Pro­jekt­tag zum The­ma “Leben mit Seh­be­hin­de­rung”

Ergo­the­ra­pie­schü­ler im ersten Aus­bil­dungs­jahr sam­meln wert­vol­le Selbst­er­fah­run­gen

"Leben mit Sehbehinderung"

“Leben mit Seh­be­hin­de­rung”

Die Ergotherapieschüler/​innen der Berufs­fach­schu­le für Ergo­the­ra­pie des Deut­schen Erwach­se­nen-Bil­dungs­wer­kes (DEB) führ­ten im Rah­men ihres Unter­richts einen Pro­jekt­tag zum The­ma „Leben mit Seh­be­hin­de­rung“ durch. Zu die­sem Tag hat­ten sich die Schü­ler die Exper­tin Frau Inge­borg Bren­del ein­ge­la­den. Sie arbei­tet in Ober­fran­ken als Reha­bi­li­ta­ti­ons­fach­kraft für Blin­de und Seh­be­hin­der­te beim Baye­ri­schen Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­bund e. V. (BBSB). Sie wur­de beglei­tet von Frau Ramer. Frau Ramer ist blind und berich­te­te den Schü­lern aus ihrem All­tag.

Im wei­te­ren Ver­lauf war es den Ergo­the­ra­pie­schü­lern wich­tig, sich selbst in die von Frau Ramer beschrie­be­nen Situa­tio­nen ein­zu­füh­len. Sie erleb­ten nun, dass all­täg­li­che Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten zu Her­aus­for­de­run­gen wer­den. So früh­stück­ten sie zum Bei­spiel mit ver­bun­de­nen Augen. Alle dazu nöti­gen Hand­grif­fe am gedeck­ten Früh­stücks­tisch muss­ten durch­ge­führt wer­den, ohne dabei etwas zu sehen. Gewohn­te Ver­rich­tun­gen – wie Bröt­chen mit But­ter und Mar­me­la­de bestrei­chen, ein gekoch­tes Ei schä­len, Kaf­fee oder Saft ein­schen­ken – ver­lang­ten von den Schü­lern Orga­ni­sa­ti­on, gegen­sei­ti­ge Ver­stän­di­gung, Geduld und Auf­merk­sam­keit. Die Schü­ler wur­den so für ein Leben ohne den Seh­sinn sen­si­bi­li­siert.

Die Erfah­rung schul­te ihr Ein­füh­lungs­ver­mö­gen für Men­schen mit Seh­be­hin­de­rung, mit deren Betreu­ung oder Beglei­tung sie in ihrem spä­te­ren Berufs­le­ben als Ergo­the­ra­peu­ten betraut sein könn­ten, wenn sie sich in einem ent­spre­chen­den Berufs­feld betä­ti­gen.
Laut Aus­sa­ge des Fach­leh­rers Gerd Mül­ler, der den von den Schü­lern selbst orga­ni­sier­ten Pro­jekt­tag beglei­te­te und mit ihnen durch­führ­te, sind Selbst­er­fah­run­gen in der Ergo­the­ra­pie­aus­bil­dung immens wich­tig. „Nur mit der Fähig­keit der Empa­thie kann man als Ergo­the­ra­peut erfolg­reich sein und der Auf­ga­be, beein­träch­tig­ten Men­schen zu hel­fen und sie zu för­dern, best­mög­lich nach­kom­men.“

Bei Fra­gen zur Ergo­the­ra­pie­aus­bil­dung steht das DEB ger­ne zur Ver­fü­gung:

Deut­sches Erwach­se­nen-Bil­dungs­werk
Staat­lich aner­kann­te Berufs­fach­schu­le für Ergo­the­ra­pie
Dürr­wäch­ter­stra­ße 29
96052 Bam­berg
Tel.: 09 51 / 9 15 55 ‑600
E‑Mail: bfs-​bamberg@​deb-​gruppe.​org
Inter­net: www​.cle​ve​re​-zukunft​.de

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