DJK Wim­mel­bach – Jah­res­haupt­ver­samm­lung mit Neu­wah­len und Ehrun­gen

Ehrungen bei DJK Wimmelbach

Ehrun­gen bei DJK Wim­mel­bach

Bei der dies­jäh­ri­gen Jah­res­haupt­ver­samm­lung der DJK Wim­mel­bach mit Neu­wah­len stan­den neben Neu­wah­len auch die Ehrung lang­jäh­ri­ger und ver­dien­ter Mit­glie­der auf der Tages­ord­nung. Ver­eins­vor­sit­zen­der Her­bert Stil­ke­rich wur­de in sei­nem Amt als erster Ver­eins­vor­stand bestä­tigt, wusch aber auch den anwe­sen­den Mit­glie­dern „kräf­tig den Kopf“ und for­der­te mehr Loya­li­tät mit der Ver­eins­füh­rung ein.

Peter Duck (70), der auch bereits zu frü­he­ren Zei­ten zwei­ter Bür­ger­mei­ster der Gemein­de Hau­sen war und lan­ge Zeit für die SpVgg Hau­sen als Fuß­ball­tor­wart zwi­schen den Pfo­sten stand, wur­de im Rah­men der dies­jäh­ri­gen Jah­res­haupt­ver­samm­lung zum Ehren­mit­glied ernannt. Er erin­nert sich noch gut, wie er zur DJK Wim­mel­bach kam. „Auf­grund der Zwi­stig­kei­ten die es schon damals zwi­schen den Sport­ver­ei­nen Hau­sen und Wim­mel­bach gab, wur­de ich als Tor­wart abge­wor­ben“, lässt Duck die Anfän­ge sei­ner inzwi­schen über 25jährigen Mit­glied­schaft bei der DJK Wim­mel­bach Revue pas­sie­ren. Nach­dem Duck vom Fach kam, hat er die DJK in vie­len bau­li­chen Fra­gen bera­ten kön­nen. Vor­her spiel­te er in Eggols­heim Fuß­ball und ging auch ande­ren Ball­sport­ar­ten wie bei­spiels­wei­se dem Hand­ball­sport beim VFB Forch­heim nach.

Ver­eins­vor­sit­zen­der Her­bert Stil­ke­rich ging in sei­nem Rechen­schafts­be­richt ein­gangs auf die Mit­glie­der­ent­wick­lung ein. Der Ver­ein zäh­le zum 31.12.2010 570 Mit­glie­der; neun weni­ger als im Vor­jahr. Die Alters­sta­ti­stik zei­ge, dass dem Ver­ein 230 Mit­glie­der unter 27 Jah­ren und 346 Mit­glie­der über 27 Jah­ren ange­hö­ren. Inge­samt sind 273 Mit­glie­der des Ver­eins weib­lich. Unter den 570 Ehren­mit­glie­dern sei­en auch 28 Ehren­mit­glie­der. Die Mit­glie­der wür­den sich in die drei Spar­ten Fuss­ball (252), Gym­na­stik­ab­tei­lung (323) und Frei­zeit­ab­tei­lung (97) auf­tei­len. Die Gym­na­stik­spar­te sei nicht nur die mit­glie­der­stärk­ste Abtei­lung, son­dern auch die Spar­te mit dem größ­ten Mit­glie­der­zu­wachs, so der erste Vor­stand.

Seit Okto­ber 2010 bie­te man auch Selbst­ver­tei­di­gungs­kur­se für Kin­der und Jugend­li­che an. Die Gym­na­stik­ab­tei­lung umfas­se neben Eltern-Kind-Tur­nen, Kin­der-Tur­nern und Kin­der-/Tee­nie-Tur­nen, Damen­gym­na­stik, über Senio­ren­gym­na­stik bis hin zu Body­for­ming, Pila­tes oder Nor­dic Wal­king. Zusätz­lich wür­den zahl­rei­che Kur­se unter der Dach­mar­ke „Sport pro Gesund­heit“ ange­bo­ten. Der­zeit habe mit 16 Übungs­lei­ter mit Übungs­leit­er­schein, die der DJK zur Ver­fü­gung stün­den, sei aber auf­grund der gro­ßen Nach­fra­ge nach Kur­sen noch auf Suche nach wei­te­ren Übungs­lei­tern.

Kurz ging Stil­ke­rich auch auf die Ent­wick­lung in der Fuss­ball­ab­tei­lung und in der Fuss­ball­ju­gend ein. Eine zwei­te Mann­schaft habe man zur Sai­son 2010/2011 nicht mel­den kön­nen, obwohl man vie­le jun­ge Wim­mel­ba­cher habe, die spie­len. Die­se wür­den aber lie­ber unter der Woche oder am Sonn­tag­abend auf dem Trai­nings­platz her­um­bol­zen: „Trau­rig“, so Stil­ke­rich. Seit ein paar Jah­ren arbei­te man im Jugend­fuss­ball mit den Sport­ver­ei­nen aus Oes­dorf und Hau­sen zusam­men. Die Frei­zeit­ab­tei­lung orga­ni­sier­te ver­schie­de­ne Events. Pro­ble­me wür­den aller­dings die Spar­maß­nah­men der Gemein­de Hau­sen machen. Von der Gemein­de wür­den kei­ne Zuschüs­se mehr an die DJK flie­ßen.

Nach der Ver­le­sung des Finanz­be­rich­tes und dem Bericht der Kas­sen­prü­fer wur­den Vor­stand­schaft und Kas­sier von der Ver­samm­lung ent­la­stet. Die anschlie­ßen­den Neu­wah­len erga­ben fol­gen­des Ergeb­nis: Her­bert Stil­ke­rich (1. Vor­sit­zen­der), Edwin Haas (2. Vor­sit­zen­der), Wal­ter Göß­wein (Lei­ter Finan­zen), Wolf­gang Rühl (Schrift­füh­rer), Ilo­na Göß­wein (Wirt­schafts­füh­rung), Cäci­lia Göß­wein (stell­ver­tre­ten­de Wirt­schafts­füh­re­rin), Johan­na Mau­ser (Jugend­lei­tung all­ge­mein), Ele­na Frei­sin­ger (stell­ver­tre­ten­de Jugend­lei­te­rin all­ge­mein), Harald Schlei­cher (Jugend­lei­tung Fuß­ball), Jonas Kraus (stell­ver­tre­ten­der Jugend­lei­ter Fuß­ball), Manue­la Lang (Frei­zeit­ab­tei­lung), Susan­ne Haas (stell­ver­tre­ten­de Abtei­lungs­lei­te­rin Frei­zeit), Gerd Zim­mer und Ger­lin­de Kas­par (Kas­sen­prü­fer), Franz Nop­pen­ber­ger (Geist­li­cher Bei­rat). Die Abtei­lungs­lei­ter, die bereits bei den ver­schie­de­nen Abtei­lungs­wah­len gewählt wur­den, wur­den von der Ver­samm­lung bestä­tigt.

Ehrun­gen gab es im Rah­men der Jah­res­haupt­ver­samm­lung auch. Mari­an­ne Baierl, Dani­el Kas­par, Ange­la Petrausch, Mat­hil­de Pfi­ster, Mar­ga­re­ta Saf­fer, Adolf Schmitt, Hans Schmitt und Gerd Zim­mer gehö­ren dem Ver­ein bereits seit 25 Jah­ren an. Alfred Kröp­pel ist bereits seit 50 Jah­ren Mit­glied. Zu neu­en Ehren­mit­glie­dern wur­den Wal­burg Ham­merl und Peter Duck ernannt.

Ver­eins­vor­sit­zen­der Her­bert Stil­ke­rich rich­te­te fast zum Schluss der Ver­samm­lung deut­li­che Wor­te an die Mit­glie­der. „Unser Ver­ein arbei­tet nicht mehr so, wie es eigent­lich sein soll­te“, so Stil­ke­rich. „Eini­ge arbei­ten sehr aktiv mit, ande­re zie­hen sich zurück und spie­len Hecken­schüt­zen“. „Wo sind die Mit­glie­der die mot­zen und meckern bei den Neu­wah­len, da stellt sich nie­mand bereit Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men“, wet­ter­te der im Amt bestä­tig­te erste Vor­sit­zen­de. „Kön­nen wir uns über­haupt noch mit dem Ver­ein iden­ti­fi­zie­ren oder sind Ver­ei­ne bereits Aus­lauf­mo­del­le?“, hin­ter­frag­te er kri­tisch. „Wenn das so wei­ter geht, sehe ich die Zukunft des Ver­eins mit fin­ste­ren Augen“, ver­such­te er die Mit­glie­der wach­zu­rüt­teln. „Ich weiß auch, dass ich in der Ver­eins­füh­rung Feh­ler gemacht habe; ein Feh­ler war zu lan­ge zuzu­schau­en“. „So wird es nun nicht mehr wei­ter­ge­hen“, klopft Stil­ke­rich – der sich eigent­lich anfäng­lich auf­grund der inter­nen Kri­tik und per­sön­li­chen Anfei­dun­gen gar nicht mehr ange­hen woll­te – wütend auf den Tisch. Es gebe eini­ge weni­ge Stör­fak­to­ren im Ver­ein und da wer­de er nicht mehr zuschau­en. „Wer nicht Teil der Lösung ist, ist Teil des Pro­blems“, so Stil­ke­rich, der nun einen här­te­ren Kurs ankün­dig­te.

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