110 Jah­re Sankt Josefs-Ver­ein Bucken­ho­fen

Kinder- und Jugendchor

Kin­der- und Jugend­chor

Der Sankt Josefs-Ver­ein Bucken­ho­fen wird in die­sem Jahr 110 Jah­re alt. Das Jubi­lä­um wur­de mit einem Jubi­lä­ums­got­tes­dienst gefei­ert. Anschlie­ßend fand die all­jähr­li­che Jah­res­haupt­ver­samm­lung statt.

„Sin­gen wirkt sich sehr posi­tiv auf die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung von Kin­dern aus“, erläu­tert Josef Her­zing, der erste Vor­sit­zen­de des Sankt Josefs-Ver­ein Bucken­ho­fen. „Des­halb ist es uns ein beson­de­res Anlie­gen, auch in Zukunft unse­ren Kin­dern die Mög­lich­keit der musi­ka­li­schen Betä­ti­gung im Kin­der- und Jugend­chor zu bie­ten“. „Schicken Sie Ihr Kind ein­fach hin!“, so Her­zing.

„Die Jugend ist die Zukunft des Ver­eins“, die­ser Satz könn­te gar nicht zutref­fen­der für den Sankt Josefs-Ver­eins sein. Nach­dem sich vor eini­gen Jahr der Män­ner­chor man­gels Betei­li­gung auf­lö­sen muss­te, setzt man nun gro­ße Hoff­nung auf Mar­ti­na Heil­mann, die mit ihrem Kin­der- und Jugend­chor der­zeit für einen Fort­be­stand der Chor­ar­beit im Ver­ein sorgt.

In sei­nem Bericht ging erster Vor­sit­zen­der Josef Her­zing ein­gangs auf die Mit­glie­der­ent­wick­lung ein. Der Ver­ei­ne zäh­le der­zeit 111 Mit­glie­der, dar­un­ter auch 33 Ehren­mit­glie­der. Das Durch­schnitts­al­ter liegt 2011 bei 67 Jah­ren.

Anläss­lich des 110jährigen Jubi­lä­ums hat der Ver­ein einen Kir­chen­füh­rer erstellt, den es ab Ostern gegen einen gerin­gen Unko­sten­bei­trag in der Kir­che käuf­lich zu erwer­ben gibt. Kurz lies Her­zing die Ver­an­stal­tun­gen des abge­lau­fe­nen Ver­eins­jah­res Revue pas­sie­ren.

Die anschlie­ßen­den Neu­wah­len brach­ten fol­gen­des Ergeb­nis: Klaus Wei­gand (Prä­ses), Josef Her­zing (erster Vor­stand), Kon­rad Kalb (zwei­ter Vor­stand), Rein­hold Leis­gang (Schrift­füh­rer), Wal­ter Mon­tag (Kas­sier), Mar­ti­na Heil­mann (Kin­der- und Jugend­chor­lei­te­rin), Wal­ter Dam­ba­cher, Josef Knau­er, Rein­hard Neu­bau­er, Chri­stof Libe­ra und Hans Bau­mann (Bei­rä­te), sowie Wal­ter Dam­ba­cher und Hein­rich Loch­ner (Kas­sen­re­vi­so­ren). Cor­ne­li­us Kredel, Hans Oben­auf und Josef Völl­mer wur­den auf Beschluss der Ver­samm­lung zu neu­en Ehren­mit­glie­dern ernannt.

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de die Jah­res­haupt­ver­samm­lung vom Kin­der- und Jugend­chor des Ver­eins unter der Lei­tung von Mar­ti­na Heil­mann. Der Jubi­lä­ums­got­tes­dienst wur­de gesang­lich gestal­tet vom Kin­der- und Jugend­chor sowie von einem Dop­pel­quar­tett der noch ver­blie­be­nen Sän­ger des ein­sti­gen Män­ner­cho­res des Sankt Josefs-Ver­eins.

Anläss­lich des 110jährigen Jubi­lä­ums ver­las Her­zing im Rah­men des der Jah­res­haupt­ver­samm­lung vor­an­ge­gan­ge­nen Fest­got­tes­dien­stes – hier betei­lig­ten sich zahl­rei­chen Abord­nun­gen der Bucken­ho­fe­ner Orts­ver­ei­ne – die Chro­nik des Sankt Josefs-Ver­eins Bucken­ho­fen. Die katho­li­sche Män­ner­be­we­gung kann bereits auf zwei Jahr­hun­der­te zurück­blicken.

Bereits 1805 hat­te in Würz­burg ein katho­li­scher Män­ner­ver­ein bestan­den. Die­se Män­ner­be­we­gung war eine Reak­ti­on auf kul­tu­rel­le und reli­giö­se Not und Bedräng­nis. Die Nöte der Arbei­ter­schaft im 19. Jahr­hun­dert führ­ten zum Zusam­men­schluss von Grup­pen mit ähn­li­chen Ziel­set­zun­gen. Schon 1846 wur­de unter der Initia­ti­ve des katho­li­schen Prie­sters Adolf Kol­ping der Gesel­len­ver­ein gegrün­det.

Die 1865 in Forch­heim gegrün­de­te Kol­pings­fa­mi­lie stand dann auch 1901 Pate bei der Grün­dung des Sankt Josefs-Ver­eins Bucken­ho­fen. Im Herbst 1901 wur­de der Ver­ein von katho­li­schen Män­nern aus Bucken­ho­fen – das damals 392 Ein­woh­ner hat­te – gegrün­det. Die dama­li­gen Ver­eins­zie­le: För­de­rung der Reli­giö­si­tät und Sitt­lich­keit, die Bil­dung der Arbei­ter zur Hebung ihres Stan­des­be­wusst­seins und die För­de­rung des gesel­li­gen Lebens. Für die Dorf­ge­mein­schaft Bucken­ho­fen wur­de der Ver­ein zu einer wich­ti­gen Säu­le des gesell­schaft­li­chen Lebens und zum Bin­de­glied zwi­schen Bür­gern aller Schich­ten. 1922 wur­de im Rah­men eines gro­ßen Festes die ver­eins­ei­ge­ne Fah­ne ein­ge­weiht; 1925 wur­de eine Sän­ger­ab­tei­lung gegrün­det; Sän­ger im Chor war damals Män­ner­sa­che. 1935 wur­de dann bereits im gemisch­ten Chor gesun­gen. 1966 wur­de schließ­lich die orts­an­säs­si­ge Pfarr­kir­che nach dem Sankt-Josefs Ver­ein benannt. Seit 1984 nimmt sich der Sankt Josefs-Ver­ein auch der Kin­der- und Jugend­ar­beit an und grün­de­te einen Kin­der­chor. In die Rei­he der zahl­rei­chen Gra­tu­lan­ten reih­ten sich auch die Abord­nun­gen der Bucken­ho­fe­ner Orts­ver­ei­ne ein

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