Blick über den Zaun: Eine unter­halt­sa­me Ent­deckungs­rei­se durch Zirn­dorf

Zwi­schen Fach­werk und Sand­stein

Die Stadt­füh­rung des Zirn­dor­fer Muse­ums „Von Badern, Brau­ern und Blech­bad­schern“ bie­tet am Sonn­tag, den 8. Mai um 14.30 Uhr einen unter­halt­sa­men und infor­ma­ti­ven Streif­zug durch Zirn­dorf. Beim Gang durch die Alt­stadt wer­den Geschich­ten über berühm­te Per­so­nen und von bedeu­ten­den Ereig­nis­sen erzählt sowie geschichts­träch­ti­ge Bau­ten wie das Bade­haus, die Braue­rei oder die Schmie­de vor­ge­stellt.

So erfah­ren die Teil­neh­mer bspw. dass im Revo­lu­ti­ons­jahr 1848 in Zirn­dorf der Sozi­al­de­mo­krat und Arbei­ter­füh­rer Karl Gril­len­ber­ger gebo­ren wur­de und dass hier seit 1840 Blech­spiel­wa­ren pro­du­ziert wer­den, wie z.B. der Brumm­krei­sel. Das heu­ti­ge Stadt­bild Zirn­dorfs ent­stand durch den Wie­der­auf­bau Zirn­dorfs nach sei­ner Zer­stö­rung im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg. Rund um die Kir­che St. Rochus fin­den sich Fach­werk­häu­ser aus der mark­gräf­li­chen Zeit, ver­streut dazwi­schen Gebäu­de mit ver­zier­ten Sand­stein­gie­beln. Sie geben Hin­weis auf Besit­zun­gen des Nürn­ber­ger Patri­zi­ats. Im inner­städ­ti­schen Bereich schlie­ßen sich Wohn­häu­ser aus der Grün­der­zeit an. Bis ins 20. Jahr­hun­dert hin­ein beher­berg­ten sie in ihren Kel­lern und Hin­ter­hö­fen klei­ne Betrie­be und Heim­ar­bei­ter­stät­ten zur Her­stel­lung von Blech­spiel­wa­ren. Sie waren neben den grö­ße­ren Spiel­wa­ren­her­stel­lern die Grund­la­ge für den wirt­schaft­li­chen Auf­schwung von Zirn­dorf im 19. Jahr­hun­dert.

Treff­punkt für den ca. 1 1/2 std. unter­halt­sa­men und abwechs­lungs­rei­chen Spa­zier­gang durch 1000 Jah­re beweg­te Stadt­ge­schich­te ist das Muse­um in der Spi­tal­stra­ße.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen: Muse­um Zirn­dorf, Spi­tal­stra­ße 2, 90513 Zirn­dorf, Tel.: 0911–96060590, Öff­nungs­zei­ten: Di-So 10–12 u. 14- 17 Uhr, www​.zirn​dorf​.de/​m​u​s​eum

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