MdB Koschyk: “CDU, CSU und FDP stel­len die Wei­chen für mehr Ärz­te auf dem Land und in struk­tur­schwa­chen Stadt­tei­len!”

Die Bun­des­tags­frak­tio­nen von CDU/CSU und FDP haben sich auf Eck­punk­te zum GKV-Ver­sor­gungs­ge­setz geei­nigt. Damit wur­den die Wei­chen gestellt, um mit dem bevor­ste­hen­den Ver­sor­gungs­ge­setz auch in unse­rer Regi­on mehr Ärz­te zu einer Nie­der­las­sung auf dem Land und in struk­tur­schwa­chen Stadt­tei­len zu bewe­gen sowie eine moder­ne Bedarfs­pla­nung ein­zu­füh­ren.

Finanz­staats­se­kre­tär Koschyk: „Der Durch­bruch nach mona­te­lan­gen Ver­hand­lun­gen ist auch ein wich­ti­ges Signal für unse­re Regi­on. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de immer deut­li­cher, dass es beson­de­rer Anrei­ze bedarf, jun­ge Ärz­te zu einer Tätig­keit in unse­ren länd­li­chen Regio­nen zu moti­vie­ren. Pro­ble­me bei der Nach­fol­ge­su­che für den ört­li­chen Arzt sol­len künf­tig der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Aus­gangs­punkt für die künf­ti­ge ärzt­li­che Bedarfs­pla­nung muss der tat­säch­li­che Bedarf in einer Regi­on sein, auf den regio­nal fle­xi­bel reagiert wer­den kann: Die Frän­ki­sche Schweiz und das das Fich­tel­ge­bir­ge brau­chen ande­re Lösun­gen als Mün­chen oder Ham­burg!

Oft füh­len sich auch in unse­rer Regi­on Pati­en­ten ori­en­tie­rungs­los, wenn sie von nie­der­ge­las­se­nen Ärz­ten, Kran­ken­häu­sern, Reha- Ein­rich­tun­gen, Apo­the­ken oder ande­ren par­al­lel oder nach­ein­an­der behan­delt wer­den. Sie erle­ben unzu­rei­chen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on und Koope­ra­ti­on zwi­schen den Betei­lig­ten und wün­schen sich eine abge­stimm­te Beglei­tung. Des­we­gen soll laut den Eck­punk­ten an der Schnitt­stel­le von ambu­lan­ter und sta­tio­nä­rer Ver­sor­gung ein bes­se­res Ent­las­sungs­ma­nage­ment sei­tens der Kran­ken­häu­ser ein­ge­führt beim Bun­des­mi­ni­ster der Finan­zen wer­den mit dem Ziel, den Pati­en­ten zu hel­fen, die Ver­sor­gung nach dem Kran­ken­haus zu orga­ni­sie­ren. So soll nach den Vor­stel­lun­gen der Koali­ti­ons­frak­tio­nen für kom­ple­xe Lei­stun­gen, die so genann­ten spe­zi­al­ärzt­li­che Ver­sor­gung (Krebs, sel­te­ne Erkran­kun­gen, kom­ple­xe ambu­lan­te Ope­ra­tio­nen etc) ein neu­er Bereich geschaf­fen wer­den, der das her­kömm­li­che Den­ken in Kran­ken­haus und nie­der­ge­las­se­ne Fach­arzt­pra­xis durch­bricht. Durch ein­heit­li­che Qua­li­täts­und Ver­gü­tungs­re­ge­lun­gen steht dann die gute Ver­sor­gung der Men­schen im Mit­tel­punkt und nicht die Fra­ge, wer die­se Ver­sor­gung erbringt.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt sind die War­te­zei­ten für einen Fach­arzt­ter­min. Die­se müs­sen in einem ange­mes­se­nen Zeit­rah­men blei­ben. Die Kran­ken­kas­sen wer­den des­halb auf­ge­for­dert, für ihre Ver­si­cher­ten ein Ange­bot zur Ver­mitt­lung zeit­na­her Behand­lungs­ter­mi­ne beim Arzt zu ent­wickeln. Geeig­ne­te Maß­nah­men könn­ten laut den beschlos­se­nen Eck­punk­ten die Ein­rich­tung einer Hot­line oder ent­spre­chen­de Rah­men­ver­trä­ge mit der Ärz­te­schaft sein. Nach jah­re­lan­gen Debat­ten über die Finan­zie­rung und Struk­tur­re­for­men in der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen wer­den jetzt end­lich auch in unse­rer Regi­on Maß­nah­men umge­setzt, die den Pati­en­ten im All­tag Ver­bes­se­run­gen brin­gen.“

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