsgeschwindigkeit, so dass Verkehrsbehinderungen weitestgehend ausgeschlossen werden können. Die Verkehrsteilnehmer im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamtes Bamberg werden dennoch darum gebeten, in den Monaten Mai bis Oktober Rücksicht auf die Messfahrzeuge zu nehmen.