Land­wir­te für Schwal­be, Kie­bitz & Co.: Pra­xistipps des LBV für Land­wir­te

Der LBV hat soeben eine Bro­schü­re und ein Inter­net-Ange­bot ver­öf­fent­licht, das prak­ti­sche Tipps für Land­wir­te ent­hält, denen die natür­li­che Viel­falt auf ihren Flä­chen am Her­zen liegt. Die Tipps rei­chen von ein­fa­chen Hilfs­maß­nah­men für Schwal­ben im Stall oder Nist­ka­sten­kon­struk­tio­nen für die Mäu­se­jä­ger Turm­fal­ke und Schlei­er­eu­le bis hin zu Maß­nah­men für Reb­huhn und Kie­bitz im Getrei­de- und Mais­an­bau und in der Grün­land­wirt­schaft.

Die über­sicht­li­che Glie­de­rung folgt bei jedem The­ma dem Muster: “Wem nützt es?”, “Was kann ich tun?” und stellt anschlie­ßend Auf­wand, Kosten und För­der­mög­lich­kei­ten dar. Die in der Bro­schü­re knapp dar­ge­stell­ten Tipps wer­den im Inter­net auf www​.pra​xistipps​.lbv​.de aus­führ­lich und mit vie­len Bil­dern erläu­tert. Die Bro­schü­re im Hemd­ta­schen­for­mat kann unter Tel. 089/200 27 06 oder per Email unter oberbayern@​lbv.​de ange­for­dert wer­den.

So erfährt der Land­wirt, dass er mit der Anla­ge einer Brach­ein­sel Reb­huhn, Wach­tel, Sumpf­rohr­sän­ger, Dorn­gras­mücke, Gold­am­mer, Stieg­litz, Hänf­ling, Neun­tö­ter (in Ver­bin­dung mit Hecken), Turm­fal­ke, Feld­ha­se, Maus­wie­sel, Her­me­lin, vie­le Insek­ten­grup­pen wie Käfer, Schmet­ter­lin­ge, Heu­schrecken, Honig­bie­nen, Wild­bie­nen und Hum­meln för­dert. Der LBV schlägt vor, dafür Flä­chen aus­zu­wäh­len, die kei­nen vol­len Ertrag lie­fern, z.B. weil sie zu nass oder zu trocken sind oder ihre Bewirt­schaf­tung auf­grund der Lage erschwert ist. Die Wirk­sam­keit der Brach­ein­sel ist grö­ßer, wenn sie an eine ande­re Lebens­raum­struk­tur wie eine Hecke, ein Feld­ge­hölz oder ein Gewäs­ser anschließt. Im Win­ter und wäh­rend der Ern­te­zeit stel­len die Brache(insel)n oft die ein­zi­gen Struk­tu­ren dar, in die sich die Feld­be­woh­ner zurück­zie­hen kön­nen.

Im Kapi­tel “Hil­fe für den Kie­bitz” erfährt der Land­wirt, mit wel­chen Metho­den er die Gele­ge des Kie­bit­zes schüt­zen kann. Das Reb­huhn kann auch durch eine so ein­fa­che Maß­nah­me wie den Ver­zicht auf das Abmä­hen von Weg­rän­dern bis Ende Juli unter­stützt wer­den oder indem Stop­peln erst mit der Neu­be­stel­lung unter­ge­pflügt wer­den.

Vie­le Pra­xistipps erge­ben sich aus der Lebens­wei­se und den Ansprü­chen der jewei­li­gen Arten. Bei dem von der Gre­gor Loui­so­der Umwelt­stif­tung geför­der­ten Pro­jekt ist dabei das Augen­merk auf Maß­nah­men gerich­tet, die unter den der­zei­ti­gen Wirt­schafts­be­din­gun­gen für die land­wirt­schaft­li­chen Betrie­be durch­ge­führt wer­den kön­nen.

Als klei­nes Dan­ke­schön für ihre Hil­fe für die Natur erhal­ten die ersten 50 teil­neh­men­den Land­wir­te ein Geschenk ihrer Wahl vom LBV, das BLV-Hand­buch Vögel oder eine Schwal­ben-Nist­hil­fe.

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