Kreis-FDP dis­ku­tiert mit Stadt­käm­me­rer über Forch­heims Finanz­la­ge

Der FDP-Kreis­ver­band hat Forch­heims Stadt­käm­me­rer Ger­hard Haa­gen zu einer Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung ein­ge­la­den. Im Mit­tel­punkt stand die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Kom­mu­nen – ins­be­son­de­re die der Gro­ßen Kreis­stadt Forch­heim. FDP-Kreis­vor­sit­zen­der und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Seba­sti­an Kör­ber konn­te in der Piz­ze­ria „Den­nis“ ein vol­les Haus an Mit­glie­dern und Gästen begrü­ßen, die sich zur Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung „Poli­tik kon­kret“ mit dem The­ma „Arme Städ­te??? – Am Bei­spiel Forch­heims“ ein­ge­fun­den haben.

Zu Beginn einer leben­di­gen Dis­kus­si­on gab Stadt­käm­me­rer Haa­gen Ein­blick in die aktu­el­le Finanz­si­tua­ti­on der Stadt Forch­heim. „Auch wenn die Schul­den stei­gen, so ist damit ein­her­ge­hend auch der Ver­mö­gens­stand der Stadt gestie­gen“, ver­wies Haa­gen mit Blick auf den Bau des Königs­ba­des oder der Reu­ther Grund­schu­le. Man kön­ne bei der Täti­gung von Inve­sti­tio­nen in schwie­ri­ge­ren Zei­ten zwar geteil­ter Mei­nung sein, die Stadt Forch­heim gehe hier aber deut­lich vor­aus, wes­halb ein aktu­el­ler Ver­mö­gens­wert von gut 50 Mil­lio­nen Euro gebil­det wer­den konn­te, so der Stadt­käm­me­rer.

Als posi­ti­ves Zei­chen in finan­zi­ell schwie­ri­gen Zei­ten – bedingt durch die Wirt­schafts­kri­se – sieht Haa­gen, dass Forch­heim zu den 20 Pro­zent der Gemein­den in Ober­fran­ken zählt, die einen geneh­mi­gungs­frei­en Haus­halt vor­wei­sen kön­nen.

Auch Seba­sti­an Kör­ber sieht posi­tiv in die Zukunft. Die Zah­len im Bund, aber auch vor Ort in der Kom­mu­ne spre­chen für sich, so der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te. Bei nied­rig­sten Arbeits­lo­sen­zah­len wer­de sich die finan­zi­ell erschwer­te Lage der Kom­mu­nen erho­len. Das sieht auch der Stadt­käm­me­rer Ger­hard Haa­gen. „Die Steu­er stei­gen lang­sam wie­der und die posi­ti­ve Ent­wick­lung im neu­en Gewer­be­ge­biet Pfaf­fen­see spricht für sich“, so Haa­gen. Eben­so gestie­gen sind aber auch die Per­so­nal­ko­sten der Stadt Forch­heim, von rund 13 Mil­lio­nen Euro auf 15 Mil­lio­nen Euro jähr­lich.

Posi­ti­ves konn­te der Stadt­käm­me­rer dem Vor­schlag des FDP-Kreis­ver­ban­des abge­win­nen, eine zen­tra­le Stel­le der Ver­wal­tung – eine Art Bür­ger­bü­ro – zu schaf­fen. Dies hät­te nicht nur Vor­tei­le für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger son­dern wäre zudem auch kosten­gün­sti­ger, da zen­tra­ler und moder­ner. Ver­wal­tungs­ge­bäu­de wie das Ord­nungs­amt wären damit dann auch in punk­to ener­ge­ti­sche Sanie­rung Vor­rei­ter.

„Hier sehe ich deut­li­ches Ein­spa­rungs­po­ten­zi­al, auch im Bezug auf den Kli­ma­schutz“. Zins­ver­bil­lig­te Dar­le­hen für ener­ge­ti­sche Sanie­run­gen durch die KfW-Bank gel­te es zu nut­zen, sagt der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und bau­po­li­ti­sche Spre­cher der FDP-Bun­des­tags­frak­ti­on Seba­sti­an Kör­ber. „Mög­lich­kei­ten, die lei­der noch zu unbe­kannt sind“, so der FDP-Kreis­vor­sit­zen­de der nun noch stär­ker dafür wer­ben will.

FDP-Kreis­rat Seba­sti­an Wie­gärt­ner reg­te abschlie­ßend an, sich dem The­ma „Sozia­les“ in einer wei­te­ren Sit­zung aus­führ­li­cher zu wid­men, da dies den größ­ten Teil des Land­kreis-Bud­gets bean­spru­che und dem­entspre­chend Auf­merk­sam­keit ver­die­ne.

Schreibe einen Kommentar